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    Christi Himmelfahrt

    Durch Reutes Ösch zum zentralen Gottesdienst in St. Peter

    Foto: Rudi Heilig
    Hinter ihrer Gut-Betha-Fahne her zogen die Pilger aus Reute und Gaisbeuren nach Bad Waldsee zum zentralen Christi-Himmelfahrtsgottesdienst.
    veröffentlicht am: 23.05.2026
    Autor: Rudi Heilig
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Reute / Bad Waldsee – Seit Jahren ist es in Bad Waldsee Tradition, dass am Feiertag Christi Himmelfahrt die Gläubigen der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee gemeinsam Gottesdienst feiern. So starten neben den Christen aus der Kurstadt (Treffpunkt war hier Mittelurbach) auch Menschen aus Reute-Gaisbeuren, Haisterkirch und Michelwinnaden (ab Lidl-Parkplatz) schon in aller Frühe zum Gang in die zentrale Pfarrkirche St. Peter Bad Waldsee.

    Pfarrer Stefan Werner war bei der Reutener Pilgergruppe dabei, um 8.15 Uhr war hier Treffpunkt am Kirchplatz beim Kloster. Er stellte das Leitwort des Würzburger Katholikentags (dieser wurde am Vortag eröffnet): „Hab Mut, steh auf, Du bist gerufen“ in den Fokus. Wie in jedem Jahr beteiligten sich auch mehrere Franziskanerinnen an dieser Prozession, ältere und kranke Schwestern beteten an geöffneten Fenstern mit. Singend und im flotten Schritt ging es den Klosterberg hinunter in Richtung Scheuerlehof. Hier, in herrlicher Natur, umgeben von Eseln und Pferden und umrahmt von Vogelgezwitscher, wurde gebetet und gesungen und der Segen Gottes erbeten.

    Mit „Laudato si“ (Gelobt seist Du) ging es weiter in Richtung Herrschaftsried. Bei dieser Station war der sonst so garstige Westwind etwas ausgesperrt und es blinzelte auch hin und wieder die Sonne durch die mächtigen Fichten und auch Laubbäume hindurch. Beim Weg nach Steinach ließ Pfarrer Werner den Pilgern auch Raum für Meditation und Gespräche. In Steinach wurden die etwa 50 Gläubigen aus Reute von Wilhelm Noppenberger mit dem Glockengeläut der Kapelle empfangen.

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    Jetzt war es Zeit, um zum gemeinsamen Gottesdienst zu gelangen. Der rauen Witterung geschuldet, wurde nämlich der auf dem Gelände der Eugen-Bolz-Schule üblicherweise stattfindede  Open-Air-Gottesdienst in die Kirche verlegt. So ging der Weg also durch den Schlosspark zu St. Peter. Hier erwarteten bereits dutzende Ministranten mit ihren bunten Fahnen und viele Gläubige die aus verschiedenen Richtungen ankommenden Pilger. Pfarrer Thomas Bucher freute sich über eine volle Kirche: „Rücken wir in unserer Seelsorgeeinheit einfach zusammen und feiern wir gemeinsam.“

    Ein Ensemble der Stadtkapelle unter der Leitung von Franz Gapp umrahmte mit Liedern und Chorälen den festlichen Gottesdienst. Besonderen Charme brachte der Kinder- und Jugendchor mit Verena Westhäußer am Keyboard mit in die Feier. Gemeindereferentin Sandra Weber verwies in ihrer Ansprache auf Eugen Bolz. Als Staatsmann widersetzte er sich dem Naziregime und musste seine mutige Haltung im Jahre 1945 mit dem Tode bezahlen. So gestaltete die Eugen-Bolz-Schule mit Bildern das Thema „Mut haben – Aufstehen“.

    Vorstellung von Waldemar Wrobel

    Am Schluss des Gottesdienstes stellte Pfarrer Thomas Bucher den künftigen Pfarr-Administrator Waldemar Wrobel der Seelsorgeeinheit „Oberes Achtal“ mit den Kirchengemeinden Alttann, Bergatreute, Rötenbach, Molpertshaus und Wolfegg vor. Bis zu dessen Amtsantritt Ende des Jahres muss Bucher auch diese Seelsorgeeinheit mitversorgen. „In diesen Monaten können wir uns doch schon etwas auf die gemeinsame Zeit ‚Seelsorge in neuen Strukturen‘ ab dem Jahre 2030 einstellen“, so ein zuversichtlich in die Zukunft blickender Pfarrer Bucher. Nach dem Gottesdienst hatten die Ministranten Essen und Getränke im Angebot, gerne verweilten die Besucher hier noch eine gemeinsame Zeit.
    Text und Fotos: Rudi Heilig

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    veröffentlicht am
    23.05.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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