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Stadtarchivarin Melanie Lanz

Der Ortsgeschichte verbunden

Foto: Stadt Isny/Michael Panzram
Melanie Lanz (links) mit Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege im Stadtarchiv.
veröffentlicht am: 08.04.2026
Autor: Michael Panzram, Stadt Isny
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Isny (mp) – Am 1. Januar 2026 hat Melanie Lanz das Amt der Stadtarchivarin in Isny übernommen. Die 43-jährige gebürtige Isnyerin bringt nicht nur Fachwissen, sondern auch viel Leidenschaft und lokale Verbundenheit in ihre neue Position ein.

Lanz startete ihre berufliche Laufbahn im Hotelfach, wo sie nach der Schule zunächst Fuß fasste, in Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeitete und ihren Betriebswirt machte. Später entschied sie sich für einen beruflichen Neuanfang und begann ein Archivstudium im Fachbereich Informationswissenschaften an der Fachhochschule Potsdam, der einzigen Fachhochschule für Archivwesen in Deutschland. „Mich fasziniert Geschichte, aber ich bin keine Historikerin. Als Archivarin habe ich jedoch die Möglichkeit und die Aufgabe, die Quellen so vorzubereiten, dass Forscher mit ihnen arbeiten können“, sagt Lanz.

Während ihres Studiums sammelte Lanz bereits praktische Erfahrungen: Sie absolvierte ein Praxissemester im Kreisarchiv und Stadtarchiv Ravensburg und arbeitete nebenbei im Museum Isny. Als sich die langjährige Stadtarchivarin Nicola Siegloch nach über 30 Jahren in geteilter Anstellung für Leutkirch und Isny auf die Tätigkeit in Leutkirch beschränkte, übernahm Lanz Anfang 2025 übergangsweise die Aufgaben im Isnyer Stadtarchiv. Parallel dazu beendete sie ihr Studium und schrieb ihre Bachelorarbeit über die „Weiterentwicklung des Stadtarchivs Isny/Allgäu“.

Das physische Gedächtnis der Stadt

Seit Anfang 2026 ist Melanie Lanz offiziell auf einer 50-Prozent-Stelle für das „physische Gedächtnis“ Isnys verantwortlich. Sie ist dafür zuständig, dass die Geschichte der Stadt bewahrt bleibt. Die Bestände in den hinter einer schweren Eisentür liegenden Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Rathauses umfassen etwa 800 laufende Regalmeter und reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Das älteste Dokument ist eine Urkunde aus dem Jahr 1333.

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„Die Arbeit hier im Stadtarchiv macht mir große Freude“, sagt Lanz. Zu ihren täglichen Aufgaben gehört die Bewertung der städtischen Registratur, die Bearbeitung von Anfragen, die Betreuung von Nutzern, die Bestandserhaltung und das Verzeichnen von Archivalien. Hauptsächlich arbeitet sie mit Akten und Büchern aus der Stadtverwaltung, aber auch mit Nachlässen von Firmen, Vereinen und Einzelpersonen. Auch Führungen gehören für sie dazu – so war zuletzt auf zwei Termine verteilt die Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege zu Besuch im Stadtarchiv.

Ein besonderer Vorteil für Lanz ist ihre lokale Verbundenheit: „Es ist wirklich schön, in meiner Heimatstadt zu arbeiten. Ich habe viele Zusammenhänge im Hinterkopf, die mir bei meiner Arbeit zugutekommen“, erklärt sie. Um die Arbeit des Archivs sichtbarer zu machen, hat Lanz spontan Accounts für das Stadtarchiv bei Facebook und Instagram angelegt. „Ich hoffe, dass ich durch die Social-Media-Kanäle noch mehr Menschen für die Geschichte unserer Stadt begeistern kann“, sagt sie.

Reiches lokales Wissen

„Die Stadt Isny kann sich glücklich schätzen, mit Melanie Lanz eine engagierte und fachlich versierte Archivarin gefunden zu haben, die das Stadtarchiv nicht zuletzt mit ihrem lokalen Wissen bereichert“, sagt Frank Reubold, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, Bildung und Soziales.

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Michael Panzram, Stadt Isny
veröffentlicht am
08.04.2026
Lesedauer: ca. 3 Minuten
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