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    Der Weg einer Pilgerin

    Sr. M. Evelyn Ziliwu aus dem Kloster Reute hat ein Buch über ihre Berufungs- und Lebensgeschichte geschrieben

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    Foto: Claus Mellinger
    Das Buch mit zahlreichen Bildern aus dem Leben von Sr. M. Evelyn ist im Klosterladen Reute erhältlich.
    veröffentlicht am: 05.12.2025
    Autor: Claus Mellinger
    Lesedauer: ca. 4 Minuten

    Bad Waldsee-Reute – Ihr Leben als Missionarin in Deutschland ist für Sr. M. Evelyn Ziliwu ein lebendiges Zeugnis ihrer Berufung, das sie heute mit großer Hingabe als Leiterin der Missionsprokur der Franziskanerinnen von Reute lebt. Trotz vieler Herausforderungen und Schwierigkeiten erkennt sie in ihrem Leben Gottes Führung und Segen, der sie trägt und stärkt – Tag für Tag. Nun hat Sr. M. Evelyn ihre Geschichte aufgeschrieben und in einem Buch herausgebracht, um Mut zu machen.

    Für Sr. Evelyn ist Pilgern ein Bild des Lebens. „Ich bin unterwegs, bleibe nicht an einem Ort, bin auf der Suche, bis ich mein Ziel erreiche – ein Ziel, das ich in diesem Leben nicht erreichen werde, sondern erst, wenn ich bei Gott angekommen bin“, erklärt sie den Titel ihres Buchs. Jeder Tag sei ein Schritt, manchmal leicht, manchmal mühsam. „Doch auf jedem Schritt erfahre ich, dass Gott mit mir geht“. Inspiration für den Titel des Buches sei das Jahr 2025 mit dem Motto „Pilger der Hoffnung“ gewesen und zugleich der Blick zurück auf 25 Jahre an ihrem eigenen Professjubiläum in diesem Jahr.

    Schiffsunglück nur knapp überlebt

    In ihrem Buch schreibt Sr. M. Evelyn eindrucksvoll über ein Schiffsunglück, das sie nur knapp überlebt hat. Einige ihrer Gefährten konnten nicht gerettet werden. „Ich wurde ein zweites Mal geboren, und ich hätte nicht gedacht, dass ich noch weiterleben darf – und das nur einen Monat nach meiner ewigen Profess!“, berichtet sie. An ein Brett geklammert war sie die Erste, die gerettet wurde, als ein kleines Fischerboot sie sah und hörte, wie sie um Hilfe rief. Gemeinsam konnten auch weitere Überlebende aus dem Meer gerettet werden. Dieses Ereignis stärkte ihr tiefes Gottvertrauen, und sie empfindet es noch immer als Wunder. Dazu passt ihre Lieblingsbibelstelle. „Der Herr ist mein Licht und mein Heil – vor wem sollte ich mich fürchten?“ (Psalm 27). „Der liebe Gott hat mich oft gerettet; ich glaube, er braucht mich noch“ sagt Sr. Evelyn und lacht dabei herzlich. Durch diese Erfahrung und auch andere Erlebnisse sei sie frei und freue sich auf und über jeden neuen Tag.

    Schreiben, um Erlebnisse und Freude zu teilen

    Nicht nur ein Buch hat Sr. M. Evelyn geschrieben, sie schreibt überhaupt sehr gerne – sowohl privat wie auch auf Facebook. Für sie ist das Schreiben eine Möglichkeit, ihre Freude und Erlebnisse zu teilen. Wenn sie auf Reisen ist, etwa in ihrer Heimat Indonesien, oder neue Erfahrungen sammelt, hält sie diese gerne in Fotos fest. „Besonders die Schwestern in Reute freuen sich immer, wenn sie Neuigkeiten von mir sehen oder lesen“, ist sie sich sicher. „Das Schreiben bedeutet für mich Entspannung und tut mir einfach gut. Gleichzeitig teile ich gerne meine Eindrücke und Geschichten – manchmal sogar so viel, dass ich beim gemeinsamen Essen noch erzähle, während andere schon fertig sind“. Doch genau dieses Teilen mache Freude, sagt sie; man schenke sich Zeit, Erfahrungen und kleine Momente, die nicht nur einem selbst guttun, sondern auch anderen.

    Zwei Leben

    Wenn man ihr Buch liest, bekommt man das Gefühl, Sr. M. Evelyn würde zwei Leben in einem führen – eines in Indonesien und eines in Deutschland. Sie ist zum dritten Mal in Deutschland. 2010 und 2011 war sie hier, um die Sprache zu lernen und somit die Verbindung zwischen Indonesien und Deutschland zu stärken, denn in Indonesien war sie für die Buchhaltung zuständig. Im Dezember 2020 riefen sie die Schwestern in Reute als Unterstützung für Sr. Margot zu sich, um die Missionsprokur gemeinsam mit ihr zu führen. „Ich habe hier ein ganz neues Leben angefangen. Ich lache laut und viel – es ist eine andere Mentalität, ein anderes Klima, eine andere Atmosphäre“. Sie sei dankbar für das Erlebte. „Ich habe viele schwierige Situationen und schwierige Zeiten überstanden – und das immer mit einer positiven Einstellung. Denn positives Denken macht uns stark und zufrieden. Und das gibt Vertrauen, dass alles gut wird“. Und dann brauche man noch Geduld für den Prozess, fügt sie an. „Wir dürfen nie aufgeben, wir müssen immer dranbleiben – mit Gottes Hilfe. Denn nach dem Regen kommt der Regenbogen, so sagt man in Indonesien“.

    Das Buch mit zahlreichen Bildern aus dem Leben von Sr. M. Evelyn ist im Klosterladen Reute erhältlich.

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    Claus Mellinger
    veröffentlicht am
    05.12.2025
    Lesedauer: ca. 4 Minuten
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