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Nester und Tiere der invasiven Art auf NABU|naturgucker und bei der LUBW melden

Meldeaktion: Wo ist die Asiatische Hornisse in Baden-Württemberg bereits verbreitet?

Foto: Ulrich + Karin Klein_NABU-naturgucker.de
Asiat. Hornisse
veröffentlicht am: 05.08.2026
Autor: NABU Baden-Württemberg
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Stuttgart – Hochsommer ist Wespenzeit, dann sind auch viele Hornissen in der Natur unterwegs. Mittendrin: Die Asiatische Hornisse, die in weiten Teilen Baden-Württembergs fest etabliert ist. Doch wo ist sie überall zu finden? Und wie steht es im Rest von Deutschland? Das möchte der NABU herausfinden. Ob zuhause in Baden-Württemberg oder im Urlaub irgendwo in Deutschland – für die Ferienzeit hat der NABU eine kleine Urlaubsaufgabe vorbereitet: Der Naturschutzverband ruft dazu auf, in ganz Deutschland gesichtete Hornissen bei NABU|naturgucker bis in den Spätherbst mit Foto zu melden.

Im Zentrum steht die Frage: Wo überall taucht die Asiatische Hornisse auf, die kürzlich erstmals auch in Brandenburg gesichtet wurde. Und sie gewinnt immer mehr Raum: Im Jahr 2020 wurden noch tausendmal mehr Europäische als Asiatische Hornissen gemeldet, fünf Jahre später waren beide Arten bundesweit schon fast gleichauf.

Heimische Hornissen sind geschützt

In Baden-Württemberg ist die Asiatische Hornisse erstmals 2014 aufgetaucht und seitdem nicht mehr verschwunden. Sie wird leicht mit der heimischen Europäischen Hornisse verwechselt, die durch Naturschutzrecht streng geschützt ist. NABU-Artenschutzreferent Martin Klatt bittet daher, genau zu prüfen, wer da vorbeifliegt: Die heimische Art ist etwas größer als ihre asiatische Verwandte und unterscheidet sich in Farbe und Musterung. Sein Extra-Tipp: „Schauen Sie der Hornisse auf die Füße. Sind sie dunkel, ist es die heimische Art, sind sie gelb, ist es die asiatische.“

Hornissen sind für das Ökosystem unverzichtbar, da sie die Populationen von Fliegen, Bremsen, Mücken und Wespen regulieren und Pflanzen bestäuben. Doch die Neubürgerin bildet riesige Staaten im Vergleich zu ihrer europäischen Schwester. Zudem hat sie kaum natürliche Feinde und kann sich deshalb explosiv ausbreiten. Sie gefährdet neben Honigbienen, die sie jagt, vermutlich auch Wildbienenarten, Hummeln und Grabwespen, die ebenfalls auf ihrem Speiseplan stehen.

Wo baut die Asiatische Hornisse ihr Nest?

Die Asiatische Hornisse baut ein kleines Gründungsnest an ähnlichen Orten wie ihre heimischen Verwandten, in Schuppen oder Rollladenkästen, siedelt aber im Hochsommer um und baut ein zweites großes Nest hoch im Baumwipfel. Wer sich erfolgreich auf Hornissensuche begeben hat, sollte alle Sichtungen auch der Naturschutzverwaltung mit Foto oder Video über die Meldeplattform „Asiatische Hornisse“ der Landesanstalt für Umwelt oder die Meine-Umwelt App mitteilen. Eine landesweite Karte zeigt, wo dieses Jahr schon überall Tiere und Nester der Asiatischen Hornisse in allen Größen gesichtet wurden: Schwerpunkte sind immer noch entlang des Rheins und Neckars, aber auch am Bodensee und in anderen Landesteilen werden vermehrt Asiatische Hornissen entdeckt. „Hornissen sind friedliche Tiere, beim Fotografieren sollte man trotzdem einen gewissen Abstand halten, vor allem zum Nest“, rät Klatt. 

Weitere Infos und Meldeformular: www.NABU.de/Hornissen-melden.html

Asiatische und Europäische Hornisse im NABU-Vergleich

Gut zu wissen:

Europäische Hornissen (Vespa crabro) sind tag- und nachtaktiv, während Asiatische Hornissen (Vespa velutina) nur tagsüber zu sehen sind. Europäische Hornissen nisten in wettergeschützten Hohlräumen wie Baumhöhlen, Nistkästen, Dachböden oder Rollladenkästen. Asiatische Hornissen bauen im Frühjahr ihr erstes, kleineres Nest, ebenfalls häufig an Orten wie Dachböden. Das zweite, größere Sommernest wird meist im Freien gebaut, etwa in Baumkronen, oft in über zehn Metern Höhe.

Alle Hornissen lieben Baumsäfte, Nektar, Fallobst und Honigtau. Als Nahrung für ihre Larven jagen sie zudem andere Insekten. Alle Wespen – mit Ausnahme der Asiatischen Hornisse – und ihre Nester sind durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Die Wespenvölker sterben im Herbst, ein unbewohntes Nest an unpassendem Ort kann dann entfernt werden. So lange sollte man sie möglichst dulden und etwas Abstand zu den Nestern halten.

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NABU Baden-Württemberg
veröffentlicht am
05.08.2026
Lesedauer: ca. 4 Minuten
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