Bad Wurzach – Petrus hatte ein Einsehen. Hatte es den ganzen Freitag über und besonders Freitagabend wettermäßig nicht gut ausgeschaut, als Vereine wie der Fanfarenzug, die Schalmeien oder die Musikvereine aus Haidgau und Arnach ihre Hütten aufbauten, entwickelte sich das Wetter am Samstag prächtig – und hielt das ganze Wochenende an. Bei idealen Temperaturen am Samstag und einem sonnigen Spätsommersonntag wurde die 48. Ausgabe des Stadtfestes ein rundum gelungenes Großereignis. Auf Seiten des Veranstalters, des HGV Bad Wurzach in Kooperation mit der Stadt und den Vereinen, zeigte man sich hochzufrieden, ja überglücklich. Tausende Besucher flanierten, schmausten, schauten, kauften, schwätzten, genossen Musik, fühlten sich einfach wohl in der Stadt.
Florian Schiller der neue Bürgermeister, hatte, assistiert von Christiane Vinçon-Westermayer, der HGV-Vorsitzenden, am Samstagvormittag um 11.30 Uhr mit dem Fassanstich und einem „A‘zapft isch“ das Fest offiziell eröffnet. Beiden lobten den Bauhof, die Vereinsvorstände und das Ordnungsamt für das im Vorfeld des Festes Geleistete. Christiane Vinçon-Westermayer legte zusätzlich einen kleinen Werbeblock für den Verkauf der grün-weißen Stadtfestbändels ein, mit dessen Hilfe die Organisatoren das Fest in eine (finanziell) sichere Zukunft führen möchten.
Der Flohmarkt
Bereits sehr früh am Morgen waren am Samstagmorgen Schnäppchenjäger unterwegs, um beim Kinderflohmarkt im vorderen Schlosshof oder beim Floh- und Krämermarkt, der sich von der Marktstraße zum politischen Winkel und über den Viehmarkt bis zur Schmalen Gasse zog, das eine oder andere Schnäppchen aufzutreiben.
Rummel am Postplatz
Mit Kinderkarussell und Hip-Hop-Jahrmarktfahrgeschäft gab es auch in diesem Jahr wieder einen kleinen Rummelplatz, in diesem Jahr beim Postplatz.
Doch nicht nur Stände von Vereinen und Flohmarktstände gab es an den beiden Tagen zu sehen und zu bewundern. Auch ein Magier schuf mit speziellen Luftballonen Fabeltiere für Kinder. Es gab viele besondere Luftballone zu kaufen.
Am Samstagnachmittag sorgte der städtische Jugendarbeiter Wdebat Arazar mit dem Team des Jugendhauses mit einer Spiele-Rallye im Schlosshof für die Bespaßung für Jung und Alt (der Klosterplatz war der fürstlichen Hochzeit vorbehalten). Am Sonntagnachmittag veranstaltete Wdebat Arazar mit seinem Team auf dem Klosterplatz ein kleines Fußballturnier.
Rundum-Verpflegung
Die Ziegelbacher Musiker, die an beiden Tagen ihre Gäste rund um den Stadtbrunnen mit ihrer Spezialität, der schwäbischen „Dinnete“, verwöhnten, traten am Sonntagmittag auch noch zwischen den beiden Modenschauen auf der Spitalbühne musikalisch in Erscheinung.
Der Fanfarenzug mit der berühmte Biersäule und den Kölschbrettern, die Schalmeien mit ihren Krautspatzen, der Musikverein Arnach mit den „Arnacher Kässpatzen“, die Fleisch- und Wurstspezialitäten der Haidgauer Musikkapelle, der Feuerwehr mit ihren Pinchos oder die süßen Verführungen der Ziegelbacher Landfrauen – hungrig oder durstig musste beim Stadtfest nun wirklich kein Besucher bleiben. Ältester Kässpatzen-Macher war der 90-jährige „Xare“ Miller.
Neben den Vereinen gab es noch die „Profis“ wie die Stadtwirtschaft, die Osteria Mavani, den Seelen-Peter oder die Dönerstände von Helmut´s Palast, die ihrerseits Nahrhaftes im Angebot hatten. Und das Eiscafé Miraval mit seinen Eisspezialitäten, Robert Vogt mit seinem Soft- und Slush-Eis oder Claudia Sigg mit ihrer Crepes-Schaubäckerei sorgten für die süße Kalorienzufuhr. Die Schalmeien boten darüberhinaus an beiden Tagen ein reichhaltiges Kuchenangebot zur Kaffeezeit.
Und wer über Musik und Essen und Trinken hinaus auch noch die Arbeit von Hilfsorganisationen für Mensch und Tier unterstützen wollte, konnte dies bei den Tombolas des DRK-Ortsvereines und des Tierschutzvereines durch den Kauf von Losen tun, frei nach dem Stadtmarketing-Motto: „Bei uns kannst du etwas erleben und dabei Gutes tun.“
Text und Fotos: Uli Gresser
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