Baden WuerttembergBaden Württemberg - Plötzlich einsetzendes hohes Fieber ähnlich wie bei einer Grippe, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Bauchschmerzen – um diese Jahreszeit können das Zeichen einer Hantavirus-Infektion sein. Bei einem Teil der Erkrankten entwickelt sich ein Nierenversagen.

 

Seit Anfang Mai 2015 hat sich die Zahl der wöchentlichen Hantavirus-Erkrankungen in Baden-Württemberg fast verdoppelt. In der letzten Juniwoche allein waren es bereits 29 Fälle. Die Fallzahlen sprechen für ein erhöhtes Infektionsrisiko überall dort, wo Rötelmäuse vorkommen. Das sind vor allem Kreise mit hohem Buchenwaldanteil. Arbeiten im Wald und Garten und Reinigung von Kellern, Schuppen, Scheunen und Ställen können Staub aufwirbeln und so Kontakt mit eingetrocknetem Kot und Urin der Nagetiere schaffen.

Die Vermeidung des Kontakts mit Ausscheidungen von Nagern ist die wichtigste Maßnahme einer Infektionsverhütung. Das Landesgesundheitsamt, das beim Regierungspräsidium Stuttgart angesiedelt ist, empfiehlt daher, Schutzmaßnahmen zu treffen, um sich vor einer Infektion mit dem durch Rötelmäuse übertragenen Virus zu schützen. Das Befeuchten von Flächen und das Lüften der Räume vor Reinigungsarbeiten bindet Staub. Eine Entsorgung zuvor desinfizierter Nagerausscheidungen vermindert das Expositionsrisiko. Daneben ist die Bekämpfung von Nagetieren wichtig.

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Hantavirus-Fälle nach Meldewoche, Balken: 2015, Linien:Vorjahre 2010(grün) 2012 (grau) mit Minima und Maxima (2011/2013/2014) BW, Stand: 01.07.2015

 

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Gemeldete Hantavirus-Erkrankungen pro 100.000 Einwohner nach Stadt- und Landkreis, Baden-Württemberg 2015, Stand 01.07.2015

Eine Hantavirus-Erkrankung beginnt meist wie eine Grippe mit plötzlich einsetzendem hohen Fieber. Hinzu kommen Kopf- und Gliederschmerzen sowie Bauchschmerzen. Bei einem Teil der Erkrankten entwickelt sich ein Nierenversagen (Nephropathia epidemica), das dialysepflichtig werden kann, sich jedoch in der Regel zurückbildet. Hantaviren werden über Rötelmäuse verbreitet, die das Virus über Kot und Urin ausscheiden.

Pressemitteilung Regierungspräsidium Tübingen

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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