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Isny – Biologie-Unterricht findet nicht nur im Klassenzimmer statt, sondern manchmal mitten in der Natur – mit Säge, Sense und Axt im Gepäck. Die 8. Klassen des Gymnasiums Isny haben kürzlich einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz und zum Erhalt der Allgäuer Kulturlandschaft geleistet. Im Rahmen eines Projekttages besuchten die Jugendlichen den Landschaftspflegehof Adelegg im Eschachtal von Landwirtin Magdalena Zintl.
Das Ziel des Tages war das sogenannte „Schwenden“. Dabei befreien die Schülerinnen und Schüler wertvolle Weideflächen von jungen Bäumen, Büschen und hartnäckigem Brombeergestrüpp, um ein Zuwachsen der Flächen zu verhindern. Unter der fachkundigen Anleitung von Adelegg-Ranger Tobias Boneberger lernten die Jugendlichen den Umgang mit traditionellen Werkzeugen wie Heppen, Sensen und Sägen. Was anfangs mit Unsicherheit begann, wurde schnell zu einem eingespielten Teamwork: Während eine Gruppe die Brombeeren beseitigte, sorgte ein Aufräumtrupp für die Entsorgung des Gestrüpps.
Neben der körperlichen Arbeit stand der Austausch im Vordergrund. Bei einem gemeinsamen Mittagessen mit hofeigenem Ziegenkäse und von den Schülern selbst gebackenem Kuchen erklärte Landwirtin Magdalena Zintl die Herausforderungen der Landschaftspflege. Obwohl ihre rund 60 Milchziegen einen Teil der Verbuschung verhindern, reicht die natürliche Beweidung allein nicht aus, um die artenreichen Wiesen dauerhaft zu sichern. Die Unterstützung durch die Schülerinnen und Schüler war daher eine enorme Entlastung: Arbeiten, für die das Team des Hofes mehrere Tage benötigt hätte, konnten an diesem Tag gemeinsam bewältigt werden.
Für die begleitenden Lehrkräfte war der Ausflug ein voller Erfolg. Durch die praktische Arbeit vor Ort würden Artenschutz und die Landschaftsgeschichte des Naturraums Adelegg für die Jugendlichen greifbar und nachhaltig erlebbar.
Ermöglicht wurde das Projekt in diesem Jahr durch die Unterstützung der elobau-Stiftung, der Bürgerstiftung Isny im Allgäu sowie des Landschaftserhaltungsverbands Ravensburg. „Mit diesem Engagement setzen die Förderer ein klares Zeichen für den aktiven Landschaftsschutz und die Umweltbildung der nächsten Generation.“, bedanken sich die verantwortlichen Lehrkräfte des Gymnasiums Isny.































