Biberach - Der Biberacher Bundestagsabgeordnete und SPD-Kreisvorsitzende Martin Gerster sowie der DGB-Kreisvorsitzende Herbert Kasperek unterstützen die Pläne für ein neues Industriegebiet im Rißtal (IGI). In einer gemeinsamen Erklärung werben sie dafür, guten mittelständischen Unternehmen aus Biberach und Umgebung die Möglichkeit einer Weiterentwicklung zu geben.

 

„Wir sind in der glücklichen Lage, in einer Region mit herausragenden größeren und kleineren Betrieben zu leben, darunter verhältnismäßig viele Firmen mit Weltruf“, so der Bundestagsabgeordnete Martin Gerster, der auch SPD-Kreisvorsitzender ist. „Viele identifizieren sich übermäßig mit „ihren Unternehmen“ - das trägt entsprechend zum Erfolg bei.“

 

„Wir wissen, dass unsere Unternehmen Flächen mit guter Verkehrsanbindung zur Standortsicherung benötigen“, so Gerster weiter. „Wir sollten den Unternehmen, denen wir unseren Wohlstand im Kreis Biberach verdanken, auch eine Zukunftschance geben – vor allem, wenn wir über ein Gebiet entlang einer guten Bahnstrecke verfügen.“ Der 45-Jährige verweist auch auf die Aussagen der SPD vor der letzten Kommunalwahl: „Wir haben immer gesagt, dass wir bei Bedarf unseren Unternehmen helfen, wenn es um eine notwendige Erweiterung geht.“

 

„Viele Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn sind bei Biberacher Unternehmen beschäftigt. Diesen Firmen jede Entwicklungsmöglichkeit zu nehmen, gefährdet den Arbeitsplatz eben jener Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn“, bekräftigt Herbert Kasperek, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Kreis Biberach. Er betont, dass zahlreiche Arbeitsplätze und damit die Lebensqualität vieler Familien von einer Weiterentwicklung der Biberacher Unternehmen abhängen. „Ich unterstütze daher die Pläne der Stadt Biberach und der Gemeinden Warthausen, Schemmerhofen und Maselheim, gemeinsam ein Industriegebiet zu realisieren. Allzu schnell sind sonst Unternehmen und Arbeitsplätze anderswo. Dann ist die Enttäuschung groß.“ Martin Gerster weiter: „Das hat man erst im Dezember 2015 gesehen, als ein anderer großer Arbeitgeber Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe nicht nach Biberach, sondern nach Wien vergeben hat.“

 

Gerster und Kasperek zeigen aber auch Verständnis für Kritiker. „Diskussionen und unterschiedliche Meinungen sind erlaubt und in unserer Demokratie willkommen. Die Eingriffe in die Natur müssen so gering wie möglich gehalten werden. Aber guten, erfolgreichen Unternehmen die Zukunft zu nehmen, ist gleichbedeutend mit dem Absägen des Astes, auf dem wir alle sitzen.“

 

Pressemitteilung Martin Gerster MdB

 

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