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Musikverein Arnach

Grandiose Stimmung beim Show- und Stimmungsabend

Foto: Ulrich Gresser
Stefan Braun und Lisa Gottschling bei „Proud Mary“.
veröffentlicht am: 28.10.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 5 Minuten

Arnach – Der Show- und Stimmungsabend des Musikvereins Arnach hat sich in den mehr als 30 Jahren eine große Fangemeinde geschaffen, die alljährlich die Turn- und Festhalle in Arnach füllt.

Eröffnet wurde der erste Teil des Abends mit klassischer Blasmusik, nachdem Steffi Jöchle im Namen des Vorstandsteams zahlreiche Ehrenmitglieder, aber auch viele Abordnungen von Arnacher Vereinen hatte begrüßen können. Aber auch Musiker anderer Kapellen aus der Region lassen sich das Spektakel nicht entgehen. Den weitesten Weg hatten ohne Zweifel Musikanten aus Zwiefalten auf sich genommen. Und auch in diesem Jahr hieß es: „Ihr habt eine Stunde länger Zeit zum Feiern.“

Lisa Gottschling, Katie Kible und Stefan Braun

Ins Programm starteten die Musiker des MV Arnach um Dirigent, Sänger und Moderator Berthold Hiemer, „im Eilschritt“, nämlich mit dem Marsch „Im Eilschritt nach St. Peter“. Weiter ging’s mit einer Polka aus dem Festival-Verlag des Woodstocks der Blasmusik, gefolgt von einem passenderweise so genannten „Abendzeit-Walzer.“ Nostalgische Gefühle kamen bei Berthold Hiemer beim „Ehrenwort“ der Fäaschtbänkler auf: Das sei etwas fürs Herz, er hoffe ,dass es bald mal wieder eine Musikanten-Hochzeit in Arnach gebe, weil das Stück dazu sehr gut passen würde. Lisa Gottschling, Katie Kible und Stefan Braun zeigten dabei ihre sängerischen Talente.

Flügelhorn-Solo von Jochen Jöchle

Ein instrumentaler „Lichtblick“ war danach Jochen Jöchle mit seinem Flügelhorn-Solo bei Ciribiribin. Ursprünglich ein italienisches Lied aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, entwickelte die Komposition ab den 1930er sich immer mehr zu einer Big-Band Nummer. Und genauso klang dann auch der Musikverein Arnach mit „J.J.“ Jöchle als solistischem Taussendsassa. Danach kam etwas zum Durchschnaufen mit einer der neueren Kreationen von Martin Scharnagl, der eher ruhigen Polka Zeitlos.

Tenorhorn-Solo von Martin Fimpel und Alexander Müller

Doch nur kurz: Martin Fimpel mit seinem Tenorhorn-Kollegen Alexander Müller legten bei Zwei Weggefährten aus dem Hutter-Verlag ein Bravour-Solo hin und durften natürlich wie zuvor schon J.J. Jöchle nicht ohne Zugabe von der Bühne. Auch zum nächsten Marsch „Textilaku“ hatte Berthold Hiemer eine kleine Story parat: Diesen spielte der MVA beim Fahneneinzug des Musikfestes in Herlazhofen

„Hallo kleine Maus“ ist ein absoluter Oberkrainer-Ohrwurm, bei dem Lisa Gottschling alias das MVA Goldkehlchen wieder mal zum Mikrophon griff. Und vier MVA Mädels eine gelungene Choreographie auf den Bühnenvorbau hinlegten. Kurz danach war Showtime:

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Kochen mit „Gebse“ Baumann

Erzkömödiant Gebhard „Gebse“ Baumann hatte seinen großen Show-Auftritt als großer Chefkoch und Topfgucker bei drei „Hausfrauen“ und der Ernst Mosch-Polka „Kannst du Knödel kochen?“ Was dann aus den Töpfen zum Vorschein kam, waren dann allerdings mit vier Maßkrügen etwas Bier geschwängert. Die Folge: zum Einläuten der Pause sang der ganze Saal: Ein Prosit…

Showband, angeführt von Magnus Räth

Aus der Pause kam dann zunächst die Showband Josef Menzel XXL (ohne Josef Menzel), mit 15 Musikern, angeführt von Tubist Magnus Räth auf die Bühne vor den Vorhang. Mit Titeln wie „Aus Böhmen kommt die Musik“ oder „Heut gibt´s Rehragout auf´d Nacht“ sorgten sie für ordentlich Stimmung und machten ihrem nichtvorhandenen Bandleader alle Ehre. Damit war der Startschuss gefallen: Das Showprogramm konnte beginnen, und wie. Eigentlich sah es ganz harmlos aus, als sich Stefan Braun als Lonely Boy auf einen Stuhl setzte. Als er dann Schuhe und Socken (zum Leidwesen seines Tubisten) auszog, wurde es spannend.

Per Fingerschnippen erhöhte sich jeweils die Anzahl der Blasinstrumente, die der Multiinstrumentalist und für gewöhnlich der Schlagzeuger des Musikvereines gleichzeitig mit Händen und Füßen betätigte. Am Ende waren es zwei Posaunen und zwei Trompeten, deren Ventile er drückte.

Danach tauchte der MV Arnach endgültig in die Glitzerwelt des Showbiz ein. Mit Goldkehlchen Lisa Gottschling im Glitzerkleid tauchten für den Tina Turner-Hit „Proud Mary“ vier Tänzerinnen auf der Bühne auf, die das Publikum und sich selber pushten, als Tina-Lisa die Schlagzahl erhöhte. Da wollte natürlich Stefan Braun nicht nachstehen und sang ebenfalls im Glitzermodus die größten Hits von Frank Sinatra ebenfalls begleitet von Katia Kible, Alexander Menig und Berthold Hiemer als Background-Chor sowie den Tanzmädels des MV als „Begleiterscheinung“.

Was fehlte da nach klassischer Blasmusik, Melodien aus Pop und Swing: Richtig, diejenigen aus der Musicalwelt. Mit den schönsten Melodien aus dem rund um den Globus erfolgreichen Musical „Tanz der Vampire“ bog der diesjährige Show und Stimmungsabend auf die Zielgerade ein. Ein echter Hingucker war dabei Lisa Gottschling im feuerroten Kleid, dem jedoch auch Stefan Braun als Obervampir in nichts nachstand. Und dazu tanzten dann die jungen männlichen Vampire. Kein Wunder, dass im Saal dazu die Handylichter nur so funkelten.

Es war einmal mehr für jeden Geschmack etwas dabei. Kein Wunder, dass die Musiker erst nach einer Zugabe „Nessaja“ einem weiteren Hit aus dem Konzeptalbum „Tabaluga“ von Peter Maffay, beenden durften.
Bericht und Bilder: Uli Gresser

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