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Großer Erfolg für Solidarische Gemeinde Aulendorf e.V.

Konzept der „Demenzsensiblen Gemeinde“ gewann 2. Platz bei der Ferry-Porsche-Challenge 2026

Foto: Max Kovalenko Photography
Gemeinsam stark für Aulendorf: Andrea Brändle (Vertreterin der katholischen Nachbarschaftshilfe) und Josef Bühler (Vorsitzender der Solidarischen Gemeinde Aulendorf e.V.) nahmen bei der feierlichen Preisübergabe im Porsche-Museum in Stuttgart den 2. Preis der Ferry-Porsche-Challenge 2026 entgegen. Weitere Personen sind Vertreter der Jury der Ferry-Porsche-Stiftung. 
veröffentlicht am: 14.09.2026
Autor: Josef Bühler, Solidarische Gemeinde Aulendorf
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Aulendorf / Stuttgart – Jubel im Stuttgarter Porsche-Museum: Die Solidarische Gemeinde Aulendorf e.V. gehört zu den strahlenden Siegern der diesjährigen Ferry-Porsche-Challenge. Stellvertretend für das starke lokale Netzwerk nahmen der Vereinsvorsitzende Josef Bühler und Andrea Brändle, Vertreterin der Partnerorganisation Katholische Nachbarschaftshilfe, den Preis entgegen. Unter dem Motto „Gemeinsam älter – Gemeinsam stärker“ suchte die Stiftung nach innovativen Konzepten für ein würdevolles Leben im Alter. Aus rund 200 Bewerbungen schaffte es das Aulendorfer Projekt „Demenzsensible Gemeinde Aulendorf – Gesundheitsförderung & Teilhabestärkung“ auf einen herausragenden 2. Platz, der an insgesamt sechs wegweisende Projekte vergeben wurde.

Vier-Säulen-Modell für Betroffene, Angehörige und die Region

Das prämierte Projekt zielt darauf ab, Menschen mit leichter bis mittlerer Demenz psychosozial zu fördern, pflegende Angehörige zu entlasten und die Bevölkerung für den Umgang mit Demenzerkrankten zu sensibilisieren. Im Zentrum des Angebots steht ein Vier-Säulen-Modell: Neben dem „Treffpunkt Lichtblick“ (einer wöchentlichen Begleitgruppe) und einer Selbsthilfegruppe für Angehörige bilden aktivierende Hausbesuche das Herzstück des Konzepts. Abgerundet wird die Initiative durch umfassende Qualifizierungs- und Aufklärungsarbeit in der Gemeinde – von Informationsabenden bis hin zu Schulungen für Vereine und lokale Geschäfte. Ziel ist ein würdevoller und unterstützender Umgang mit demenzerkrankten Personen in ganz Aulendorf.

Innovative Ansätze: „Social Prescribing“ und Profi-Coaching am Küchentisch

Besonders überzeugt zeigte sich die Jury vom innovativen und netzwerkübergreifenden Ansatz des Vereins. Ein wichtiger Baustein ist die bestehende Kooperation mit dem Aulendorfer Ärztehaus im PVN, die eine kostenfreie Sozialberatung „auf Rezept“ ermöglicht.

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Zudem setzen die Initiatoren auf ein neuartiges „On-the-job-Coaching“: Nach einer 20-stündigen Grundschulung werden die Ehrenamtlichen bei ihren ersten Hausbesuchen direkt von professionellen Physio- und Musiktherapeuten begleitet. Diese individuell auf die Biografie der Betroffenen abgestimmten Einheiten – etwa durch gemeinsames Singen oder Musizieren – fördern die Selbstwirksamkeit und bieten gezielte, aktivierende Unterstützung im Alltag.

„Ein wichtiges Thema sichtbar machen“

„Demenz ist eine wachsende Herausforderung, die uns alle betrifft – ob als Betroffene, als Angehörige oder im täglichen Miteinander im öffentlichen Raum“, betonte Josef Bühler in seinem Dank an die Stiftung. „Betroffene brauchen gezielte Förderung, Angehörige dringend Entlastung und wir alle das nötige Wissen, um Menschen mit Demenz mit Würde zu begegnen. Genau da setzen wir als Solidarische Gemeinde an. Mit den Fördergeldern können wir unsere Maßnahmen weiter ausbauen und echte Unterstützung vor Ort schaffen.“

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Josef Bühler, Solidarische Gemeinde Aulendorf
veröffentlicht am
14.09.2026
Lesedauer: ca. 3 Minuten
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