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Johannes Paul Weiß aus Weingarten, Mit-Initiator der Petition „Erhaltet den historischen Heilig-Blut-Altar in der Basilika Weingarten“, hat uns heute (13.9.) über den Stand der Petition wie folgt informiert (gekürzt):
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition zum Erhalt des historischen Heilig-Blut-Altars in der Basilika,
wir – die Initiatoren der Petition – sind überwältigt, welchen Zuspruch wir bislang erreichen konnten. Die seit 10. Juli 2026 online zugängliche Petition hat mit derzeit mehr als 4060 Unterschriften (Stand: 13.9.2026) insgesamt sehr große Resonanz aus der ganzen Welt, dem Umland, aber vor allem aus Weingarten gefunden. Bislang sind 1200 Unterschriften aus Weingarten eingegangen. Zahlreiche überregionale und regionale Medien haben darüber berichtet. Dass so viele Menschen aus Nah und Fern sich für den Erhalt dieses einzigartigen Altars aussprechen, zeigt dessen Stellung in den Herzen der Menschen und die große Verwunderung und Ablehnung des teuren Neuentwurfs. Wir fühlen uns in unserer Haltung sehr bestätigt.
Der historische Heilig-Blut-Altar ist dabei nicht nur aus emotionalen Gründen wichtig: Ebenso aus pastoraler (Gutachten Prof. Dr. Mayer, Trier), kunsthistorischer (Gutachten Prof. Dr. Hecht, Erlangen) und liturgiegeschichtlicher Perspektive (der Altar ist ein weltweit einmaliges Denkmal der liturgischen Bewegung) gilt es dieses Kulturgut zu bewahren. (…) Wir haben Respekt gegenüber den Menschen, die damals für diesen Altar gespendet haben und vor denen, die ihm bis heute so sehr verbunden sind. Der jetzige Heilig-Blut-Altar wurde nicht nur vom Kirchenvolk finanziert, es ist auch der Altar vor welchem Generationen beteten, heirateten und das Heilige Blut verehrten. Er ist ein unvergleichlicher Teil unserer Tradition hier in Oberschwaben.
Es muss nicht immer alles „neu“ werden, wenn das Alte stimmig ist und wie in diesem Fall noch dazu aus verschiedenen Perspektiven extrem wertvoll erscheinen muss. Anderswo werden historische Zeugnisse dieser Art aufwendig restauriert, hier will man ein solches unwiederbringlich herausreißen und mit Druck umgestalten. Der Heilig-Blut-Altar erfüllt außerdem alle Kriterien, die das Zweite Vatikanische Konzil für eine Messfeier vorgesehen hat. Er vereint in seiner Funktion Modernität (der Priester ist dem Volk zugewandt) mit klassischer Ästhetik. Er nimmt behutsam die Formensprache des Barock auf und bildet somit eine bruchlose Brücke moderner Liturgie zu klassischer Formensprache. Er spiegelt die „Zeichen der Zeit“ in der Tradition des Baukörpers, ohne mit ihr zu brechen. Der Basilika-Besucher nimmt sofort wahr: dieser Heilig-Blut-Altar ist etwas ganz Besonderes und kein Fremdkörper. Er fügt sich ein, als wäre er immer schon da gewesen.
pro-heiligblutaltar@web.de
Ebenso möchten wir Ihnen ein weiteres freudiges Ereignis mitteilen: Engagierte zum Erhalt des Heiligblutaltars haben sich zur Initiative „Pro-Heiligblutaltar“ zusammengeschlossen. Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Unterstützern, den vielen handschriftlichen Sammlern und allen, die die Petition verbreiten. Die Initiativgruppe vertritt nun unser Anliegen und kann via E-Mail kontaktiert werden: pro-heiligblutaltar@web.de
Man kann noch bis 30. September unterschreiben
(…) Die Petition läuft noch bis zum 30. September 2026. Auch kann bis dahin noch handschriftlich gesammelt werden. Es wäre schön, wenn alle, die unterzeichnet haben, mindestens noch einen Weiteren aus dem Kreis ihrer Freunde/ Bekannten/Familienmitglieder finden würden, die sich auch der Sache anschließen würden und die Petition unterzeichnen. (…)
Wir haben diese Petition gestartet, um den Verantwortlichen vor Augen zu führen, dass die Basilika in Weingarten nicht nur eine kleine Dorfkirche ist, sondern die größte Barockkirche nördlich der Alpen, mit bedeutsamer Ordenshistorie und ein Wallfahrtsziel von Gläubigen und Pilgern aus der ganzen Welt! Daher sollten so weitreichende Entscheidungen hier besonders behutsam und im Gespräch mit der Öffentlichkeit getroffen werden, nicht nur auf Ebene KGR, Pfarrer und Diözese.
Wie geht es nun weiter? Wir sammeln noch bis Monatsende und planen dann die Übergabe der Petition. Hierzu erhalten alle Unterstützer in den kommenden Wochen weitere Informationen.
Johannes Paul Weiß
Anm. d. DBSZ-Red.: Den Zugang zur Petitionswebseite mit der Möglichkeit zu unterschreiben haben wir unter dem roten Link-Balken in der rechten Spalte hinterlegt





























