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Kreuzweg in Molpertshaus

„Er trägt unsere Lasten mit“

Foto: Günter Brutscher
Auch Kinder waren beim Molpertshauser Kreuzweg dabei.
veröffentlicht am: 04.04.2026
Autor: Günter Brutscher
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Molpertshaus – Aus der ganzen Seelsorgeeinheit Oberes Achtal und darüber hinaus kamen Familien, Kinder, Eltern, Opas und Omas und Gläubige zum Familienkreuzweg in Molpertshaus. Seit mehreren Jahren sind am Karfreitagvormittag vornehmlich Erstkommunionkinder mit ihren Familien zu dieser Karfreitagstradition eingeladen. Heuer kamen so viele, dass gar nicht mehr zuverlässig gezählt werden konnte, sondern eben nur noch per Schätzung so um die 70 Kreuzwegpilgerinnen und Pilger angegeben werden können.

Erstmals hat in diesem Jahr Simone Neyer-Werner (Bild) mit ihrer Familie die Andacht vorbereitet und geleitet. Initiiert worden war die Molpertshauser Kreuzwegandacht nach der Einweihung im Jahre 1997 mit den neuen Kreuzwegstationstafeln seinerzeit von Peter Moosmann; nach seinem frühen Tod wurde die Tradition über viele Jahre von Anne Lander fortgeführt. Neu war in diesem Jahr, dass nicht alle der 14 Stationen meditiert wurden. Es waren sechs Stationen, an denen Gebete, meditative Texte mit Bezug zum Leben auch in unserer Zeit vorgetragen wurden.

Die Erstkommunionkinder, die an jeder Station auch ihren Teil zur Gestaltung des Kreuzwegs beitrugen, zeigten, dass sie sie ihre Texte flüssig vortragen konnten. Da konnte es schon einmal auch vorkommen, dass nach einem Gebet, zwar ganz kurz mit „Amen“ abgeschlossen, gleich mit Regieanweisungen bezüglich der nächsten Station weitergelesen wurde. An mehreren Stationen wurden Gegenstände, in der Sprache der Theologie würde man vielleicht „Arma Christi“ sagen, abgelegt, die mit dem Leid und der Hinrichtung Jesu in Zusammenhang stehen, so etwa die Dornenkrone oder Nägel und ein Hammer an der Station 11, die alle zeigen, wie Jesus gekreuzigt wurde. Schon an der zweiten Station (Jesus nimmt das schwere Kreuz auf sich) konnten die Kreuzwegpilger ein kleines Kreuz mit zugeschnitten Haselnussstecken und Schnüren binden. 

In den meditativen Texten, die immer wieder darauf verwiesen, dass es auch „Stationen in unserem Leben gibt, die dem Kreuzweg Jesu ähnlich sind“, so Simone Neyer-Werner schon an der ersten Station, der Verurteilung Jesu durch Pilatus. Zwischen den Stationen wurde immer wieder auch gesungen, so dass die Liedzeile „Mit Jesus wollen wir gehen, den Weg so steinig und schwer“ gewiss noch bei vielen längere Zeit nachklingt, zumal die Melodie mit Flötenklang, bei dem auch ein Kommunionkind mitwirkte, angestimmt wurde.

Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben.

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Und immer wieder gab es ermutigende Zusagen, die vielfach auch von Erwachsenen vorgetragen wurden, wie etwa der Hinweis, dass Jesus uns zusagt, dass wir nicht allein seien, dass er unsere Last mittrage, damit wir nicht unter der Last zusammenbrechen sollten. Und dann war immer wieder Mut gefragt. Mut, Hilfe anzubieten, aber auch anzunehmen, Mut loszulassen, wenn etwas zu Ende geht, aber auch Mut, Neues zu wagen, Leid zu ertragen und anderen Menschen Mut machen und Hoffnung schenken.

Schließlich wurde an der letzten Station 14, also der Grablegung Jesu, noch mit Gebärden der Segen Gottes erbeten: „Gott lass mich wachsen. Sei du mir nahe. Schütze meine Gedanken. Nimm die Sorgen von meinen Schultern. Lass mich mein Herz spüren. Gib mir Kraft für diesen Tag. Lass mich heute nicht allein. Und segne mich.“ An einem Tag wie Karfreitag darf dann auch mal eine längere Segensbitte in einem Artikel formuliert werden.

Die vielen, die den Weg Jesu nach Golgotha mit der Molpertshauser Kreuzwegandacht gedanklich mitgegangen sind, dankten den Initiatoren um Simone Neyer-Werner mit kräftigem Beifall.

Stark besucht war der Molpertshauser Kreuzweg des Jahres 2026.

Wer Näheres über den Kreuzweg Molpertshaus und andere Kreuzwege in unserer Region erfahren möchte, möge auf nachfolgenden Schriftzug klicken: KREUZWEGE OBERSCHWABEN (den Link haben wir auch unter unserem roten Link-Balken in der rechten Saolte hinterlegt).
Text und Fotos: Günter Brutscher

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Günter Brutscher
veröffentlicht am
04.04.2026
Lesedauer: ca. 4 Minuten
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