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Wolfegg – Mit nachdenklichen, fröhlichen, Mut machenden, gar philosophischen, in deutscher und englischer Sprache vorgetragenen Liedern hat der Chor „Himmelstöne“ in der Wolfegger Pfarrkirche St. Katharina am Ostermontagabend zahlreiche Besucherinnen und Besucher begeistert. Der von Beginn an im Jahre 2006 von Christine Leierseder geleitete Chor feierte an Ostermontag, dem Tag, als vor 20 Jahren der Chor erstmals in der Kirche sang, sein Jubiläum.
Instrumental begleitet wurde der Chorvortrag mit Gitarren, Quer- und Blockflöte, die von Familienmitgliedern von Christine Leierseder gespielt wurden. Der an diesem Nachmittag 19-köpfige Chor mit 13 Frauen und sechs Männern zauberte zufriedene, lächelnde, aber auch nachdenkliche Mienen in die Gesichter der Chormitglieder und der Zuhörerinnen und Zuhörer. Und selbst Kinder, die aufmerksam lauschten, ließen sich – zwar nicht zu Luftgitarrenbegleitung – aber doch zu tanzendem Fingerflötenspiel hinreißen, spätestens in dem Moment, als Chorleiterin Christine Leierseder mit amselgleichen Tönen eine meditative Melodie auf der Querflöte spielte.
Die Lieder selbst hatten fast immer spirituelle Anklänge. Da war natürlich das Halleluja von Leonhard Cohen, da wurde das „O happy day, when Jesus washed my sins away“ in der Version von Edwin Hawkins, solistisch untermalt von Johannes Leierseder vorgetragen, da erblühte „mitten in der Nacht die Hoffnung“ und wurde die Überzeugung und die große Hoffnung und Sehnsucht zum Ausdruck gebracht, dass der „Friede Gottes höher ist als alle Vernunft“. Dass die Ballade „Hymn“ von Barclay James Harvest tatsächlich von christlicher Überzeugung geprägt ist, machte die von Alfons Leierseder vorgetragene deutsche Übersetzung klar, sodass dann der englisch vorgetragene Song auch nochmals besser verstanden werden konnte. Es waren „Lieder, die uns ans Herz gewachsen sind“, so Christine Leierseder. Das hätte sie aber eigentlich gar nicht sagen müssen, weil es in dem vornehmlich dreistimmig vorgetragenen Gesang hörbar und an den Gesichtern der Vortragenden sichtbar wurde.
Die gute Stimmung in diesen gut 90 Minuten in der Kirche, setzte sich beim anschließenden Stehempfang im Ulrichssaal fort und wird auch in Zukunft bei den Auftritten des Chores bei Hochzeiten, Taufen, Gottesdiensten in Wolfegg, Haisterkirch und drumherum, an Taizé-Abenden und bei Erstkommunion- und Firmungsfeiern erlebbar sein. Wenn der Chor bei Beerdigungen singt, so darf man gewiss sein, wird es neben dem gesanglichen Raum für Trauer auch immer Lieder der Hoffnung und Zuversicht geben.
Den großen Dank der Kirchengemeinde haben Pfarrer Klaus Stegmaier und der Gewählte Vorsitzende des Wolfegger Kirchengemeinderats, Bernhard Fleischer, schon am Ehrenamtsdankbabend im Januar ausgesprochen. Einen unvorhergesehenen, aber umso freudiger in Empfang genommenen Blumenstrauß für die Chorleiterin gab es am Ostermontag noch von Margret Schürrle. Das Kirchenkonzert des ursprünglich als Instrumentalgruppe aus einer Firmgruppe des Jahres 2006 entstandenen Chores klang, unterstützt mit Kindern aus den Zuhörerreihen, mit Gitarren und solistisch von Sarah und Johannes Leierseder untermalten Liedern und tosendem Applaus des Publikums aus. „We are the world“ erfüllte schließlich den Kirchenraum und wurde in steigenden Tonhöhen mit dem englisch gesungenen „Amen“ nochmals zu einem wohlklingenden Höhepunkt gesteigert.






































