
Ravensburg – Der alte und neue Oberbürgermeister von Ravensburg heißt Daniel Rapp. Der 54-Jährige wurde am 8. März das dritte Mal zum Stadtoberhaupt von Ravensburg gewählt. Bei einer Wahlbeteiligung von 61,4 Prozent erhielt er 78,3 Prozent der Stimmen. Der CDU-Kandidat hatte drei Mitbewerber.
In absoluten Zahlen hat Daniel Rapp (CDU) mit 18.468 Stimmen sein bestes Ergebnis erzielt. Das lag nicht zuletzt daran, dass die Wahlbeteiligung der vergangenen beiden Male nur bei rund 30 Prozent lag, und nun durch die Landtagswahl am selben Tag doppelt so hoch war.
Das kam wohl auch den drei Gegenkandidaten von Rapp zugute. 2211 Stimmen (9,4 Prozent) erhielt der Gastronom Umut Bulut, der Umweltaktivist Samuel Bosch bekam 1904 Stimmen (8,1 Prozent), und der unsichtbare Dritte Roman Urban, der auch bei der offiziellen Kandidatenvorstellung der Stadt fehlte, kam auf 854 Stimmen (3,6 Prozent). Der im Amt bestätigte Oberbürgermeister zeigte sich „zufrieden mit dem Ergebnis“. Mit der prozentualen Einbuße habe er mit drei Gegenkandidaten gerechnet. Dass er in absoluten Zahlen ein so gutes Ergebnis erzielt habe, bewerte er als große Zustimmung.
Auch Samuel Bosch war zufrieden. Er habe mit weniger Stimmen gerechnet. Das Ergebnis bedeute, dass es viele Menschen gebe, die mit der Politik des CDU-Mannes nicht zufrieden seien. „Wir haben ein Zeichen für eine sozial- und klimagerechte Wende in der Stadt gesetzt“, erklärte der 23-Jährige, und er hoffe, dass der Oberbürgermeister in seiner neuen Amtsperiode darauf positiv reagiere. Rapp versprach im Wahlkampf: „Wir werden klimafit!“
Der in Riedlingen aufgewachsene Rapp war von 2006 bis Mai 2010 Bürgermeister von Sigmaringen. 2010 bewarb der Jurist sich in Ravensburg. Damals hatte er sechs Gegenkandidaten. Er entschied die Wahl im zweiten Wahlgang gegen Oswald Metzger (CDU) knapp für sich. Die Wiederwahl 2018 gewann er deutlich mit fast 93 Prozent – bei einer niedrigen Wahlbeteiligung von nicht einmal 30 Prozent.
Autor: Roland Reck
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