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Ausstellung Naturfotografie im Seenema

Die verborgene Schönheit der Natur sichtbar gemacht

Foto: Erwin Linder
Der Künstler-Fotograf Egon Woblick.
veröffentlicht am: 16.06.2026
Autor: Erwin Linder
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Bad Waldsee – Trotz hochsommerlicher Konkurrenz durch zahlreiche gleichzeitig stattfindende Veranstaltungen konnte Marianne Jocham am Sonntag (14.6.), im Seenema ein treues und interessiertes Publikum zur Vernissage der neuen Ausstellung begrüßen. Gewohnt eloquent führte sie in die Arbeiten des Naturfotografen Egon Woblick ein, dessen Werke noch bis zum 30. August zu den üblichen Kinoöffnungszeiten zu sehen sind.

Der mittlerweile 91 Jahre alte Künstler beschäftigt sich in seinen fotografischen Arbeiten mit der faszinierenden Formenvielfalt der Natur. Im Mittelpunkt stehen feine und zarte Strukturen in der Landschaft – von Pflanzen bis hin zu kleinsten Lebewesen. Immer wieder rücken dabei insbesondere Insekten in den Fokus und eröffnen den Betrachtern neue Blickwinkel auf eine Welt, die den meisten Menschen bei einem Spaziergang durch die Natur verborgen bleibt.

Innehalten und genauer hinsehen

Woblicks große Leidenschaft gilt der Makrofotografie. Mit beeindruckender Präzision und Geduld macht er Details sichtbar, die dem bloßen Auge häufig entgehen. Die Heuschrecke wird zum Fabelwesen, die Fliege erglänzt in metallischer Pacht, Vögel füttern fürsorglich ihre Jungen, Stare ergänzen in perfekter Formation die technische Form der Stromleitung, ein Käfer krabbelt mit Mühe über einen haarigen Pflanzenstängel, Wassertropfen und ein Blütenmeer am Waldboden bilden harmonische Formen. Woblicks Fotografien offenbaren die erstaunliche Schönheit und Perfektion selbst kleinster Naturerscheinungen. Seine Sicht auf die Dinge lädt dazu ein, innezuhalten und genauer hinzusehen – und zeigt, wie viel Staunenswertes direkt vor unserer Haustür existiert.

Begleitet wurde der Künstler bei der Vernissage von seiner Tochter. Die Laudatio hielt seine Enkelin Viktoria Köberle, die den Gästen einen sehr persönlichen Einblick in das Leben und Schaffen ihres Großvaters gab. Sie berichtete von seiner bis heute ungebrochenen Schaffenskraft und seiner Begeisterung für die Naturbeobachtung. Allerdings sorgt die Familie inzwischen auch praktisch vor: Wenn sich Egon Woblick draußen auf seine Naturstudien begibt, nimmt er einen Tracker mit, damit bei längerer Abwesenheit niemand in Sorge geraten muss.

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Musikalisch umrahmt

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Christine Stehle an der Querflöte und Maria Sanelli am Keyboard.

Die Ausstellung ist ein Muss für alle, die sich für die Natur und insbesondere für die Naturfotografie begeistern. Sie zeigt eindrucksvoll, dass man keine spektakulären Fernreisen unternehmen muss, um Wunder zu entdecken. Oft genügt es, genauer hinzusehen – und die Perspektive eines Künstlers wie Egon Woblick einzunehmen.

Die Ausstellung im Seenema ist noch bis zum 30. August während der üblichen Kinoöffnungszeiten zu sehen.
Bericht und Bilder: Erwin Linder

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Erwin Linder
veröffentlicht am
16.06.2026
Lesedauer: ca. 3 Minuten
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