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Aus der Gemeinderatssitzung am 27. Juli

Musikverein Seibranz und Narrenzunft Haidgau finden neue Heimstätten

veröffentlicht am: 03.08.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Bad Wurzach – Die Stadt führt überständige Gebäude neuen Nutzungen zu, um Kosten zu sparen. Zwei Vereinen freuen sich auf ein neues Zuhause. In der Gemeinderatssitzung am 27. Juli wurde ihnen die Übernahme in Aussicht gestellt.

In Seibranz wird der seitherige Kindergarten in absehbarer Zeit frei. Die Einrichtung wird – wohl im Herbst 2028 – in leerstehende Räume der Grundschule umziehen. Für das Kindergarten-Gebäude hatte der Musikverein Seibranz Interesse angemeldet. In Haidgau möchte die Narrenzunft Chadaloh das Lehrerhaus zu ihrem Vereinsheim machen.

Manfred Hierlemann, Vorstandsmitglied des Musikvereins Seibranz, der im Zuhörerraum der Sitzung starke Präsenz zeigte, bekundete nachdrücklich das Interesse des Vereins, das Gebäude zu seinem Probenlokal und Vereinsheim zu machen.

Bei einer Vorprüfung der Umnutzung war von Seiten der Stadt festgestellt worden, dass ein Umbau für Wohnzwecke wegen der hohen Kosten nicht in Frage kommt. Ein Verkauf oder eine Überlassung wird deshalb als empfehlenswert angesehen, um den städtischen Haushalt zu entlasten. Der Bedarf für eine Vereinsnutzung sei gegeben, wie die Anfragen des Musikvereines Seibranz bei Ortsverwaltung und Rathaus gezeigt hatten. Diesem schwebt vor, das Haus für sich als Musikheim oder gemeinsam mit anderen musischen Vereinen zu nutzen.

Die Verwaltung soll nun prüfen, zu welchen Konditionen eine Überlassung möglich wäre. Insbesondere wie die Beteiligung am Unterhalt des Gebäudes aussehen soll. Für die Finanzierung des Projektes böte sich ein ELR-Antrag an, den die Stadt positiv begleiten würde.

Ortsvorsteherin Petra Greiner erklärte, dass die Unterbringung des Musikvereines ein wichtiges und schon lange laufendes Thema sei. Erste Anfragen seien bereits vor zehn Jahren an den damaligen Bürgermeister Roland Bürkle gestellt worden. Auch Rainer Deuschel begrüßte das Vorgehen. „Ich halte das für eine Win-Win-Situation.“

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Die Verwaltung wurde nun beauftragt, Gespräche mit den Vereinsvorständen und musischen Gruppierungen in Seibranz aufzunehmen und die entsprechenden Modalitäten einer Überlassung auszuloten und zu klären. Danach solle ein Vertrag aufgesetzt und dem Gemeinderat vorgelegt werden. Die Zustimmung zu diesem Vorgehen erfolgte einstimmig.

Haidgaus Lehrerhaus soll Zunftheim für die Narren werden

In Haidgau gibt es einen ähnlichen Fall: Das leerstehende Lehrerhaus (Dangelspitzstraße 2/1 soll einer Nutzung durch Vereine zugeführt werden, um den städtischen Haushalt vom Unterhalt zu entlasten. Hier hat die Narrenzunft Chadaloh ihr Interesse angemeldet, nachdem bekannt wurde, dass für eine Weiterverwendung als Wohngebäude größere Investitionen erforderlich wären.

Auch die Narrenzunft Chadaloh zeigte große Präsenz in der Gemeinderat-Sitzung, um ihrem Ansinnen, das Gebäudes zu einem Zunftheim umzugestalten, Nachdruck zu verleihen. Die Zunftmitglieder zeigten sich auf Nachfrage sehr optimistisch, einen Umbau und den Unterhalt mit viel Eigenleistung stemmen zu können, da sich in ihren Reihen sehr viele Handwerker befinden.

Haidgaus Ortsvorsteherin Ernestina Frick – sie ist zugleich Stadträtin der Freien Wähler – erklärte, sie halte dies für die Vereine für eine gute Lösung „Die Narrenzunft ist im Dorfleben ein sehr aktiver Verein. Es ist auch für die Schule gut.“

Hier wie in Seibranz soll es vertragliche Regelung geben, wie vorgegangen werden soll. Diese soll dann vom Gemeinderat abgesegnet werden. Die Stadt gibt dieser Lösung ebenfalls gute Chancen, eventuell einen ELR-Zuschuss zu erhalten. Auch hier befürwortete der Gemeinderat das Vorgehen einstimmig.
Uli Gresser

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