

Kontakt
Redaktion
Anzeigen
Isny – Die Freie Energiegenossenschaft Isny im Allgäu eG (FEGI) hat ihre Generalversammlung abgehalten. Von Seiten der FEGI haben wir nachstehende Mitteilung bekommen, die wir ungekürzt in der Bildschirmzeitung „Der Isnyer“ veröffentlichen:
Die Freie Energiegenossenschaft Isny im Allgäu eG (FEGI) hat herausfordernde Zeiten hinter sich, wie sie in ihrer Pressemitteilung zur Generalversammlung 2026 mitteilt. Nun sehen sich Vorstand und Aufsichtsrat aber wieder auf einem guten Weg, gerade auch, was die Bioenergie Isny (BEI) anbelangt. Generell beklagt die FEGI mangelndes Interesse der Stadt.
Für 2024 und 2025 gibt es keine Gewinnausschüttung. Dem stimmten die anwesenden 42 Genossen bei drei Gegenstimmen zu. Aufsichtsratsvorsitzender Bernhard Rinninger und die Vorstände Hellen Maus und Norbert Dellekönig hatten offen und ausführlich die Schwierigkeiten der letzten Jahre aber auch die positiven weiteren Aussichten glaubhaft dargestellt. Dies zeigte sich auch darin, dass es bei den Entlastungen keine Gegenstimmen gab.

Bernhard Rinninger, Aufsichtsratsvorsitzender der Freien Energiegenossenschaft Isny im Allgäu eG (FEGI). Foto: FEGI

Norbert Dellekönig, Vorstand der FEGI. Foto: FEGI

Hellen Maus, Vorständin der FEGI. Foto: FEGI
Die FEGI ist zu einem Drittel an der BEI beteiligt. Die Insolvenz der Naturenergie Isny, die ein weiteres Drittel hielt, hat schon vor dem Insolvenzantrag im September 2025 für einen Stillstand gesorgt, wie Rinninger erläuterte. Damit war das Projekt zur Netzerweiterung im Gebiet Schwanensiedlung/Isny Nord-West blockiert. Nun übernimmt der dritte Partner Schneider & Söhne/Zollikofer den Anteil der Naturenergie. Geschäftsführer Klaus Schwarz machte deutlich, dass die Firma ein elementares Interesse an der Weiterführung hat, „wir haben da schon zu viel Geld reingesteckt“. Damit kann nun der zweite Heizkessel eingebaut werden und die Bagger 2027 in der Schwanensiedlung anrollen. Wegen des Irankriegs vermerkt die FEGI generell ein verstärktes Interesse an der Nahwärme.
Die Blockade in der BEI und eine verzögerte, aber letztlich positive Prüfung durch den Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband, hatten eine Generalversammlung in 2025 verhindert. Die Unsicherheiten und Gerüchte ebenso wie private Gründe führten dazu, dass einige Genossenschaftsmitglieder ihre Anteile zurückforderten. „Das macht es uns nicht leichter“, bedauert Hellen Maus im Geschäftsbericht.
Windkraft am Beurener Berg
Das zweite Projekt, in dem sich FEGI engagiert, sind die Windkraftanlagen Beurener Berg. Obwohl dieses Gebiet seit 13 Jahren bestens überprüft worden sei und bereits Pachtverträge existieren, habe es der Regionalverband im Gegensatz zu nicht vorgeprüften Flächen quasi in letzter Sekunde aus der Planung genommen und sich dabei auf ein 13 Jahre altes Gutachten der Windkraftgegner gestützt, berichtete Hellen Maus. Hier sieht die FEGI aber das endgültige Aus noch nicht gegeben. Auch hier, wie im Fall der BEI, ist man enttäuscht von der mangelnden Unterstützung der Stadt. Er frage sich, was in Isny los ist, sagte Rinniger. „Kein Windengagement, trotz finanzieller Nöte, kein Engagement für die Zukunft der Wärmeversorgung, obwohl bis 2028 die kommunale Wärmeplanung stehen sollte und kein Konzept für Batteriespeicher“, fasste er zusammen. Dafür sei der Konzessionsvertrag mit der NetzeBW verlängert worden, ohne Rücksprache mit FEGI und die Möglichkeit von Stadtwerken ins Auge zu fassen. „Mit der FEGI und dem Regionalen Energieforum Isny (REFI) hat die Stadt zwei ehrenamtliche Initiativen mit fachlicher Expertise. Gehört werden diese aber nicht.“
Stellvertretender Bürgermeister und Stadtrat Gebhard Mayer, der die Entlastungen vornahm, versprach, dies ins Rathaus mitzunehmen. Vielleicht gebe es noch eine Chance für Beurener Berg. Die Stadt könnte die Gewerbesteuer und die 0,2 Cent pro Kilowattstunde produziertem Windstrom gut gebrauchen.
































