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Isny (mp) – Schulleiter Jochen Müller ist nach 23 Jahren in führender Position am Gymnasium Isny feierlich verabschiedet worden. Beim großen Festakt in der Mensa bestellte Dr. Susanne Pacher, Abteilungspräsidentin für Schule und Bildung am Regierungspräsidium Tübingen, David Amann als Müllers Nachfolger.

Eltern und Schüler bedanken sich bei Jochen Müller.
Wenn eine solch große Ära wie die von Jochen Müller zu Ende geht, dann darf es auch mal etwas länger dauern. Mehr als zweieinhalb Stunden abwechslungsreiches Programm bekamen die geladenen Gäste bei der Verabschiedungsfeier des scheidenden Schulleiters des Gymnasiums am Dienstagnachmittag geboten. Zunächst würdigten Dr. Susanne Pacher vom Regierungspräsidium Tübingen und Isnys Bürgermeister Rainer Magenreuter die großen Verdienste Müllers um das Gymnasium mit sehr persönlichen und passenden Worten. Pacher wählte mehrere Vergleiche mit Müllers Leidenschaft fürs Skifahren, wie etwa: „Der Impuls muss aus der Basis kommen.“
Magenreuter unterstrich die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Schulleitung und lobte Müller: „Du hast dich immer allen Herausforderungen gestellt.“ Der Bürgermeister erwähnte die großen Veränderungen, die das Gymnasium in den zurückliegenden mehr als zwei Jahrzehnten unter Müllers Führung durchlebte: Umstellung von G9 auf G8, zurück von G8 auf G9, Bau der Mensa, Aufstockung des Gebäudes um eine weitere Etage für mehr Klassenräume, die schweren Coronajahre – und nicht zuletzt: Die Schule sei von einem Lernort zu einem Lebensort geworden. „Du hast dich immer persönlich sehr engagiert“, bedankte sich Magenreuter auch für Müllers Impulse zur Gestaltung des Volkstrauertags am Ölberg.
Müller, der im Jahr 2003 aus Münsingen von der Schwäbischen Alb ins Allgäu gewechselt war und Sport sowie Evangelische Religion lehrte, bekannte: „Da sind ganz viele Emotionen.“ Er spüre „ein Gefühl der Dankbarkeit“. Dem scheidenden Schulleiter – er wechselt zunächst in ein Freistellungsjahr, bevor er offiziell in den Ruhestand geht – war es wichtig, allen zu danken, die ihn über die Jahre unterstützt hatten. An seinen Nachfolger Amann gerichtet, sagte er: „Du bringst unglaublich viel mit.“ David Amann nahm sich bei der Feier ganz bewusst zurück, weil er Müllers Verabschiedung in den Mittelpunkt stellte. Auf seine Erwartungen für die neue Aufgabe angesprochen, sagte Amann, der schon seit weit mehr als einem Jahrzehnt zum Leitungsteam der Schule gehört, er spüre „Freude, Aufregung und Dankbarkeit“.

Susanne Pacher vom RP Tübingen gratuliert dem neuen Schulleiter David Amann.

Interessante Talkrunden bei Jochen Müllers Verabschiedung.
Umrahmt wurden die Verabschiedung und die Amtsübergabe von musikalischen Beiträgen der Bläserklasse, des Chors und des Orchesters, Musikstücken zweier ehemaliger Schüler mit Klavier und Querflöte, Reden von Eltern- und Schülervertretern sowie drei unterhaltsamen und informativen Talkrunden zu den Themen „Lernen – Schule im Wandel“, „Gemeinsam – Schule und ihre Partner“ sowie „Leben – Schule und der einzelne Mensch“.
Text und Fotos: Michael Panzram































