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Aus den Gemeinderat

Bad Wurzach stellt Antrag auf Prädikatisierung als Thermalheilbad

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veröffentlicht am: 26.03.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Bad Wurzach – Bad Wurzach wird einen Antrag auf Prädikatisierung als Thermalheilbad stellen. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am vergangenen Montag (23. März).

Vor nunmehr fast drei Jahren hatte der damalige Gemeinderat Armin Willburger im Gemeinderat die Anfrage gestellt, inwieweit eine Zertifizierung als Luftkurort auch über den Kernort hinaus auch für die Ortschaften erstrebenswert und umsetzbar sei.

Bei der Sitzung des Verwaltungs- und Sozialausschusses (VSA) am 9. März 2026 hat dieser einstimmig einen Empfehlungsbeschluss für einen Antrag auf Prädikatisierung als Thermalbad gefasst. Die Leiterin der Bad Wurzach-Info (BWI), Johanne Gaipl, präsentierte die Ergebnisse dieser Prüfung bei der Sitzung.

Staatliche Prädikate sind geschützte Gütesiegel, die hohe medizinische und touristische Qualitätsstandards gemäß dem Kurortegesetz Baden-Württemberg garantieren. Sie bestätigen das Vorhandensein natürlicher Heilmittel – wie das Moor oder das Thermalwasser – sowie eine entsprechende Infrastruktur.

Prädikate sind auch wichtig als rechtliche Grundlage für die Finanzierung. Sie sind wichtig für die Höhe von Zuweisungen aus dem Fremdenverkehrslastenausgleich. Und sie bestimmen auch die Förderquoten des Tourismusinfrastrukturprogrammes. Mit einem Prädikat wie es Bad Wurzach als Moorheilbad bereits vorweisen kann, kann sich die Quote von 30 % auf bis zu 60 % verdoppeln.

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Um den Standort dauerhaft zu sichern, wurden verschiedene Prädikate (Luftkurort, Erholungsort, Kneippkurort und Thermalheilbad) geprüft. Dabei stellte sich heraus, dass Thermalheilbad für Bad Wurzach die wirkungsvollste Option darstellte.

Heilwasseranalyse und Balneologisches Gutachten liegen vor

Das Prädikat Thermalheilbad würde das Profil der Stadt als Gesundheitsstandort schärfen und als zweites Standbein auch den Zugang zu Maximalförderungen eröffnen. Die gesetzlichen Anforderungen seien durch die vorhandene Thermalquelle und der entsprechenden Infrastruktur bereits weitgehend erfüllt. Ein Heilwasseranalyse und Balneologisches Gutachten liegen mit positivem Ergebnis bereits vor. Das Prädikat würde das Anwendungsgebiet für den Kurbetrieb erweitern.

Das Prädikat „Luftkurort“ wäre wegen der hohen Hürden bei Luftreinheit und wegen der teuren Langzeitmessungen für die Teilorte nicht in Frage gekommen. Ähnliches gelte auch für das Prädikat Erholungsort. Und seit 2024 wurde auch die Gesetzeslage verschärft: Ein Nachweis von mindestens 100 Betten pro Teilort sei nicht zu schaffen. Auch für den „Kneippkurort“ seien große Investitionen erforderlich und vor allem: Es gibt in Bad Wurzach keinen Kneippverein. Daher werden die Prüfungen dieser Prädikate eingestellt.

Die Vorausetzungen für den Titel „Thermalheilbad“ seien bereits erfüllt, lediglich für die Antragstellung beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg durch eine externe Firma (Hydroisotop) entstünden noch Kosten in Höhe von 4000 €.

„Gut angelegtes Geld“

Für Berthold Leupolz, Ortsvorsteher von Eintürnen und verantwortlich für das Liegenschaftsamt, erklärte dazu, die 4000 € für das Prädikat seien gut angelegtes Geld. Franz-Josef Maier (MirWurzacher) sagte: „Dieses Prädikat ist eine wichtige Basis für den Erhalt der Infrastruktur. Ohne es können wir diese nicht halten.“ Auch Manfred Braun (Freie Wähler) sieht die Prädikatisierung positiv. Durch die Ablehnung des Turmes sei Bad Wurzach in seiner Entwicklung um Jahre zurückgeworfen worden. Daher sei das nun der richtige Weg. Aber das Thermalbad muss auch entsprechend einladend gestaltet sein.

Bei der Abstimmung folgte der Gemeinderat einstimmig der Empfehlung des VSA.
Uli Gresser

Die Präsentation von Johanne Gaipl, Leiterin der Bad Wurzach-Info (BWI), haben wir unter „Downloads“ hinterlegt.

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Uli Gresser
veröffentlicht am
26.03.2026
Lesedauer: ca. 3 Minuten
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