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Leserbrief

Ein Turm für die Zukunft Bad Wurzachs



Zur Diskussion um den geplanten Naturerlebnis- und Beobachtungsturm im Wurzacher Ried

Ich bin ein Bad Wurzacher durch und durch. Schon meine Eltern haben hier ihre Firma aufgebaut und ich führe sie heute weiter. Meine Familie – meine Frau und unsere drei Kinder – lebt ebenfalls hier. Ich bin seit über 30 Jahren in den Vereinen aktiv, sowohl in Bad Wurzach als auch darüber hinaus. Man kennt mich, aber ich stehe nicht immer im Rampenlicht. Dennoch liegt mir unsere Stadt sehr am Herzen und deshalb möchte ich mich zum geplanten Aussichtsturm im Wurzacher Ried äußern.

Ich unterstütze das Projekt aus voller Überzeugung. Der Turm ist eine echte Chance für Bad Wurzach, sowohl in Sachen Tourismus, Gastronomie als auch für uns Einheimische. Er gibt uns die Möglichkeit, unser wunderschönes Ried, eines der größten Hochmoore in Europa, sichtbar und erlebbar zu machen. Ohne den Turm geht wertvolles Fördergeld an eine andere Stadt. Sie bauen dann ihren Turm oder etwas Vergleichbares – warum sollten wir das zulassen? Das wäre eine verpasste Gelegenheit​.

Was die Umwelt betrifft, möchte ich betonen, dass der Standort keine unberührte Natur ist. Die Kritik, dass der Bau die Natur beeinträchtigen würde, entkräftet sich durch die Wahl des Standorts, der bereits industriell genutzt wurde. Es wird kein neues Gebiet erschlossen, sondern ein ohnehin belasteter Bereich aufgewertet​.

In den 60er-Jahren sind dort täglich schwere LKWs und Traktoren gefahren, um den Torf abzutransportieren, der zum Heizen oder zur Nutzung von Wasserdampf in Betrieben verwendet wurde. Der Standort war also damals schon Teil einer industriellen Nutzung – warum sollten wir heute anders darüber denken?

Natürlich ist mir bewusst, dass sich im Laufe der Jahre auch Tiere dort angesiedelt haben, da das Ried heute unter Naturschutz steht und sich die Biosphäre verändert hat. Hier denke ich wird sich der Naturschutz bzw. das Naturschutzzentrum, welches ja auch den Turm fordert,  seine Gedanken gemacht haben und auch in Zukunft tun, damit die Natur und die Turmbesucher im Einklang das Ried genießen können. Wir dürfen nicht vergessen, dass dieser Turm das Ried für uns erlebbar machen soll, ohne es dabei zu zerstören.

Natürlich müssen die Betriebskosten vernünftig geplant sein. Die Schätzung von 40.000 Besuchern jährlich klingt ambitioniert und hier sollte die Stadt vielleicht etwas realistischere Zahlen anstreben​. Transparenz ist wichtig, damit wir alle die Entscheidung nachvollziehen können.

Was mir jedoch besonders auffällt, ist, dass bei den Gegnern des Projekts hauptsächlich die monetären Aspekte im Vordergrund stehen. Es werden keine harten Fakten geliefert, die wirklich gegen den Turm sprechen, abgesehen von finanziellen Bedenken. Dabei wäre es doch wichtig, klare Informationen zu bekommen, wenn man schon so vehement gegen das Projekt ist. Zudem gibt es keine offizielle Plattform, auf der man sich umfassend informieren könnte. Die Diskussion im Gemeinderat am 16. September war ebenfalls mehr verwirrend als hilfreich.

Als langjähriges Mitglied unserer Gemeinschaft möchte ich sagen: Lasst uns gemeinsam nach vorne schauen und den Turm als eine große Chance für Bad Wurzach nutzen!
Manuel Haberer, Bad Wurzach




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Bad Wurzach – Rund 10.600 Wahlberechtigte aus dem Gemeindegebiet sind am 23. Februar zur Wahl des 21. Deutschen Bundestags sowie knapp 11.500 Bürgerinnen und Bürger zur Abstimmung über den Bürgerentscheid zum „Naturerlebnis- und Beobachtungsturm im Wurzacher Ried“ aufgerufen. Die Wahllokale in der Stadt und den Ortschaften sind am Wahltag von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Nachstehend Informationen von Seiten der Stadt zum Wahltag (Zwischentitel stammen zum Teil von der DBSZ-Redaktion):
23. Februar, 20.30 Uhr

Turmgegner treffen sich am Abstimmungsabend im T4

Bad Wurzach – Die Turmgegner treffen sich am Sonntagabend (23.2.) ab 20.30 Uhr im Restaurant “T4” zur Besprechung des Abstimmungsergebnisses beim Bürgerentscheid. Interessierte seien willkommen, teilte uns Herbert Birk, Vertrauensmann der Bürgerinitiative, am Freitagabend (21.2.) um 19.30 Uhr mit.
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