Bad Wurzach – Die Siegerehrung der Stadtradler wurde am vergangenen Donnerstag vor dem Openair-Kino von Klaus Schütt gemeinsam mit Johanne Gaipl, Leiterin der Bad Wurzach-Info, auf dem Klosterplatz durchgeführt. Schütt vertrat Bürgermeister Schiller, der kurzfristig dienstlich verhindert war (und später dazustieß). Gaipl und Schütt konnten von beeindruckenden Zahlen der vom Landkreis Ravensburg in der Region organisierten bundesweiten Aktion des Klima-Bündnisses berichten.

Bei den Kindern und Jugendlichen fuhr Manuel Glaser (links) mit 834 km die meisten Kilometer, auf Platz zwei kam Luca Friedl (Mitte) mit 676 km, Dritter wurde Gian-Luca Briegel (rechts) mit 650 km.

Den ersten Platz bei den Frauen erreichte Helga Glaser (links) mit 1709 km. Auf den zweiten Rang schaffte es mit 1300 km Tanja Koerver.
Mehr als doppelt so viele Kilometer fuhr der beste Mann: Aliaksandr Kulbaka brachte es auf sage und schreibe 3555 km; kaum weniger erreichte Franz Dressler mit 3412 km.


Die Team-Kapitäne freuen sich über die Auszeichnung ihrer Mannschaften.
Die beiden besten Teams kommen aus Ziegelbach: Es gewann mit 29.912 km das Team Ziegelbach vor der Grundschule Haid mit hochrespektablen 24.277 km. Auf Platz kam der Radfahrverein Unterschwarzach mit 21.940 km.
Zwei über ein Zufallsverfahren ausgewählte Gewinner kamen ebenfalls noch in den Genuss von Preisen: Johanna Kuhn-Bio und Johannes Schmid durften sich ebenfalls über Preise freuen.
Ein aktiver Beitrag für eine lebenswerte Zukunft
Stadtradeln ist mehr als das Zählen von Kilometern: Es ist ein aktiver Beitrag für eine lebenswerte Zukunft. Jeder gefahrene Kilometer zeigt: Mobilität in Gruppen, mit Kindern und Familien kann umweltfreundlich, gesund und gemeinschaftlich sein. Denn wer radelt, spart CO2 ein – allein in Bad Wurzach über 33 Tonnen in diesem Jahr!
Zwar ging die Zahl der aktiven Radler im Vergleich zum Vorjahr auf 756 (802) etwas zurück. Klaus Schütt führte dies auf die große Hitzewelle zurück, die das Land während des Stadtradeln-Zeitraumes (13. Juni bis 3. Juli) fest im Griff hatte. Doch die zurückgelegte Strecke betrug über 203.040 km, eine enorme Steigerung im Vergleich zu den 184.679 km im Vorjahr. Auf jeden einzelnen Radler entfielen dadurch durchschnittlich 268,6 km (230,3 im Vorjahr).
Das eingesparte CO2 stieg damit um 10 % von 30.287 kg auf 33.301 kg. Das bedeutet, dass die Radler – bei einem jährlichen CO2-Fußabdruck von durchschnittlich 8,17 to pro Person – den kompletten Jahresausstoß von vier Personen in Deutschland damit eingespart haben.
Mit der Aktion des Stadtradelns sollen Zeichen gesetzt werden: Das Fahrrad ist im Alltag eine echte Alternative zum Auto. „Gemeinsam zeigen wir: Viele kleine Schritte können sich zu einer großen Bewegung summieren.“ „Auch nach dem Stadtradeln lohnt es sich weiter, das Rad im Alltag zu nutzen – jeder Kilometer zählt“, sagten die Beiden.
Mit der Würdigung der Team-Kapitäne, die ein gewisses Maß an organisatorischer Arbeit auf sich genommen hatten, beendeten Schütt und Gaipl die Siegerehrung des diesjährigen Stadtradelns.
Text und Fotos: Uli Gresser
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