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    Josefstag in Bad Schussenried

    Gelebte Tradition mit Herz und Humor

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    Foto: Hans Reichert
    Jürgen Josef Ott, inzwischen der Seniorchef der Brauerei, hat den Schussenrieder Josefstag vor mehr als drei Jahrzehnten ins Leben gerufen. Mit „Grüß Gott beim Ott“ begrüßte er die frohe Festesschar im vollbesetzten Bierkrugstadel.
    veröffentlicht am: 19.03.2026
    Autor: Hans Reichert
    Lesedauer: ca. 4 Minuten

    Bad Schussenried – In Bad Schussenried hat der Josefstag einmal mehr gezeigt, wie lebendig oberschwäbische Tradition sein kann. Am Donnerstag, 19. März, trafen sich im SCHUSSENRIEDER Bierkrugstadel wieder zahlreiche Gäste, allen voran jene, die auf die Namen Josef, Josefine, Beppe oder Sepp hören. Josef Rief, ehemaliger langjähriger Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Biberach, hat vielen alten Bekannten die Hände geschüttelt. Und oft hieß es: „Hoi, bischt au do!“  Schon am Vormittag herrschte gesellige Stimmung, als sich die Besucherinnen und Besucher bei Musik, Witzen und einer frisch gezapften Halben einstimmten.

    Otts Bierkrugsstadel. Auf dem Tisch im Zentrum steht eine Josefsfigur.

    Wer sich als Josef ausweisen konnte, bekam von „Bräu“ Jürgen Josef Ott (Zweiter von links) eine Halbe spendiert. Es galt auch der Zweitname.

    Der Eintritt war wie gewohnt frei und alle, die sich als Josef oder Josefine ausweisen konnten, bekamen von Seniorchef Jürgen Josef Ott eine Halbe SCHUSSENRIEDER Bier spendiert. Neu war in diesem Jahr eine Segnung aller Josefs und Josefinen, was den Namenstag des heiligen Josef auch spirituell in den Mittelpunkt rückte. Danach sorgten die Josefskapelle und der Josefschor unter Leitung von Susi Fügner für das passende musikalische Rahmenprogramm. Für humorvolle Zwischentöne zeichnete Uschi Büchele verantwortlich, die mit Witzen und Gedichten immer wieder für Gelächter sorgte.

    Der jüngste Josef. Er ist neun Monate alt.

    Die älteste der Josefinen ist 94, der älteste der anwesenden Josefs zählt 97 Lenze.

    Zu den Höhepunkten des Tages gehörten die Ehrung des ältesten und des jüngsten Josef beziehungsweise der jüngsten Josefine sowie ein Gewinnspiel, bei dem es attraktive Preise und einige Überraschungen gab.

    Der Josefschor unter der Leitung von Susi Fügner.

    Die Josefskapelle.

    Die „Wildecker Herzbuben“.

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    Eine Stimmungskanone: Uschi Büchele.

    Der Mögglinger Josefsverein vor der Josefskapelle auf dem Brauereigelände.

    Zwei von 1600 Mitgliedern des Bad Schussenrieder Josefsvereins.

    Die Mögglinger hatten ihre Josefsfigur mitgebracht (rechts das Futteral für die Statue).

    Natürlich hat der Schussenrieder Josefsverein auch eine Fahne. Josef Rief, der ehemalige Bundestagsabgeordnete, freute sich sehr an dem lebendigen Brauchtum.

    Bad Schussenrieds Stadtpfarrer hielt eine berührende Ansprache, die den Heiligen Josef ins rechte Licht rückte. „Der Heilige Josef ist ein Vorbild.“ Nach der Segnung der Anwesenden sprach auch er dem edllen Gerstensaft zu.

    Bis zum musikalischen Ausklang mit der Josefskapelle um 18.00 Uhr blieb der Bierkrugstadel gut gefüllt, ehe sich das Geschehen allmählich in die Brauereigaststätte verlagerte. Dort startete am frühen Abend die Josefstags-Gaudi mit Erich an seiner Quetschen, die den Festtag schwungvoll ausklingen ließ.

    Ein Tag mit Geschichte – von Bräu Jürgen Josef Ott wiederbelebt

    Der 19. März, der Josefstag, war bis 1965 in Oberschwaben ein katholischer Feiertag, an dem die Menschen den Namenstag des heiligen Josef, des gesetzlichen Vaters Jesu, feierten. Wie so viele alte Bräuche geriet auch dieser Feiertag mit der Zeit in den Hintergrund – bis Bräu Jürgen Josef Ott ihn in Bad Schussenried wieder zu neuem Leben erweckte.

    Die Verbundenheit der Brauerfamilie Ott mit dem Namen Josef ist kein Zufall: Seit Generationen tragen die Schussenrieder Bierbrauer Josef als Erst- oder Zweitnamen. Der von Jürgen Josef Ott gegründete SCHUSSENRIEDER Josefsverein zählt inzwischen mehr als 1600 Mitglieder und verfügt seit 2003 sogar über eine eigene Josefs-Kapelle auf dem Brauereigelände.

    So wurde der Josefstag auch in diesem Jahr mehr als nur ein geselliger Frühschoppen: Er zeigte, wie stark der Name Josef, der Tag des Gedenkens an den heiligen Josef – Patron der Zimmerleute und Arbeiter – und die oberschwäbische Bier- und Festkultur miteinander verwoben sind. In Bad Schussenried ist der Josefstag längst wieder zu einem Stück regionaler Identität geworden, das Gäste wie Einheimische gleichermaßen verbindet.
    Text und Fotos: Hans Reichert

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    Hans Reichert
    veröffentlicht am
    19.03.2026
    Lesedauer: ca. 4 Minuten
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