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Programm 2026

Saison-Auftakt im Bauernhaus-Museum

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Foto: Hans Reichert
Im Bauernaus-Museum in Wolfegg wurde am 22. März die Saison eröffnet.
veröffentlicht am: 23.03.2026
Autor: Hans Reichert
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Wolfegg – Mit einem feierlichen Auftakt hat das Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben in Wolfegg am Wochenende sein Programm für 2026 vorgestellt – lebendig, bodenständig und fest im Allgäu und in Oberschwaben verwurzelt. Zwischen historischen Bauernhäusern, aufblühenden Obstgärten und weidenden Museumstieren versammelten sich Ehrengäste, Ehrenamtliche und Mitglieder der Fördergemeinschaft, um gemeinsam in die neue Saison zu starten. Das Programm für 2026 haben wir hier in der Bildschirmzeitung unter „Downloads“ hinterlegt.

Geschichte als Erlebnisraum

„Unsere Aufgabe ist es, der Nachwelt ein umfassendes Bild vom Wandel des Lebens und Arbeitens über die Jahrzehnte zu vermitteln“, erklärte Dr. Maximilian Eiden (Bild), Leiter des Kulturamts des Landkreises Ravensburg. Das bedeute aber weit mehr als reines Sammeln. „Fünfundzwandzigtausend Objekte sind keine Geschichte – erst wenn Menschen und Dinge zusammenkommen, entsteht Bedeutung.“

Wolfegg setze deshalb auf Begegnung: In Gesprächsrunden sollen Besucher gemeinsam mit Fachleuten Alltagsgegenstände befragen und Erinnerungen konservieren. Ziel ist ein offener Dialog über Vergangenheit und damit auch über Gegenwart und Zukunft.

Ein Museum aus der Mitte der Region

Museumsleiterin Dr. Tanja Kreutzer (Bild) versteht Wolfegg als Ort gelebter regionaler Kultur. „Ein Museum ist kein Musentempel, sondern ein Spiegel seiner Region – ein Museum von unten“, betonte sie. Die Grundlage sei die Alltagskultur des ländlichen Lebens: Tierhaltung, Handwerk, Gärten, Familiengeschichten.

Das zeigt sich eindrucksvoll auf dem 15 Hektar großen Areal. Zwischen traditionell bewirtschafteten Wiesen gedeihen alte Obstsorten und heimische Kräuter – so, wie sie seit Generationen in den Bauernhöfen der Region genutzt werden. Historische Bienenstände erinnern an die Bedeutung der Imkerei im Allgäu und auf den Weiden weidet das Original-Allgäuer Braunvieh, das bis heute als Symbol bäuerlicher Beständigkeit gilt. In den 28 originalgetreu eingerichteten Gebäuden können Besucher den Alltag vergangener Zeiten unmittelbar erleben: vom einfachen Allgäuer Stubenofen bis zur Schusterwerkstatt.

Vom Mitmachen und Miteinander

„Ein Museum lebt davon, was Menschen daraus machen“, sagte Kreutzer. „Es ist ein Gemeinschaftserlebnis, wenn alle mitwirken und gestalten.“ Getreu diesem Gedanken soll die Objektsammlung künftig stärker geöffnet werden, um Wissen und Erfahrungen aus der Bevölkerung einzubeziehen. „Das Wissen über ein Objekt macht es wertvoll – nicht allein sein Alter.“

Die Seele des Museums: Ehrenamt

Wie unersetzlich ehrenamtliches Engagement ist, betonte Landrat Harald Sievers (Bild): „Unser Land lebt vom Ehrenamt.“ Der Erfolg des Museums sei ohne freiwillige Helferinnen und Helfer kaum denkbar – vom Arbeitskreis Inklusion, der mit Gebärdensprachdolmetscher und barrierefreien Angeboten Teilhabe ermöglicht, über den ehrenamtlichen Gärtnereidienst bis zu den Landfrauen, die mit ihrem Schaukochen das Museum zum duftenden Erlebnis machen.

Zwei der tüchtigen Landfrauen.

63 Ehrenamtlern, die sich jeweils in irgendeiner Form für das Bauernhausmuseum engagieren, wurde von Landrat Harald Sievers mit würdigenden Worten gedankt.

Einer der geehrten Ehrenamtler ist Manfred Stör (rechts), der Betreiber des privaten elektrotechnischen Museums in Leutkirch. Links neben Landrat Sievers Kreisrat Waldemar Westermayer.

Verwurzelt und zukunftsbereit

Auch die Fördergemeinschaft blickt mit Zuversicht in die Zukunft. „Vieles ist früher verloren gegangen, aber wir haben viele Unterstützer gewonnen“, sagte Vorstand Franz Baur. Die rund 300 Mitglieder seien bis heute das Rückgrat des Museums. „Vor 50 Jahren entstand das Ganze aus der Mitte der Bürgerschaft – und mit dieser Kraft tragen wir es weiter.“

Zwei Leben für Heimat und Kultur: Dr. Bernd Mayer, Dr. Irene Pill.

So verbindet das Bauernhaus-Museum Wolfegg wie kein anderer Ort die Geschichte des Allgäus mit der Lebendigkeit seiner Menschen – traditionell geerdet, offen für Neues und voller Geschichten, die darauf warten, erzählt zu werden.
Text und Fotos: Hans Reichert

Weitere Bilder in der Galerie

Jahres-Programm 2026 unter „Downloads“ (siehe Spalte rechts)

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Hans Reichert
veröffentlicht am
23.03.2026
Lesedauer: ca. 3 Minuten
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