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Bad Waldsee – Mit kräftigen Farben, abstrakten Formen und humorvollen Figuren ist im Seenema – Stadtkino Bad Waldsee – eine neue Ausstellung eröffnet worden. Unter dem Titel „Farbkräftige Malerei und witzige Skulpturen bzw. Figuren“ zeigt die Aulendorfer Künstlerin Julia Niepmann-Eisenlauer eine Auswahl ihrer Arbeiten.

Gäste der Vernissage.
Zur Vernissage begrüßte Marianne Jocham, die seit mehr als zehn Jahren für die Ausstellungen im Stadtkino verantwortlich ist, zahlreiche Gäste aus Bad Waldsee und der Region – unter anderem aus Aulendorf, Biberach und Bad Saulgau. „Frühling ist, wenn die Welt in bunte Farben taucht“, sagte sie zu Beginn – ein Bild, das gut zu den farbintensiven Werken der Künstlerin passt. Kunst, so Jocham, sei zudem immer auch ein verbindendes Element: „Kunst ist ein Integrationsmodell.“
Virtuose Blockflöte eröffnet die Vernissage

Flötistin und Lyrikerin Ute Giese umrahmte die Vernissage mit Wort und Musik.
Musikalisch wurde die Ausstellung von der Blockflötistin Ute Giese aus Altheim bei Riedlingen eröffnet. Mit der Sopranblockflöte spielte sie das Stück „Englische Nachtigall“ und trug außerdem lyrische Texte zum Thema Frühling vor. Das Spiel der Musikerin erwies sich als ausgesprochen virtuos: mit klarer Tongebung, großer Beweglichkeit und feinem Ausdruck füllte der warme Klang der Blockflöte den Raum. Giese ist weit über Oberschwaben hinaus bekannt und trat bereits in mehreren europäischen Ländern sowie in Israel auf. Im Verlauf der Vernissage sollten noch weitere musikalische und lyrische Beiträge folgen.
Ein Weg zur Kunst mit vielen Stationen
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht jedoch die Künstlerin Julia Niepmann-Eisenlauer, die seit 1994 in Aulendorf lebt. Geboren in Nordrhein-Westfalen, führte ihr beruflicher Weg zunächst in eine ganz andere Richtung. Sie studierte Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln und wollte ursprünglich Lehrerin werden. Zusätzlich beschäftigte sie sich an der Fachhochschule Köln mit Textilgestaltung. Erst viele Jahre später fand Niepmann-Eisenlauer intensiv zur bildenden Kunst. Seit etwa 2015 arbeitet sie vor allem mit Acrylfarben und verschiedenen Materialien. Sie experimentiert mit Techniken wie Papierarchitektur (Kirigami), bemalten Steinen oder Holzskulpturen und veröffentlichte zudem mehrere Bücher über ihre künstlerischen Arbeitsweisen.

Julia Niepmann-Eisenlauer zeigt ein Kirigami-Kunstwerk.
Inspiration aus Holz, Farbe und Technik
Ein besonderes Merkmal ihrer Arbeit sind Skulpturen aus gefundenen Holzstücken. Die natürlichen Formen der Fundstücke geben dabei oft den Impuls für figürliche oder abstrakte Gestalten.
Daneben stehen farbkräftige Acrylbilder mit starken Kontrasten und lebendigen Farbflächen. Manche Werke wirken dynamisch und expressiv, andere eher ruhig und geometrisch angelegt – ein Hinweis auf die vielen Einflüsse, die ihre künstlerische Entwicklung geprägt haben.
Wer die Künstlerin näher kennenlernen möchte, kann dies auch in ihrem Atelier „JULIART“ in Aulendorf tun. Dort entstehen ihre Werke in einer Umgebung, die selbst schon fast wie ein kleines Kunstwerk wirkt: Pinsel und Farben sind sorgfältig geordnet, bereit für die nächste kreative Idee.
Gezeigte Werke






Ausstellung bis 10. Mai
Am Ende der Vernissage dankte Marianne Jocham sowohl der Musikerin Ute Giese als auch der Künstlerin Julia Niepmann-Eisenlauer für ihre Beiträge. Die Besucher konnten anschließend bei einem Glas und kleinen Knabbereien die Ausstellung in Ruhe betrachten.
Die ausgestellten Bilder, Figuren und kleinen Arbeiten in der Vitrine sind käuflich zu erwerben. Die Ausstellung im Seenema ist bis zum 10. Mai zu sehen und kann während der Kinoöffnungszeiten besucht werden.
Text und Fotos: Erwin Linder































