polizei 578x235Kisslegg - Erneut haben sich in mehreren Fällen unbekannte Täter am Mittwochabend bei Bürgerinnen und Bürgern, dieses Mal im Bereich Kißlegg, gemeldet und sich am Telefon als Polizeibeamte des Polizeireviers Wangen ausgegeben.

 

Anschließend waren die Angerufenen, teilweise unter dem Vorwand, dass es zu Festnahmen gekommen sei und ihr Namen auf einer Liste stehe, nach ihren Vermögensverhältnissen befragt worden. Da zum Glück nach bisherigen Erkenntnissen alle Bürgerinnen und Bürger besonnen und misstrauisch reagierten, kam es in diesen Fällen zu keinem Schaden. Die Angerufenen hatten richtigerweise die Gespräche zügig beendet.

 

Auf dem Telefondisplay zweier Angerufenen wurde die nicht existente Rufnummer "0110" angezeigt. Bei dieser Vorgehensweise handelt es sich um sogenanntes "Call ID-Spoofing". Die Täter verschleiern mit einem Computerprogramm ihre wahre Identität und übersenden bei einem Telefonat eine vorgetäuschte Rufnummer, die Vertrauen erwecken soll. Die Polizei rät in diesen oder ähnlichen Fällen, auch wenn Sie auf der Straße persönlich von angeblichen Polizeibeamten nach Ihren Vermögensverhältnissen gefragt oder gar zur Herausgabe von Geld aufgefordert werden sollten, eindringlich:

 

  • Geben Sie Personen, die Sie nicht kennen, keine Auskünfte über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.

  • Machen Sie keinerlei Zusagen am Telefon.

  • Nehmen Sie bei entsprechender Aufforderung keine Veränderungen an Ihrem PC vor oder laden Programme herunter; es handelt sich in der Regel um Schadsoftware, bei denen die Täter Zugriff auf Ihre Daten erhalten.

  • Polizeibeamte erfragen am Telefon oder anlassunabhängig auf offener Straße keine Kontodaten oder verlangen Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse.

  • Es gibt technische Möglichkeiten, tatsächlich existierende Behördennummern vorzutäuschen. Seien Sie deshalb misstrauisch und rufen Sie im Zweifelsfall Ihre örtliche Polizeidienststelle an. Geben Sie hierzu diese Rufnummer neu in ihr Telefon ein und nutzen Sie in diesem Fall keine Rückruffunktion oder Rufnummer einer Protokollliste im Telefonspeicher.

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.

  • Übergeben Sie niemals Bargeld an unbekannte Personen, auch nicht an angebliche Polizeibeamte.

  • Vornamen im Telefonbuch können Rückschlüsse auf Ihr Alter zulassen. Daher prüfen Sie, ob Sie diese Namen oder Ihren Eintrag im Telefonbuch benötigen.

Weitere Hinweise und Tipps finden Sie unter https://www.polizei-beratung.de.

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.