Der Nachfolger von Pfarrer Erzberger steht fest
Leutkirch / Rottenburg – Anton Gruber, Leitender Pfarrer der Kirchengemeinden St. Peter und Paul in Weil der Stadt und St. Leonhard in Dätzingen im Dekanat Böblingen, folgt in der Seelsorgeeinheit Leutkirch auf Pfarrer Karl Erzberger, der Ende des Jahres mit 70 Jahren in den Ruhestand gehen wird. Neben St. Martinus in Leutkirch gehören seit gut einem Jahr auch die Kirchengemeinden St. Petrus und Paulus in Friesenhofen, St. Gertrud in Hinznang, St. Gallus und Magnus in Hofs, St. Bartholomäus in Ottmannshofen, St. Martinus in Urlau und St. Johannes Baptista in Wuchzenhofen zur Seelsorgeeinheit. Der genaue Zeitpunkt für den Wechsel ist noch nicht bekannt.

Pfarrer Anton Gruber. Foto: Sabine Schreiber
Geboren 1966 in Blaubeuren, studierte Anton Gruber in Tübingen und Innsbruck Katholische Theologie. Nach dem Diakonatsjahr in Fellbach-Schmiden weihte ihn der damalige Bischof Dr. Walter Kasper 1992 in Weingarten zum Priester. Je zwei Jahre wirkte Gruber als Vikar in Heidenheim und Tuttlingen, bevor er 1996 seine erste Pfarrerstelle in Donzdorf antrat. Mit Bildung der Seelsorgeeinheit Lautertal kamen die Kirchengemeinden in Reichenbach unter Rechberg und Winzingen sowie in Nenningen und Weißenstein dazu. Seit 2010 leitet der Priester die Seelsorgeeinheit Mittleres Heckengäu mit Weil der Stadt und Dätzingen. Die neue Stelle im Allgäu verlieh Bischof Dr. Klaus Krämer dem heute 58-Jährigen aufgrund seiner Bewerbung.
Grubers Herz schlägt für die Kirchenmusik
Grubers Herz schlägt neben einer zeitgemäßen Seelsorge besonders für die Kirchenmusik. Bereits mit 19 Jahren legte der Organist und Chorleiter die C-Prüfung ab. Als Kirchenmusikpräses verband und verbindet er in den Dekanaten Geislingen und Böblingen die musikalische Leidenschaft mit seinem Dienst. Seit 2010 gehört Gruber zum Vorstand des Cäcilienverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Auch seine Affinität zu Elektronik und Informatik macht er sich für die Pastoral zunutze. Regelmäßig überträgt der Pfarrer seine Gottesdienste im Internet. Anfang der 2000er-Jahre war er damit Pionier in der Diözese – lange vor Corona.