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Störung an einem Bahnübergang

Schwerer Unfall an der Mennisweiler Kreuzung

Foto: Dienstleistungen Braun
Eines der am Unfall beteiligten Fahrzeuge wurde durch die Kollision über die Bahngleise geschleudert.
veröffentlicht am: 13.10.2026
Autor: Dienstleistungen Braun
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Mennisweiler – Schwere Kollision auf der L314, Störung an einem Bahnübergang und gefährliche Situationen für Rettungskräfte: Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Dienstagmorgen (13. Oktober) an der Mennisweiler Kreuzung einen größeren Rettungseinsatz ausgelöst. Drei Menschen wurden nach vorläufigen Erkenntnissen verletzt, darunter auch ein Säugling. Dies teilte der Informationsdienst Braun mit. Er schreibt:

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ereignete sich der Unfall, als ein Autofahrer die Mennisweiler Kreuzung über eine mit einem Stoppschild geregelte Einmündung queren wollte. Dabei übersah er offenbar einen Mercedes, der aus Richtung Bad Wurzach herannahte.

Im Kreuzungsbereich kam es daraufhin zu einer heftigen Kollision zwischen den beiden Pkw. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurden beide Fahrzeuge von der Fahrbahn abgewiesen und kamen abseits der Straße zum Stillstand.

Auf die Gleise geschleudert

Der Unfall hatte Auswirkungen auf den unmittelbar angrenzenden Bahnübergang. Eines der beteiligten Fahrzeuge wurde durch die Kollision über die Bahngleise geschleudert und kam dort zum Stehen. Infolge dessen kam es zu einer Störung an der Schrankenanlage. Sämtliche Bahnschranken schlossen sich, während die Lichtzeichenanlage auf Rot schaltete. Mitarbeiter der Deutschen Bahn mussten daraufhin eingreifen und die Schranken manuell öffnen.

Nach vorläufigen Erkenntnissen wurden bei dem Zusammenstoß insgesamt drei Personen verletzt. Unter den Verletzten befindet sich auch ein Säugling. Zur Versorgung der Verletzten waren zwei Rettungswagen sowie ein Notarzt im Einsatz. Die Rettungskräfte übernahmen die medizinische Erstversorgung der Betroffenen an der Unfallstelle. Anschließend wurden die Verletzten zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Auch die Polizei und Mitarbeiter der Deutschen Bahn waren vor Ort.

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Notarzt kritisiert rücksichtsloses Verhalten

Neben der eigentlichen Unfallversorgung sorgte insbesondere das Verhalten einiger vorbeifahrender Verkehrsteilnehmer für Unverständnis bei den Einsatzkräften. Obwohl der Rettungsdienst bei der Positionierung seiner Einsatzfahrzeuge bewusst Rücksicht auf den weiterhin fließenden Verkehr genommen hatte und ein Rettungswagen möglichst weit seitlich abgestellt worden war, kam es zu gefährlichen Situationen. Sowohl Pkw- als auch Lkw-Fahrer passierten die Unfallstelle teilweise mit deutlich überhöhter beziehungsweise unangepasster Geschwindigkeit. Dabei wurden die unmittelbar am Unfallort arbeitenden Rettungskräfte zum Teil erheblich gefährdet.

Ein Notarzt vor Ort appellierte deshalb eindringlich an die Vernunft und Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer: „Wir haben unsere Rettungsfahrzeuge bewusst so positioniert, dass der fließende Verkehr möglichst wenig beeinträchtigt wird. Umso unverständlicher ist es, wenn Pkw und sogar schwere Lastwagen mit hoher Geschwindigkeit unmittelbar an uns vorbeifahren, während wir verletzte Menschen versorgen. Wer an einer Unfallstelle vorbeifährt, muss seine Geschwindigkeit deutlich reduzieren und jederzeit bremsbereit sein. Es kann nicht sein, dass wir Menschen helfen und dabei selbst Gefahr laufen, von vorbeifahrenden Fahrzeugen erfasst zu werden.“

Eindringlicher Appell: Rücksicht kann Leben retten

Der Vorfall macht erneut deutlich, welchen zusätzlichen Gefahren Rettungskräfte bei ihrer täglichen Arbeit ausgesetzt sind. Gerade an Unfallstellen, an denen Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdienst tätig sind, ist besondere Vorsicht geboten.

Wer sich einer Unfallstelle nähert, sollte die Geschwindigkeit frühzeitig und deutlich reduzieren, ausreichend Sicherheitsabstand zu den Einsatzkräften halten und besonders aufmerksam fahren. Auch wenn eine Fahrspur weiterhin befahrbar ist, bedeutet dies keinesfalls, dass die Unfallstelle mit der üblichen Geschwindigkeit passiert werden kann.

Die Sicherheit der Helferinnen und Helfer muss jederzeit Vorrang haben. Schließlich sind es genau diese Menschen, die im Ernstfall ausrücken, um anderen das Leben zu retten.

Polizei ermittelt zum Unfallhergang

Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Insbesondere die Umstände der Vorfahrtsverletzung sind Gegenstand der weiteren Untersuchungen.

Insgesamt waren an der Unfallstelle die Polizei, zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie Mitarbeiter der Deutschen Bahn im Einsatz.

Wie schwer die drei betroffenen Personen verletzt wurden und wie hoch der entstandene Sachschaden ist, war zunächst nicht bekannt.

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veröffentlicht am
13.10.2026
Lesedauer: ca. 4 Minuten
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