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Förderverein Galluskapelle eröffnet Jahresprogramm 2026

DU und ICH – Marlis E. Glaser stellt auf dem Winterberg aus

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Foto: Karl-Anton Maucher
Marlis E. Glaser vor einer ihrer Bildtafeln in der Galluskapelle.:
veröffentlicht am: 23.03.2026
Autor: kam / Förderverien
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Leutkirch – „DU und ICH – Miteinander – Füreinander“ ist der Titel einer Ausstellung mit Arbeiten von Marlis Glaser. Vernissage ist am Palmsonntag, 29. März, um 15.00 Uhr. Der Förderverein Galluskapelle Winterberg eröffnet mit dieser Ausstellung sein Jahresprogramm 2026. Karl-Anton Maucher wird bei der Eröffnung ein Gespräch mit der Künstlerin führen. Chaim Kapuja aus Tübingen (Gesang und Gitarre) wird jüdische Lieder vortragen. Die Ausstellung wird bis 6. Juni zu sehen sein.

„Zypressenpaar – sich nah“: in den 448 kleinformatigen Bildern auf 7 großformtigen Tafeln verbindet die Künstlerin Kunstgeschichte, Kultur-Geschichte (Ornamente), Symbole jüdischer Feiertage, konkrete Bezüge zur Pflanzenwelt, also auch Universelles. Gleich nach dem Bekanntwerden des schrecklichen Massakers an Zivilisten bei Sonnenaufgang des 7. Oktober 2023 begann sie mit den Bildern. Täglich malte sie eines und stellte es online – bis zum 13. Oktober 2025, als die letzte noch lebende Geisel freikam. In jedem Bild die Inschrift „bring them home“, integriert und verwoben in der Komposition des Motivs. Mehr als 700  dieser Zeugnisse der Verbundenheit und des tiefen Mitgefühls sind entstanden – 448 sind  in der Galluskapelle zu sehen. „Dem Schrecken der Grausamkeit setzte ich Schönheit, meine Fantasie, die Inspiration durch Kunstgeschichte und Freunde entgegen“, sagt Marlis Glaser zu ihrem eindrucksvollen Langzeitprojekt.

Seit vielen Jahren steht in der Kunst von M. E. Glaser das Gegenüber im Zentrum – besonders in den Zypressenpaaren und in der Auseinandersetzung mit den Gedichten von Else Lasker-Schüler, etwa „Ich wollte, du und ich … deine Seele, die die meine liebet … wenn du sprichst, wacht mein buntes Herz auf.“ Als bedeutende deutsch-jüdische Dichterin verarbeitete die expressionistische Dichterin und Zeichnerin ihr jüdisches Erbe vielfach in ihrem Werk. Diese dialogische Haltung knüpft auch an das Denken des jüdischen Sozialphilosophen Martin Buber an und ist seit vielen Jahren eine zentrale Inspiration für Marls Glaser. 

Näheres zum Jahresprogramm unter www.galluskapelle.de (siehe roten Button in der rechten Spalte)

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kam / Förderverien
veröffentlicht am
23.03.2026
Lesedauer: ca. 2 Minuten
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