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Die Musik der aus Sturrgart stammenden Sängerin Fola Dada ist so vielfältig wie ihre Wurzeln. Als Tochter eines nigerianischen Vaters und einer deutschen Mutter vereint sie Jazz, Afrobeat, Blues, Electronics und Soul zu einem eigenen Klang. Foto: Wolfgang Volz

Jazz begann um 1900 mit den Klängen des Dixieland in New Orleans, entwickelte sich in der Swing-Ära (ca. 1935–1946) mit großen Big Bands weiter und brachte ab 1940 komplexere Stile wie Bebop hervor. In den 1950er-Jahren kamen Cool Jazz und Hard Bop hinzu, die ruhigere und intensivere Ausdrucksformen boten. Ende der Sechziger folgten Free Jazz und Fusion. 

Elemente, die den Jazz prägen: Improvisation, also Spielen aus dem Stegreif, gehört dazu. Das erfordert ein hohes Maß an musikalischer Kompetenz und intuitivem Zusammenspiel der Musiker. Der Swing-Rhythmus ist ein charakteristisches Merkmal des Jazz und sorgt für dessen mitreißenden Groove. Er basiert auf einer ungleichmäßigen Betonung der Achtelnoten, die eine „schwingende“ Bewegung erzeugt. Dieser Rhythmus, oft von Schlagzeug, Kontrabass oder Klavier getragen, gibt dem Jazz seine Energie und Leichtigkeit. Blue Notes sind  leicht abgesenkte Töne, die dem Jazz eine besondere emotionale Färbung verleihen. Diese Töne liegen zwischen den regulären Tonstufen und stammen aus der Blues-Tradition, die den Jazz stark beeinflusst hat. Call and Response ist eine dialogische Struktur aus der afroamerikanischen Musiktradition, die vom Wechselspiel zwischen Instrumenten oder zwischen Solisten und der Band lebt. Ein Musiker spielt eine Phrase (Call), die von einem anderen beantwortet wird (Response). Diese Technik fördert die musikalische Interaktion und schafft eine lebendige Dynamik und ist in vielen Jazz-Genres zu finden, von New Orleans Jazz bis hin zu modernen Stilen. Weit über einfache Dreiklänge gehen die Komplexen Harmonien hinaus. Sie verleihen Tiefe und erlauben den Musizieremdem mit Klangfarben und Spannungen zu experimentieren. Jazzstücke enthalten oft überraschende Tonwechsel, so genannte Modulationen, bei denen die Musik in eine andere Tonart wechselt. Die Vielfalt der Stile ist eines der markantesten Merkmale des Jazz. Das Wort Jazz entstand um 1915 und wurde von weißen Amerikanern anfangs abwertend gebraucht.

Autorin: Andrea Reck


erschienen in April 2026

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Jazz ist Vielfalt

Jazz begann um 1900 mit den Klängen des Dixieland in New Orleans, entwickelte sich in der Swing-Ära (ca. 1935–1946) mit großen Big Bands weiter und brachte ab 1940 komplexere Stile wie Bebop hervor. In den 1950er-Jahren kamen Cool Jazz und Hard Bop hinzu, die ruhigere und intensivere Ausdrucksformen boten. Ende der Sechziger folgten Free Jazz und Fusion. 
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