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Sommertour des Wahlkreisabgeordneten

Mit Raimund Haser auf der Hans-Schäffeler-Gedächtniswanderung in Urlau

Foto: Büro Raimund Haser
veröffentlicht am: 17.08.2026
Autor: Monika Heinz, Büro Raimund Haser MdL
Lesedauer: ca. 5 Minuten

Urlau – Der Einladung zur diesjährigen Hans-Schäffeler-Gedächtniswanderung unter dem Motto „Wandern – Informieren – Genießen“ waren mehr als 40 Interessierte aus nah und fern nach Urlau gefolgt. Treffpunkt war am Dorfplatz Urlau. Der CDU-Ortsvorsitzende, Alois Peter, und der CDU-Landtagsabgeordnete, Raimund Haser, begrüßten die teilnehmenden Personen zu Beginn in der Pfarrkirche St. Martinus, unter ihnen der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Müller, der frühere CDU-Landtagsabgeordnete und Minister Rudi Köberle, Ortsvorsteher Sven Stöckle, der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Markus Posch sowie der CDU-Kreisvorsitzende Christian Natterer. Ebenso begrüßt wurde der Kommandant der Leutkircher Gesamtfeuerwehr Martin Waizenegger.

Bei sehr angenehmen Temperaturen in der Kirche, im Gegensatz zur Sommerhitze draußen, überzeugte Günter Brutscher aus Mennisweiler mit seinem fundierten Wissen über die Kirchengeschichte von Urlau. Der pensionierte Schulleiter hat Beschreibungen und Fotos von unzähligen Wegzeichen, Kirchen, Kapellen, Flurkreuzen und Lourdesgrotten in Oberschwaben und im Allgäu zusammengetragen und ins Internet gestellt. Dafür erhielt er im Jahr 2021 einen Preis der Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen der Diözese Rottenburg-Stuttgart. 15 bis 20 Stunden pro Woche arbeitet Günter Brutscher nach eigenen Angaben im Durchschnitt an seinem Projekt. Viele Orte sucht er mit Fahrrad und Kamera auf. Die Kirchen- und Kapellenführer erstellt er digital als Mindmap. Ausgedruckt und foliert lassen sich diese vor Ort auslegen. Einen Urlauer Kirchenführer hatte Brutscher natürlich auch im Gepäck und war bestens vorbereitet, die Heiligenfiguren, Deckengemälde und Künstler genau zu erklären. Zum Abschluss stimmten die Wanderer „Großer Gott, wir loben dich“ an, bevor es hinausging an diesem heißen Sommertag Richtung Urlauer Soundsafari.

Einzigartiger Musik-Erlebnisweg

Dort angekommen wurde die Gruppe von einer engagierten Musikerin der Musikkapelle Urlau erwartet. Eindrucksvoll stellte Jasmin Prinz von der Idee bis zur Eröffnung im Juli 2025 die Initiative vor. Anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums hat die Musikkapelle Urlau einen einzigartigen Musik-Erlebnisweg geschaffen – die Urlauer Soundsafari. Nach dem Motto „Hören-Fühlen-Erleben“ ist es das Ziel des Musikweges, Kindern, Familien und allen Interessierten in Mitmachstationen die Welt der Musik spielerisch und kreativ nahezubringen. Beim Wandern durch die Soundsafari durfte auch Raimund Haser seine musikalischen Kenntnisse einbringen.

Gegensätzlicher konnte es in diesem heißen und viel zu trockenen Sommer nicht sein, wenn man bedenkt, dass Anfang Juni 2024 die Hochwassergefahr für Urlau und auch Leutkirch enorm hoch war. Damals, vor zwei Jahren herrschte Ausnahmezustand in Leutkirch. Zahlreiche Bäche und Flüsse gingen über die Ufer. Die Eschach, die im Kreuzthal entspringt und auf ihrem kurzen Weg bei starken Niederschlägen aufgrund des steilen Einzugsgebiets zu einem reißenden Fluss anschwillt, musste zum Großteil ins Regenüberlaufbecken geleitet werden und weiter ins Taufach-Fetzach-Moos. Um eine Vorstellung zu bekommen: Am Einlauf vom Regenüberlaufbecken kam vier Mal so viel Wasser wie im Ernstfall durch die Stadt fließen kann. Dieses Szenario versuchte Iris Steger vom zuständigen Landesbetrieb Gewässer (Regierungspräsidium Tübingen) den Interessierten beim Becken aufzuzeigen, unter ihnen auch Gesamtfeuerwehr-Kommandant Martin Waizenegger, der die Feuerwehreinsätze organisiert sowie Andreas Schwarz, Ortsvorsteher von Beuren, dessen Gemarkungsgrenze im Taufach-Fetzach-Moos liegt.

Aufgrund der dort eingestauten riesigen Wassermengen sickerte der Damm durch und drohte zu brechen. Die Urlauer Bewohner mussten noch in der Nacht informiert werden, ihre Keller- und Erdgeschosse vorsorglich zu räumen, falls die Flutwelle übers Dorf hereinbricht. Zudem wurde mit Hilfe des Unternehmens Max Wild, den Feuerwehren und weiteren Ehrenamtlichen in einer großartigen Gemeinschaftsleistung der Damm durch Aufschüttungen gesichert. Die Urlauer und die Stadt hatten nochmal Glück.

„Aber sind wir geschützt, wenn wieder ein Hochwasser mit ähnlichem Ausmaß droht?“, wollte der Ortsverbandsvorsitzende und damalige Ortsvorsteher Alois Peter wissen. „Wir sind absolut nicht geschützt“, war die prompte Antwort von Iris Steger.

Die Sicherheitsüberprüfung in den letzten zwei Jahren hat ergeben, dass an verschiedenen Stellen nachgearbeitet werden muss. Die Ablagerungen im Becken sollen noch diesen Herbst ausgebaggert werden. „Die Firma ist beauftragt“, so Steger. Der Fetzach-Damm muss saniert werden. Hierzu wird innerhalb des Dammes eine Spundwand eingerammt. „Die Maßnahme ist in Planung.“ Es wird auch geprüft, ob im Ernstfall durch die Eschach in Urlau noch mehr Wasser kontrolliert abfließen kann in Richtung Leutkirch und auch über landwirtschaftliche Grundstücke, um Siedlungen zu schützen.

„Im Namen von uns allen, bitte bleiben Sie dran!“, das war die eindringliche Aufforderung von Alois Peter an Ingrid Steger, Raimund Haser und Sven Stöckle, „denn aufgrund des Klimawandels ist vermehrt mit Extremwetterereignissen zu rechnen.“ Raimund Haser betonte, dass die Entschädigung für evtl. geflutete landwirtschaftliche Grundstücke noch geregelt werden muss und dankte allen, die vor zwei Jahren mithalfen, das Schlimmste zu verhindern und jetzt die Maßnahmen für den Hochwasserschutz zügig durchführen.

Zurück im Dorf bei Kaffee und Kuchen im Freien bei der Allgäuer Genussmanufaktur klang die diesjährige Hans-Schäffeler-Gedächtniswanderung und die Sommertour von Raimund Haser MdL bei interessanten Gesprächen und im geselligen Beisammensein aus.

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Monika Heinz, Büro Raimund Haser MdL
veröffentlicht am
17.08.2026
Lesedauer: ca. 5 Minuten
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