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Bad Wurzach – Um die stark gefährdete Kreuzotter in Deutschland besser zu schützen und ihre Population gezielt zu überwachen, beteiligt sich das Naturschutzzentrum Wurzacher Ried auch 2026 wieder an dem Kreuzotter-Monitoring des Arbeitskreises Kreuzotter im Verein Amphibien-Reptilien-Biotop-Schutz Baden-Württemberg e.V. Das Wurzacher Ried, eines der letzten Rückzugsgebiete der Kreuzotter in Baden-Württemberg, spielt dabei eine zentrale Rolle.
Das Monitoring verfolgt das Ziel, die Vorkommen der Kreuzotter zu erfassen, die Bestandsentwicklung zu analysieren und durch gezielte Schutzmaßnahmen den Erhalt dieser einzigartigen Art zu fördern. In diesem Zusammenhang sind auch die Besucherinnen und Besucher des Naturschutzgebiets gefragt: Sie können aktiv zur Bestandsaufnahme beitragen, indem sie ihre Kreuzotter-Sichtungen melden. „Die Kreuzotter ist ein sehr scheues Tier. Jede Sichtung hilft uns, das Verbreitungsgebiet besser zu verstehen und die notwendigen Schutzmaßnahmen zu planen“, erklärt Nicole Jüngling vom Naturschutzzentrum.
Besonders gute Chancen, eine Kreuzotter zu entdecken, bestehen beispielsweise entlang des Radwegs von Bad Wurzach nach Dietmanns. Hier hat das Naturschutzzentrum den Gehölzrand in mehreren Bereichen aufgelichtet, um den wechselwarmen Tieren einen sonnigen Ruheplatz zu bieten. Charakteristisch für die Kreuzotter ist das dunkle Zickzack-Band auf ihrem Rücken, das in einer x-förmigen Zeichnung am Hinterkopf endet. Im Wurzacher Ried können Kreuzottern jedoch auch ganz schwarz gefärbt sein. Für eine sichere Bestimmung der Art hilft ein Blick auf die Pupillen: Die Kreuzotter hat senkrechte Pupillen, während die Ringelnatter runde Pupillen besitzt und zudem auffällige gelbe Halbmonde an den Kopfseiten zeigt.
Wer eine Kreuzotter im Wurzacher Ried entdeckt, kann die Sichtung gerne an das Naturschutzzentrum melden – inklusive der Angabe von Ort, Datum und idealerweise eines Fotos – per E-Mail an: naturschutzzentrum@wurzacher-ried.de.































