Zum Hauptinhalt springen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
    7. November, Festhalle Leutkirch

    Tannöd: Ein wahrer Kriminalfall als Bühnenstück

    Foto: Württembergische Landesbühne Esslingen
    Szenenbild aus „Tannöd“
    veröffentlicht am: 29.10.2026
    Autor: Matthias Hufschmid, VHS
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Leutkirch – Zum zweiten Theaterabend der vhs-Kultursaison gastiert erneut die Württembergische Landesbühne Esslingen in der Festhalle Leutkirch. Am Samstag 7. November, bringt sie den spannend-mysteriösen Kriminalfall „Tannöd“ von Andrea Maria Schenkel auf die Bühne. Die Bühnenfassung ist von Maya Fanke und Doris Happl. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Touristinfo Leutkirch (07561 87154) und online bei www.reservix.de. Die Abendkasse in der Festhalle Leutkirch hat ab 18.30 Uhr geöffnet, ebenso die Theaterbar. Die Aufführung beginnt um 19.30 Uhr.

    Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Am 31. März 1922 wurden auf dem Einödhof Hinterkaifeck, einem abgelegenen Anwesen in Oberbayern, sechs Kilometer von Schrobenhausen entfernt, sechs Menschen, drei Generationen einer Bauernfamilie sowie eine Magd, erschlagen. Der Täter ist bis heute unbekannt. Die Hofstelle existiert nicht mehr, sie wurde bereits ein Jahr nach der Tat abgerissen.

    Die Autorin Andrea Maria Schenkel griff den historischen Mordfall auf und setzte ihn literarisch in dem Kriminalroman „Tannöd“ um. Dabei verlegte die mehrfach ausgezeichnete Schriftstellerin die Handlung in die 1950er-Jahre und erfand neue Namen, Motive und Beziehungsgeflechte, um die Tat literarisch aufzulösen. Zugleich zeichnete Schenkel mit „Tannöd“ eine präzise Milieustudie einer Zeit, in der Dinge totgeschwiegen wurden, und in der die beklemmende Enge der dörflichen Gesellschaft und vergangene Gräueltaten den Menschen keine Luft zum Atmen ließen, informiert die Volkshochschule.

    Zum Inhalt: „Der Teufel hat’s geholt!“ heißt es im Dorf, als auf dem abgelegenen Hof in Tannöd die gesamte Familie Danner tot aufgefunden wird. In einer einzigen Nacht wurden sechs Personen grausam hingerichtet, darunter auch zwei Kinder. Jetzt geht die Angst um. Spuren gibt es keine, die Motive sind unbekannt. War die Tat eine Strafe Gottes, ein geplanter Raubmord oder vielleicht doch späte Rache für erlittenes Unrecht? Schließlich muss Tannöd schon vor dem Mord ein Ort des Schreckens gewesen sein. Geizige und unfreundliche Eigenbrötler sollen die Danners gewesen sein. Der alte Danner soll die Familie wie ein Patriarch brutal regiert haben, von Inzest und Gewalt ist die Rede. Ein offenes Geheimnis im ganzen Dorf, doch erst der kaltblütige Mord bringt die Menschen zum Reden. Nach und nach erzählen die Beteiligten mosaikartig in Rückblenden und inneren Monologen die Geschehnisse. Ein traumatisches Beziehungsgeflecht wird sichtbar, denn hinter der Fassade der Gottesfürchtigkeit und ländlichen Idylle verbergen sich allerorten dunkle Geheimnisse.

    Szene aus „Tannöd“. Foto: Württembergische Landesbühne Esslingen

    19.00 Uhr: Einführung

    Um 19.00 Uhr findet eine Einführung zum Stück statt. Die Aufführungsdauer wird mit 2 Stunden 20 Minuten angegeben, inklusive einer Pause.

    Bewirtung

    Für die Bewirtung sorgt der Schulförderverein der Grundschule Oberer Graben.

    Am 7. November wird „Tannöd“ in Leutkirch aufgeführt (Festhalle). Foto: Württembergische Landesbühne Esslingen

    ANZEIGE
    Matthias Hufschmid, VHS
    veröffentlicht am
    29.10.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
    Beitrag teilen
    ANZEIGE
    ANZEIGE
    ANZEIGE
    Halloween Rock im Kurhaus Bad Wurzach
    ANZEIGE
    ANZEIGE
    35 Jahre Weltladen Bad Waldsee
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    Neueste Beiträge
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    Diese Anzeige kann aufgrund Ihrer Netzwerkeinstellungen nicht angezeigt werden.