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    125. Geburtstag

    Leutkirch erinnert an seinen Ehrenbürger und Künstler Erwin Henning

    Foto: Stadtarchiv Leutkirch/SZ-Fotoarchiv
    Erwin Henning porträtiert OB Josef Feger, 1986.
    veröffentlicht am: 16.06.2026
    Autor: Jacqueline Zenker, Stadt
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Leutkirch – Vor 125 Jahren, am 19. Juni 1901, wurde der Maler und Leutkircher Ehrenbürger Erwin Henning geboren. Mit einer Werkschau in der Galerie im Kornhaus würdigt der Galeriekreis Leutkirch Anfang 2027 Leben und Schaffen einer der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten Süddeutschlands.

    Am 19. Juni 2026 jährt sich die Geburt des Leutkircher Ehrenbürgers und Künstlers Erwin Henning zum 125. Mal. Aus diesem Anlass plant der Galeriekreis Leutkirch für Januar und Februar 2027 eine umfassende Werkschau in der Galerie im Kornhaus. Gezeigt werden Arbeiten aus der städtischen Kunstsammlung sowie aus privaten Sammlungen. Bereits ab dem 22. November 2026 präsentiert der Galeriekreis zudem neue Werke von Wolfgang Henning, dem Sohn des Künstlers, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert.

    Meisterschüler von Franz von Stuck

    Erwin Henning wurde 1901 in Augsburg geboren und entschied sich früh für den Weg als Künstler. Bereits als Jugendlicher zog er nach München und wurde 1917 an der Akademie der Bildenden Künste aufgenommen. Dort studierte er als Meisterschüler von Franz von Stuck. Nach dem Abschluss seiner Ausbildung machte er sich unter anderem als Porträtmaler einen Namen und erhielt 1928 den renommierten Sir-Edward-Mond-Preis.

    Während eines Stipendienaufenthalts in Nizza entstanden entscheidende Impulse für sein späteres Werk. Die dort entstandenen Eindrücke prägten insbesondere seine bekannten „Badebilder“. In den 1920er- und 1930er-Jahren bewegte sich Henning in bedeutenden Künstlerkreisen und pflegte Kontakte zu Persönlichkeiten wie Oskar Maria Graf und Karl Valentin.

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    Eine Leutkircherin geheiratet

    Seine enge Verbindung zu Leutkirch begann 1936. Als Mitarbeiter des Malers Albert Burkhart wirkte er an den Freskenzyklen der St.-Martins-Kirche mit. In dieser Zeit lernte er auch seine spätere Frau Irma Hurt, Tochter des „Mohren“-Wirts in Leutkirch, kennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem er als Kriegsmaler und Sanitäter eingesetzt war, zog Henning mit seiner Familie dauerhaft nach Leutkirch. Von hier aus entwickelte er sein weiteres künstlerisches Schaffen und sicherte seinen Lebensunterhalt zunächst mit Auftragsarbeiten für Schulen und Kirchen.

    Mit zahlreichen Ausstellungen, Kunstpreisen und Auszeichnungen gewann Henning weit über die Region hinaus Anerkennung. Er war Mitglied der Münchner Sezession und der Sezession Oberschwaben-Bodensee, erhielt unter anderem den Kunstpreis der Stadt Kempten und den Oberschwäbischen Kunstpreis. Es folgten das Bundesverdienstkreuz, die Verleihung des Professorentitels sowie 1990 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Leutkirch.

    1990: Erwin Henning bekommt das Ehrenbürgerrecht der Stadt Leutkirch verliehen. Oberbürgermeister Otto Baumann überreicht dem Künstler die Urkunde und gratuliert. Foto: Stadtarchiv Leutkirch

    Bis ins hohe Alter blieb Erwin Henning künstlerisch aktiv. Er starb am 8. März 1993 im Alter von 91 Jahren. Sein Werk genießt bis heute hohe Wertschätzung und ist in öffentlichen wie privaten Sammlungen vertreten. Mit der geplanten Ausstellung erinnert Leutkirch an einen Künstler, dessen Schaffen die Kunstlandschaft Süddeutschlands nachhaltig geprägt hat.

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    Jacqueline Zenker, Stadt
    veröffentlicht am
    16.06.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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