

Kontakt
Redaktion
Anzeigen
Tautenhofen – Rund 200 Menschen jeden Alters hat es am Sonntagabend (16.8.) zur Galluskapelle gelockt. Anlass war der traditionelle Openair-Gottesdienst mit Pfarrer Wolfgang Metz, gebürtig von Heggelbach, und der Band Amicitia mit ihren christlich-spirituellen Liedern. Das Wetter war bestens, angenehme Temperatur, leuchtende Abendsonne.

Pfarrer Metz war sehr überrascht über die zahlreichen Besucher, auf Anfrage erfuhr man, dass einige das erste Mal da waren, viele schon mehrmals. Mit-Zelebrant seit einigen Jahren war wieder Pfarrer Hubert Lenz, Generalvikar aus Feldkirch. Sehr treue Musiker und Sänger/innen, in unterschiedlicher Besetzung, sind beim Ensemble Amicitia unter Leitung von Monika Heinz dabei. 2026 ist ihr 30. Jubiläumsjahr, unzählige Gottesdienste, Hochzeiten, Andachten und Ähnliches haben sie mit wunderschönen Liedern und ganz spezieller Note gestaltet, und ebenfalls den Openair-Gottesdienst auf dem Winterberg. Jeder darf mitsingen und meistens dirigiert Pfarrer Metz auch einen Kanon mit den Gottesdienstbesuchern.

Die Band Amicitia.
Wer entspannt ist, kann besser beten
Bei der Messe erinnerte man an den Feiertag Mariä Himmelfahrt, an die Aufnahme der Muttergottes mit Leib und Seele in den Himmel. Ihr Grab war leer, es duftete nach Kräuter, Blumen und Rosen. So gibt es den Brauch, zum Feiertag Kräuterbüschel mit Rosen zu binden, die dann gesegnet werden und vor Krankheit schützen sollen. Pfarrer Metz hatte, wie meistens, eine Übung für alle: Schulter und Knie lockern, und seinen Nachbarn rechts und links ein Lächeln oder eine Umarmung schenken. Wer entspannt sei, könne besser sprechen und beten, sei im Hier und Jetzt und kann sich von Gott besser berühren lassen. Man solle gut mit seinem Körper umgehen, damit die Seele gern darin wohne.



Zum Schluss wurden die Kräuterbüschel gesegnet, die Besucher ebenfalls und Pfarrer Hubert erläuterte, warum es den Kräuter-Brauch gibt. „Maria ist sozusagen verduftet“, schmunzelte er. Pfarrer Metz dankte allen Beteiligten, dem Mesner, allen, die auf- und abbauen, der treuen Band und den vielen Leuten, die auf den Winterberg pilgerten, um in freier Natur Gottesdienst zu feiern.
Die Zugabe
Es gab eine Zugabe, auf die viele gewartet haben: Wolfgang Metz, früher Sänger bei Amicitia und anderen Bands, sang mit der Band den Gospelsong „O happy day“, alle klatschten und sangen mit. Die Sonne schien bis zum Schluss, und viele kamen noch ins Gespräch, genossen einen der letzten lauen Sommerabende, bevor es wieder ins Tal ging.
Text und Fotos: Carmen Notz
Einen kurzen Video-Clip von der Zugabe finden Sie unter dem roten Link-Balken in der rechten Spalte
































