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Das Aulendorfer Schloss beherbergt das Rathaus. Am 7. Juli wird in der 10.000-Einwohner-Stadt der Bürgermeister gewählt. Foto: Reck

Aulendorf – Der Wunsch des Amtsinhabers ist, dass die Bürger und Bürgerinnen der Schlossstadt am 7. Juli zur Wahl gehen. Bürgermeister Matthias Burth tritt für eine dritte Amtszeit an. Kurz vor Ablauf der Frist hat ein weiterer Kandidat seinen Hut in den Ring geworfen: Dominik Merk (38). Somit hat der 54-Jährige einen Herausforderer.

Bereits seit Oktober 2008 steht der parteilose Diplom-Verwaltungswirt Matthias Burth an der Spitze des Aulendorfer Rathauses. Er strebt seine dritte Amtszeit in der oberschwäbischen Kurstadt an. Zu Beginn seines Wirkens musste er einen Schuldenberg von 64 Millionen Euro abbauen. Die Kommune hatte damals die höchste Pro-Kopf-Verschuldung in Baden-Württemberg. „Wir haben die finanzielle Konsolidierung erreicht und sind auf einem guten Weg“, schaut Burth im Gespräch mit BLIX auf die vergangenen 16 Jahre zurück. Er wolle den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit allen Akteuren weitergehen und Themen wie das Quartierskonzept, die Energiewende, die Innenstadtgestaltung, den Verkehr auf der Hauptstraße und den Breitbandausbau vorantreiben. Sein Wahlkampfslogan lautet: „Auf einem guten Weg“, den er noch bis 2032 weitergehen möchte. „Eine vierte Amtszeit wird es aber sicher nicht geben“, blickt der Rathauschef bereits voraus. 

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Treten zur BM-Wahl an: Amtsinhaber Matthias Burth (links) und Herausforderer Dominik Merk.

Zunächst schien Burth der einzige Kandidat für die Wahl am 7. Juli zu sein. Doch genau fünf Stunden vor Bewerbungsschluss am 10. Juni um 13 Uhr ging eine weitere Bewerbung ein: die des aus Bad Waldsee stammenden IT-Experten Dominik Merk (38), der in Aulendorf verheiratet ist. Der bisher politisch nicht in Erscheinung getretene Kandidat will „frischen Wind und moderne Sichtweisen“ einbringen. Unter anderem wolle er sich für mehr Kreisverkehre, mehr Industrie und Gewerbe sowie für Jugendangebote wie beispielsweise Lerngruppen und für mehr Personal im Ordnungsamt einsetzen, wie er beim Redaktionsbesuch schildert. „Ich möchte in Aulendorf meine Fußabdrücke hinterlassen“, so Merk.

Dass es einen Mitbewerber gibt, betrachtet Burth als normalen demokratischen Prozess, dem man sich selbstverständlich stellen müsse. Er hofft auf eine möglichst hohe Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl. Seinen Gegenkandidaten kenne er nicht, nehme ihn aber durchaus ernst. Beide Bewerber sind parteilos. 

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Die formale Prüfung der Bewerbungsunterlagen fand am 18. Juni in einer öffentlichen Sitzung des Gemeindewahlausschusses im Rathaus statt. Um einen bestehenden Rückhalt in der Aulendorfer Bevölkerung nachzuweisen, musste Herausforderer Merk mindestens 25 Unterschriften vorlegen, er brachte 30 mit. Die Unterlagen beider Bewerber wurden für gültig erklärt, so dass beide Kandidaten am 7. Juli antreten können.

Autor: Patrick Merk



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