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Leutkirch – Sechs Wochen Sommerferien sind eine lange Zeit. Das Jugendhaus hat daher auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Kinderferienprogramm für die erste Ferienhälfte zusammengestellt. Erstmals gab es dabei ein Kinderparlament. 15 Kinder versammelten sich einen Vormittag lang im Historischen Sitzungssaal des Rathauses. Das Ziel: über ein Budget von 100 Euro zu entscheiden. Das eigentliche Ziel: erfahren, wie demokratische Entscheidungsfindung funktioniert.
Zunächst klärte die Gruppe gemeinsam mit Jugendgemeinderatssprecher Constantin Künst und der Kinder-, Jugend- und Familienbeauftragten Maria Hönig, was überhaupt ein Parlament ist. Und wo es solche überall gibt, nämlich zum Beispiel in Stuttgart für das Land Baden-Württemberg, in Berlin für ganz Deutschland und in Leutkirch mit dem Gemeinderat und dem Jugendgemeinderat gleich zweimal. Dann wurde gesammelt. Was könnte man mit dem Geld anfangen? Eis essen, ins Kino gehen, aber auch nach Haiti spenden, an den Sportverein spenden, für arme Kinder spenden, an die Tafel spenden…
Als nächstes wurden verschiedene Entscheidungsverfahren ausgetestet. Die Mehrheit bestimmte, ob in der Pause Chips oder Gummibärchen auf den Tisch kommen. Per Konsens wurde entschieden, wie lang die Pause sein soll. Eine gewählte Vertretung durfte ansagen, welche Musik in der Pause läuft.
Schließlich fiel auch die Entscheidung über die Verwendung des Geldes. Es soll gespendet werden, so viel war im Konsens schnell klar. Eine Mehrheit sprach sich dann für den Verwendungszweck „arme Kinder“ aus. Und so lief die Mannschaft gesammelt hinunter in die Bachstraße und überbrachte dem Verein Kinderhilfe Magita auch gleich die frohe Botschaft. Die Vereinsvorsitzende Gisela Tappe zeigte sich sichtlich erfreut. Unter anderem wird der Verein zum Schulanfang wieder Familien bei der Anschaffung von Schulmaterialien unterstützen.































