Kreuzwegandacht in der renovierten Kapelle in Brugg

Brugg – Die wichtigste Ausstattung der innen renovierten Kapelle in Brugg befasst sich mit der Passion: Das Altarbild zeigt die Kreuzigung und an den Seitenwänden befindet sich ein Kreuzweg mit 14 Stationen, der den Leidensweg Jesu in berührender Weise darstellt. Beides wollen wir in den Blick nehmen bei einer Kreuzweg-Andacht am Gründonnerstag, zu der Beter aus nah und fern eingeladen sind. Die Andacht wird von Gregor Holzmann an der Steirischen Harmonika musikalisch umrahmt. Beginn am 17. April ist um 18.00 Uhr.

Das Altarblatt – Jesus am Kreuz, am Fuß des Kreuzes seine Mutter Maria sowie Maria Magdalena und der Jünger Johannes – stammt nachweislich von der Hand des Wurzacher Kunstmalers Joseph Anton Schley (1833 – 1898). Bei der Restaurierung des Gemäldes im vergangenen Jahr (2024) durch Erwin Roth kam rückseitig eine Jahreszahl zum Vorschein: 1866.
Der Altar dagegen ist wesentlich älter: Im Inneren des Altartisches wurde die Jahreszahl 1722 gefunden.
Das Entstehungsjahr des farbenfrohen Kreuzweges ist seit jeher bekannt: Die 14 Tafeln, Öl auf Holz, wurden laut Signatur an der 14. Station anno 1851 von Josef Anton Mohr (1809 – 1888) bemalt, der lange in Rohrbach ansässig war.
Am Gründonnerstag (17. April) beten wir die Kreuzweg-Andacht aus dem alten „Gotteslob“ (GL alt Nr. 775). Es sind zwei Dutzend Gebetbücher vorhanden. Wer das alte Gotteslob noch hat, möge es mitbringen.
Weiter beten wir ein Gesätzchen des Rosenkranzes mit den Worten „Jesus, der am Ölberg Blut geschwitzt hat“.
Gregor Holzmann wird meditative Stücke spielen. Auch wird er das Passionslied „O Haupt voll Blut und Wunden“ begleiten.
Der Beginn der Brugger Andacht wurde so gelegt, dass im Anschluss die Heilige Messe in Arnach zum Gedenken des Letzten Abendmahls besucht werden kann; die Eucharistiefeier in Arnach beginnt um 19.30 Uhr.

6. Station: „Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.“

7. Station: „Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz.“

11. Station: „Jesus wird an das Kreuz genagelt.“

Raumdominierendes Kreuz unbekannten Alters und unbekannter Herkunft.
Text: Gerhard Reischmann / Fotos: Hedy Baumgärtner
Unter Downloads finden Sie ein Faltblatt, in dem die Innenrenovation von 2024 kurz beschrieben ist.