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    Auf dem Urlauer Berg erklangen Bläser und viele Alphörner

    Diakon Matthias Ritzenhein feierte Wortgottesdienst

    Foto: Carmen Notz
    Der „Leutkircher Alphornklang“ unter der Leitung von Siegfried Leitermann beim Gottesdienst auf dem Urlauer Berg.
    veröffentlicht am: 12.09.2026
    Autor: Carmen Notz
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Urlau – Es herrschte das schönste Sonntagswetter am 6. September, die Sonne lachte von einem wolkenlosen Himmel über dem Allgäu. Viele Fußgänger und Radfahrer zog es hinauf auf den Urlauer Berg mit dem schönen Holzkreuz. Diakon Matthias Ritzenhein feierte mit vielen Gläubigen einen Wortgottesdienst, umrahmt wurde dieser vom Alphornchor „Leutkircher Alphornklang“ unter der Leitung von Siegfried Leitermann, der einige Ensembles ins Leben gerufen hat und in der Genussmanufaktur Urlau schon viele Jahre seine Alphornschule betreibt. Auch einige Bläser von der MK Urlau begleiteten kirchliche Lieder.

    Dem Gottesdienst auf dem Urlauer Berg stand Diakon Matthias Ritzenhein vor.

    Einstimmen auf das Horizontale und das Vertikale

    Weit reichte der Blick hinaus aufs grüne Land, zu Hügeln und Wäldern, zu den Alpen mit der Nagelfluhkette und erfreute wohl jedes Herz. Zur Eröffnung spielten die Alphörner den Morgengruß und stimmten auf die Feier ein. „So stimmen auch wir uns nun ein, auf das Horizontale, das gute Miteinander und das Vertikale, die Verbindung zu Gott, dem Schöpfer“, sprach der Diakon. Es folgten Kyrie und Gloria, das Alphorn-Ensemble spielte einfühlsam den „Bergsommer“ und einen Hirtenruf.

    Wie geht es uns heute mit den Zehn Geboten

    Nicht nur die Melodien, auch das Evangelium sollte man nachklingen lassen, meinte Diakon Ritzenhein. Darin ging es um die Zehn Gebote, die einst Moses in der Weite der Wüste auf dem Sinai-Gebirge von Gott erhalten hatte. Zehn  Gebote, zehn Worte für das gute Miteinander und das gute Verhältnis zu Gott. „Wie geht es uns heutzutage mit den Zehn Geboten“, fragte der Diakon und regte zum Nachdenken an und weiter: „Das Volk Israel wurde von Gott aus der Sklaverei in Ägypten gerettet, doch auf dem Weg durch die Wüste wurden die Menschen unzufrieden, beteten ein goldenes Kalb an, anstatt Gott zu danken und ihm zu vertrauen. Gott will Wunder an uns tun, Gott befreit, er befreit von der Fessel des Todes!“

    Ein großes Dankeschön an alle Musiker und Helfer

    Diakon Matthias Ritzenhein erteilte den Segen und dankte allen, die den Wortgottesdienst vorbereitet, die Wiese gemäht, den Altar, Blumen und Bänke aufgestellt hatten. Weiter dankte er dem Mesnerpaar Durach fürs Mikrophonhalten. Auch Luise Netzer vom nahen Bauernhof dankte allen, besonders den vielen Musikern, Herrn Leitermann, der jedes Jahr die treibende Kraft für den Gottesdienst-Termin ist. „2011 haben wir die erste Messe hier oben gefeiert, seitdem fragt er immer im Frühjahr, ob es schon einen Termin für die Bergmesse gibt“, erzählte Frau Netzer schmunzelnd.

    Der Diakon wies auf den Tagesheiligen hin, den Hl. Magnus, ein irischer Mönch, der mit dem Hl. Gallus und Hl. Columban den christlichen Glauben vor rund 1300 Jahren in diese Region gebracht hatte. Er wünschte allen einen guten Sonntag, dass jeder erfüllt seinen Weg gehen möge. Dann reihte er sich mit seinem eigenen Alphorn in den Alphornchor ein, der noch einige Stücke zum Besten gab. Es folgte ein langer Applaus für die schönen Melodien, die der sanfte Wind ins Land hinaustrug.

    Diakon Ritzenheim spielte nach dem Gottesdienst bei den Alphornbläsern mit.

    Text und Fotos: Carmen Notz

    Zwei weitere Bilder in der Galerie

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    Carmen Notz
    veröffentlicht am
    12.09.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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