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Bad Waldsee – Pünktlich zum Start des ersten Genuss-Vespers auf dem Grabenmühleplatz öffnete sich ein freundliches Wetterfenster – offensichtlich nutzten die Veranstalter ihre guten Verbindungen nach oben erfolgreich.

Auch wenn es kühl war: Gerne saßen die Genießer auf dem Grabenmühleplatz zusammen.

Eier und Gemüse vom Sonnenhof.

Süßes von den „Honisch“-Bienen.

Aronia-Saft vom „Mostbauer“ Waggershauser

Gesundes aus den Klostergärten.

Auch leckere Weine aus der Bodensee-Region konnte man verkosten.

Frischer geht’s nicht.
Die Biergarnituren und Stehtische füllten sich schnell. Familien, Paare, Besucher aller Altersklassen ließen sich nieder, schwätzten miteinander und genossen einen Abend, der genau das bot, was der Name versprach: Genuss und Vesper. Kein Wunder, dass sich Schlangen an der Vesper-Ausgabe und am Getränkestand bildeten.
Das Vesper selbst konnte sich sehen lassen. In den Bowls fanden sich herzhafte Spargelquiche, feiner Linsensalat, frisches regionales Gemüse mit cremigem Kräuterquark sowie ein Stück oberschwäbische Seele. Wer die Variante mit Fleisch gewählt hatte, bekam zusätzlich einige Scheiben Rauchfleisch dazu.
„Vom Erzeuger bis zum Genuss“
Florian Straub von der Bauernschule, verantwortlicher Macher in der Bauernschule, zeigte sich mit dem Abend entsprechend zufrieden: „Natürlich, dass das Wetter gut war. Wir haben alle Verbindungen nach oben ausgenutzt“, sagte er mit einem Schmunzeln. „Wir freuen uns sehr, dass das Vesper gleich im ersten Anlauf so gut angenommen wurde. Insgesamt haben wir 150 Bowls verkauft. Die Leute haben es sehr gerne angenommen, nach Feierabend zusammensitzen zu können, sich zu unterhalten. Auch die Verkaufsstände waren gut besucht. Die Menschen konnten die ganze Wertschöpfungskette vom Erzeuger bis zum Genuss sehen.“
Und tatsächlich: Das Genuss-Vesper war weit mehr als eine gemeinsame Mahlzeit. Rund um den Platz präsentierten regionale Erzeuger ihre Produkte. Es gab Informationen zum Wagyu-Rind von Oberhofers Hof, Eier und Gemüse vom Sonnenhof, Aronia-Produkte vom Mostbauer, Honig und weitere Spezialitäten von den Honisch-Bienen. Frische Erdbeeren wechselten ebenso ihre Besitzer wie Labsal aus dem Reutener Kloster.
Beliebt: der Aronia-Spritz
Besonders gut kam dabei ein Getränk an, das durchaus das Zeug zum Bad Waldseer Sommergetränk haben könnte: der Aronia-Spritz – wahlweise mit oder ohne Alkohol. Fruchtig, erfrischend und genau passend zu einem entspannten Sommerabend.
Für die musikalische Begleitung sorgten Luca Scuro (Ulm) und sein Keyboarder. Mit italienisch angehauchten Liedern und angenehmer Feierabendmusik lieferten die beiden den passenden Klangteppich für die entspannte Atmosphäre auf dem Grabenmühlenplatz.
Das erste „GenussVesper“ – so schreiben die Initiatoren das Ereignis – hat gezeigt, dass die Idee funktioniert: regionale Produkte entdecken, miteinander ins Gespräch kommen und den Feierabend gemeinsam genießen.
Die Besucher jedenfalls dürften sich schon jetzt auf die nächste Ausgabe freuen. Und die Veranstalter werden vermutlich auch dann wieder hoffen, dass ihre Verbindungen nach oben funktionieren.
Text und Fotos: Erwin Linder
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