Zum Hauptinhalt springen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
    Kommentar

    Wenn der Uferweg zur Rennstrecke wird

    Foto: Erwin Linder
    Der Uferweg am Stadtsee ist auf der Westseite als Fußgängerweg ausgeschildert und damit für Fahrradfahrer tabu.
    veröffentlicht am: 13.06.2026
    Autor: Erwin Linder
    Lesedauer: ca. 2 Minuten

    Der Uferweg entlang des Stadtsees ist der schönste Weg in Bad Waldsee. Zwischen der Biberacher Straße im Norden und dem Haus am Stadtsee im Süden führt er direkt am Wasser entlang. Ausgeschildert ist dieser Abschnitt (auf der Westseite des Sees) eindeutig als Fußgängerweg. Und genau darin liegt ein ewiges Ärgernis, das viele Spaziergänger nur zu gut kennen.

    Immer wieder nutzen Radfahrer den Weg als schnelle Abkürzung oder um dem Verkehr in der Biberacher Straße zu entkommen.  In letzter Zeit kommen zunehmend E-Roller hinzu, die nicht selten mit hohem Tempo unterwegs sind. Für Fußgänger wird das zur Belastung – und mitunter auch zur echten Gefahr. Besonders betroffen sind Eltern mit Kindern an der Hand oder im Kinderwagen, Menschen mit Hunden sowie die zahlreichen Reha-Patienten, die mit Gehstützen unterwegs sind und den Uferweg für ihre täglichen Spaziergänge nutzen.

    Der Name „Stadtsee-Aktiv-Weg“ lädt zwar zur Bewegung ein. Gemeint sind damit aber sicher nicht rasante Fahrten auf zwei Rädern zwischen flanierenden Spaziergängern.

    Auffällig ist zudem, dass viele E-Roller offenbar von Jugendlichen genutzt werden, die deutlich jünger wirken als erlaubt. Nach der geltenden Rechtslage dürfen E-Scooter im öffentlichen Straßenverkehr erst ab dem vollendeten 14. Lebensjahr gefahren werden. Außerdem ist die Benutzung grundsätzlich nur durch eine Person zulässig – zwei Personen auf einem Roller sind verboten.

    Natürlich wird sich nicht jeder Verstoß verhindern lassen.  Doch gerade auf einem ausgewiesenen Fußgängerweg wünschen sich viele Menschen das Gefühl, dass die Regeln nicht nur auf Schildern stehen.

    Vielleicht wäre es deshalb keine schlechte Idee, wenn die „Stadtsheriffs“ hin und wieder ein Auge auf den Uferweg werfen würden. Nicht, um sofort Strafzettel zu verteilen, sondern um Präsenz zu zeigen und das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass hier die Schwächeren Vorrang haben.

    Denn ein Spaziergang am Stadtsee sollte vor allem eines sein: erholsam. Und nicht die tägliche Übung darin, herannahenden Fahrrädern und E-Rollern auszuweichen.
    Erwin Linder

    ANZEIGE
    Erwin Linder
    veröffentlicht am
    13.06.2026
    Lesedauer: ca. 2 Minuten
    Beitrag teilen
    ANZEIGE
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    ANZEIGE
    Neueste Beiträge
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    ANZEIGE
    Diese Anzeige kann aufgrund Ihrer Netzwerkeinstellungen nicht angezeigt werden.