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    15 Jahre Fukushima

    Der Kampf um Alternativen

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    Foto: Julian Aicher
    Stauwehr einer Wasserkraftanlage im württembergischen Allgäu.
    veröffentlicht am: 11.03.2026
    Autor: Julian Aicher
    Lesedauer: ca. 2 Minuten

    11. März 2011 – 11. März 2026. Heute ist der Beginn der Reaktorkatastrophe Fukushima 15 Jahre her. Zeit, einen Augenblick innezuhalten. Und dann nachzudenken. Etwa über die Frage: Woher kann Strom fließen außer aus Atomkraftwerken? Daraus ergibt sich die Antwort: zum Beispiel aus Wasserkraftanlagen. Wasserkraft – sie liefert weltweit mehr Strom als Atommeiler rund um den Erdball.

    Diese Zahl nannte Georg Küffner ins seinem Buch „Von der Kraft des Wassers“. Küfer diente einst als technischer Redakteur der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Wasserkraft gilt als Tochter der Sonnenenergie. Die Sonne strahlt zur Erde rund 15.000 mal mehr Energie, als die Menschheit derzeit aus Atom, Erdgas und Erdöl gewinnt. Eine Kilowattstunde Strom aus Solarmodulen direkt auf dem eigenen Dach in Deutschland kostet in den Räumen direkt drunter knapp 10 Cent. In Deutschland ratterten, surrten und klapperten um 1900 rund 80.000 Wassertriebwerke. Heute sind’s noch rund 8.000. Also ein Zehntel. Dazu meinte der international anerkannte Biologie und Physiker Ernst Ulrich von Weizsäcker: „Da gibt es wieder viel zu tun.“ Auch in Baden-Württemberg. Auf der Fläche dieses Bundeslandes arbeiteten um 1950 noch etwa 5.000 Wasserkraftwerke.- Heute sind’s noch etwa 1.700. In Ravensburg trieb der Klappach-Bach einst 20 Wasserräder an – heute zwei. An der Oberen Eschach zwischen Leutkirch-Schmidsfelden und Urlau arbeiteten um 1950 noch fünf Wassertriebwerke – heute noch zwei. Wasserkraft lässt sich zur Stromgewinnung nutzen, ohne dabei 1 Gramm des Gases Kohlenstoffdioxid (CO2) in die Luft zu blasen. Ebenso wenig Schwefel, Stickstoff oder Staub. „Klimaverträglich“.

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    Wasserkraftanlagen können hoch-ökologisch arbeiten. Der Biologe Ernst Ulrich von Weizsäcker bezeichnete ihre Staubereiche als „wunderbare Biotope“. Im Jahr 2000 stammten etwa 6,3 % des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen (wie Sonne, Pflanzen- „Bioenergie“, Erdwärme, Wasserkraft und Windkraft). 2025 waren’s knapp 60%. Fast zehnmal so viel wie vor 25 Jahren. Hatte Ernst Ulrich von Weizsäcker also doch Recht, als er sagte: „Da gibt es wieder viel zu tun“? Julian Aicher

    Transparenzhinweis: Unser Reporter Julian Aicher gab am 14. März 2011 im Stuttgarter Landtagsrestaurant zusammen mit Ernst Ulrich von Weizsäcker eine Pressekonferenz über Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg. Der Raum war rappelvoll. Aicher unterhält das Wasserkraftwerk Rotismühle und informiert über sein Büro rio’s über sonnige Kräfte: www.rio-s.de

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    Julian Aicher
    veröffentlicht am
    11.03.2026
    Lesedauer: ca. 2 Minuten
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