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    Aus dem Gemeinderat

    Ringzug für die Region? Bad Waldsee soll sich am Bahnprojekt beteiligen

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    veröffentlicht am: 06.03.2026
    Autor: Erwin Linder
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Bad Waldsee – Der Bahnverkehr zwischen Allgäu, Schussental und Bodensee könnte in Zukunft – nicht vor 2040 – deutlich attraktiver werden. Mit dem Projekt „bodo-Ringzug“ soll das Zugangebot in der Region ausgebaut und die Strecke zwischen Aulendorf und Kißlegg elektrifiziert werden. Der Gemeinderat Bad Waldsee beriet nun über eine Beteiligung an den weiteren Planungen. Ziel: Mehr Züge und bessere Anschlüsse.

    Eine umfangreiche Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass der Ausbau der Strecke die einzige realistische Möglichkeit ist, das Zug-Angebot in der Region deutlich zu verbessern. Für Fahrgäste hätte das mehrere Vorteile: Zwischen Friedrichshafen, Aulendorf und Bad Waldsee könnten künftig zwei Züge pro Stunde fahren.
Teilweise würden Umstiege – etwa in Aulendorf – entfallen.
Anschlüsse in Richtung Memmingen und München würden zuverlässiger.
Auch kleinere Orte entlang der Strecke könnten profitieren: In Wolfegg oder Alttann wäre künftig ein stündlicher Halt möglich.

    Elektrische Züge statt Insellösung

    Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Elektrifizierung der Bahnstrecke Aulendorf–Kißlegg. Dadurch könnten moderne Elektrotriebzüge eingesetzt werden. Das würde nicht nur Emissionen und Lärm reduzieren, sondern auch den Betrieb stabiler und langfristig günstiger machen. Ohne Ausbau droht laut Studie dagegen Stillstand: Das Zugangebot würde sich kaum weiterentwickeln und die Strecke könnte langfristig an Bedeutung verlieren.

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    Kosten für Bad Waldsee

    Der Großteil der Investitionen könnte über Förderprogramme von Bund und Land finanziert werden. Dennoch müsste sich die Region beteiligen. Nach derzeitigem Stand würden Landkreis und Kommunen zusammen rund 7,9 Millionen Euro tragen. Für Bad Waldsee ergäbe sich ein Anteil von rund 1,62 Millionen Euro, verteilt über mehrere Jahre bis etwa 2039.

    Jetzt geht es zunächst um die Planung

    Im ersten Schritt soll lediglich die Planung des Projekts beauftragt werden. Erst wenn genauere Kosten vorliegen, entscheiden Landkreis und Kommunen, ob der Ausbau tatsächlich umgesetzt wird. Eine wichtige Frist setzt allerdings das Land Baden-Württemberg: Bis Herbst 2026 muss die Region grundsätzlich erklären, ob sie die Elektrifizierung der Strecke anstrebt. Andernfalls würden künftig batterieelektrische Züge bestellt – und eine spätere Elektrifizierung wäre kaum noch möglich.

    Inbetriebnahme frühestens 2040

    Sollten Planung, Finanzierung und Bau wie vorgesehen verlaufen, könnte der bodo-Ringzug frühestens um das Jahr 2040 in Betrieb gehen.

    Der Gemeinderat befürwortete das Projekt und gab der Verwaltung damit Grünes Licht für den ersten Planungsschritt.
    Erwin Linder

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    Erwin Linder
    veröffentlicht am
    06.03.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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