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    NABU Baden-Württemberg empfiehlt

    Klimafitter Garten: Jetzt pflanzen und für trockene Sommer vorsorgen

    Foto: Dieter und Christa Großmann
    Naturnaher Garten
    veröffentlicht am: 10.09.2026
    Autor: Anke Beisswänger, NABU
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Stuttgart – Heiße und trockene Sommer setzen auch unseren Gärten zunehmend zu. Wer seinen Garten widerstandsfähiger gegen die Folgen der Klimakrise machen möchte, sollte jetzt im Herbst aktiv werden. In der kühleren Jahreszeit können viele Pflanzen besser anwachsen und sind bis zum nächsten Sommer gut eingewurzelt. „Wer erst im Frühjahr pflanzt, läuft Gefahr, dass die jungen Pflanzen bereits in der Anwachsphase unter Trockenheit leiden. Dann muss deutlich mehr gegossen werden“, sagt NABU-Gartenexpertin Aniela Arnold.

    Bäume und Sträucher für zukünftigen Schatten pflanzen

    Wer langfristig denkt, pflanzt jetzt Gehölze. Bäume und größere Sträucher wie Feldahorn, Mehlbeere oder Eingriffeliger Weißdorn können später an heißen Tagen Schatten spenden. Gleichzeitig verbessern sie das Mikroklima, indem sie über ihre Blätter Wasser verdunsten, und speichern Kohlenstoff. „Ein heute gepflanzter Baum ist eine Investition in die Zukunft. Er verbessert langfristig das Gartenklima und schafft zugleich Lebensraum für Tiere“, so Arnold.

    Mehr Vielfalt statt braunem Rasen

    Kurz geschnittener Rasen leidet besonders unter langen Trockenperioden. Eine Alternative ist ein Kräuterrasen mit Arten wie Gewöhnliche Schafgarbe, Wilde Möhre oder Hornklee. „Solche Wildkräuter helfen, Flächen widerstandsfähiger zu machen. Regionales Kräuterrasen-Saatgut gibt es als fertige Mischung zu kaufen“, sagt die NABU-Expertin. So entstehen statt braun-vertrockneter Rasenflächen bunte, vielfältige Bereiche, von denen auch Insekten profitieren. Zusätzlich hilft selteneres Mähen: Der Boden wird besser beschattet und es verdunstet weniger Wasser.

    Stauden passend zum Standort wählen

    Auch bei Stauden lohnt sich nach dem heißen Sommer ein genauer Blick: Pflanzen, die Trockenperioden nicht überstanden haben, können durch robustere Arten ersetzt werden. Entscheidend ist, dass sie zu Standort und Boden passen. Heimische Wildpflanzen trotzen der Trockenheit oft besser als so manche Zierpflanze. Für trockene Standorte eignen sich zum Beispiel Gewöhnlicher Natternkopf, Kartäuser-Nelke, Sand-Thymian und Rundblättrige Glockenblume. Sie kommen mit wenig Wasser zurecht und bieten zugleich Nahrung für Insekten. 

    Verblühte Stauden sollte man nicht sofort zurückschneiden: Lässt man Stängel und Samenstände über den Winter stehen, bieten sie Insekten Unterschlupf und Vögeln Nahrung.

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    Grüne Schattenplätze schaffen

    Neben Bäumen und Sträuchern können auch begrünte Pergolen und andere Rankstrukturen Hitze im Garten abmildern. Mit geeigneten Kletterpflanzen entstehen schattige Plätze für Menschen und zusätzliche Lebensräume für Tiere. „Ein naturnaher Garten muss nicht perfekt aussehen. Entscheidend ist, dass wir Vielfalt zulassen und Pflanzen wählen, die mit den Bedingungen vor Ort zurechtkommen“, sagt Arnold. „Es lohnt sich den Herbst zu nutzen, um den eigenen Garten Schritt für Schritt naturnäher und widerstandsfähiger gegen heiße, trockene Sommer zu machen.“

    Weitere NABU-Tipps für klimafitte Gärten:

    Den Garten klimafit machen: 10 Ideen zur Klimaanpassung

    Gärtnern unter neuen Klimabedingungen. Praktische Tipps für einen robusten Garten

    Bezugsquellen von Wildpflanzen, Saatgut und Gehölzen: hier und hier

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    Anke Beisswänger, NABU
    veröffentlicht am
    10.09.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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