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Hans Holland (links), Gemeinderat und Stellvertreter des Bürgermeisters, hieß das Ehepaar Bürkle willkommen in der Rottumstadt.

Ochsenhausen – Die Rottumstadt hat einen neuen Bürgermeister. Philipp Bürkle ist der Nachfolger von Amtsvorgänger Andreas Denzel. Dort, wo dieser vor kurzem verabschiedet worden war, fand am 11. September die Amtseinführung des Neuen statt. Ochsenhausens Wahrzeichen, das Benediktinerkloster, bietet dafür den repräsentativen Rahmen. Im Raum des Wissens, im historischen Bibliothekssaal, fanden sich an diesem Montag zahlreiche Gäste ein, um dem 32-Jährigen in sein neues Amt zu begleiten mit guten Wünschen vom Vertreter des Gemeinderates und Bürgermeisterstellvertreters Hans Holland, gefolgt von Landrat Mario Glaser und dem Bundestagsabgeordneten Josef Rief.

Letzterer verdeutlichte, woher der noch junge, neue Bürgermeister kommt. Geboren in Bad Wurzach, wo sein Vater bis 2018 zwei Amtsperioden Bürgermeister und darüber hinaus auch CDU-Fraktionsvorsitzender im Ravensburger Kreistag war. Seine Mutter Stefanie Bürkle ist seit 2014 Landrätin in Sigmaringen und seit 2021 stellvertretende CDU-Landesvorsitzende. Kein Wunder, dass der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Josef Rief (63) betonte, dass er den neuen Ochsenhauser Bürgermeister schon von Kindesbeinen an kennt.

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Landrat Mario Glaser überreichte dem neuen Bürgermeister ein Geschenk zur Amtseinführung.

Der Jurist Philipp Bürkle war nicht nur bis Ende 2021 Landesvorsitzender der Jungen Union, sondern bewarb sich als Referent bei CDU-Fraktionschef im Stuttgarter Landtag Manuel Hagel um den Bürgermeisterstuhl in Ochsenhausen. Hagel, der aus Ehingen stammt, wird als Nachfolger von CDU-Landesvorsitzenden und Innenminister Thomas Strobl gehandelt. Wenngleich politisch gut vernetzt, sei er gekommen, um zu bleiben, versicherte der Gewinner an der Seite seiner Frau Kerstin unmittelbar nach seiner Wahl, die er bereits beim ersten Anlauf mit 68 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 50 Prozent für sich entschied.

Darauf verwies Landrat Mario Glaser in seinem Grußwort im Bibliothekssaal und wertete den Vertrauensbeweis als beste Voraussetzung zum „Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich“, zitierte Glaser den Soziologen Max Weber zur Kunst von Politik und versicherte dem Novizen seine Unterstützung. „Wir sitzen in einem kommunalen Boot“, erklärte der Landrat und machte das Ehepaar Bürkle augenzwinkernd darauf aufmerksam, dass Ochsenhausen auch gute Kindergärten zu bieten habe.

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Die Landesakademie sorgte für musikalischen Glanz zur Festveranstaltung.

Philipp Bürkle freute sich sichtlich über die vielen guten Wünsche und lobte nicht minder seine neue Wahlheimat. Seinen beiden Amtvorgängern Andreas Denzel und Max Herold zugewandt, meinte er: „Ihr habt mir nicht nur eine tolle Stadt mit allen Möglichkeiten übergeben, sondern auch eine absolut tolle Truppe mit super Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“ Drei Themen, die ihm besonders wichtig erscheinen und denen er sich umgehend widmen wolle, nannte Bürkle. Darunter der weitere Ausbau des Hochwasserschutzes, die Sicherung und Erweiterung der Schulstandorte sowie der Ausbau der regenerativen Energie. Bürkle: „Als wirtschaftsstarke Gemeinde ist es unsere Pflicht auch hier voranzugehen.“

„Mein Herz ist voll und ich könnte dn ganzen Abend so fortfahren“, erklärte der frisch gebackene Schultes. Doch habe er seiner Frau zum Hochzeitstag (11. September) versprochen, dass er seine Redelust zügle. „Und Versprechen soll man ja auch einhalten“, gab sich der junge Bürgermeister vorbildlich.

Viele Gäste waren gekommen, um Philipp Bürkle und seine Frau Kerstin willkommen zu heißen.

Text & Fotos: Roland Reck



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