Stiftung Liebenau Special Olympics Kressbronn Sieger

Rosenharz-Stuttgart – „Wir haben gejubelt“, antworten mehrere Kicker des FC Rosenharz fast gleichzeitig. Denn ganz unerwartet läuft die Mannschaft nun doch auf beim baden-württembergischen Landesfinale der Special Olympics am kommenden Samstag in Stuttgart. Ganz knapp hatte die Mannschaft die Qualifikation beim entscheidenden Turnier in Kressbronn verpasst. Bild: Hegenberg 4 und Dynamo Lukas der Stiftung Liebenau treten ebenfalls beim Landesfinale der Special Olympics in Stuttgart am kommenden Samstag an

 



Das Nachrücken nimmt sich nun fast wie die späte Belohnung für ihr dort ausgezeichnetes „Fairplay“ aus. Vertreten wird die Stiftung Liebenau bei den Olympischen Spielen für Menschen mit einer geistigen Behinderung nun gleich von drei Mannschaften. Neben dem FC Rosenharz sind auch die Fußballteams Lokomotive Hegenberg 4 und Dynamo Lukas dabei.


FC Rosenharz gegen Mannschaften großer Städte
Das letzte Training in Rosenharz vor dem großen Wettkampf: Auf dem Rosenharzer Fußballplatz herrscht aufgekratzte Stimmung, es geht lebhaft zu. Laute Rufe wie „Mauer“, „weg damit“ sind zu hören. „Ihr dürft ruhig auch abspielen“, fordert Trainer Frederik Weiss die Ballabgabe. Jetzt ist die letzte Chance noch an der Technik zu feilen, bevor die 32 Mannschaften aus allen vier baden-württembergischen Bezirken am Samstag zum Landesfinale antreten. Für die Kicker aus Rosenharz wird es ein besonderer Tag, vertreten sie doch das kleine Dorf Rosenharz gegen Mannschaften aus großen Städten wie Freiburg, Heidelberg oder Stuttgart.


Dabei ist der FC Rosenharz nicht zu unterschätzen: Bereits 2011 hat er das Landesfinale in Mosbach gewonnen. „Das war wie ein kleines Sommermärchen“, sagt Holger Zielonka, der zusammen mit Frederik Weiss die beiden Rosenharzer Mannschaften trainiert. Aktuell sind die Kicker durch zwei Turniere körperlich und mental gut vorbereitet. Auch wenn der Spaß im Vordergrund steht: Ein Sieg wäre das i-Tüpfelchen.


Fußball verbindet
Zum Stellenwert des Fußballs sagt Spieler Peter Böhringer: „Das Training ist der wichtigste Termin der Woche.“ Man trifft sich, neue Bewohner werden schnell integriert. Zielonka attestiert allen Kickern ein hohes Maß an Entwicklung, die sich durch ihre Selbstorganisation und Zuverlässigkeit zeigt. Außerdem herrsche große Fairness auf dem Platz. „Die Spieler bauen sich gegenseitig auf, wenn mal was schief läuft“, so der Trainer. Turniere, wie die Special Olympics, gelten als wichtige Motivation. „Dass die Mannschaft in Stuttgart dabei ist, ist eine Riesensache“, sagt Zielonka. „Es fühlt sich richtig cool an“, meint Spieler Dominik Marohn.


Gespannte Vorfreude
Holger Zielonka begleitet die achtköpfige Mannschaft zum Turnier. Durch das Nachrücken musste auf die Schnelle einiges erledigt werden: von der Reservierung des Busses für die Mannschaft über die Bereitstellung der Spielerpässe bis hin zu den ärztlichen Sporteignungserklärungen für die Kicker. Um 6 Uhr am Samstag startet der Bus dann Richtung Landeshauptstadt, wo ein langer aufregender Tag auf die Fußballer wartet. Mehrere Spiele von je zehn Minuten müssen die Kicker meistern. 50 zu 50 lautet die Prognose einiger Spieler auf die Frage nach der Gewinnerwartung. Spätestens die Siegerehrung wird es zeigen: Vielleicht gibt es für die Rosenharzer dann den nächsten Anlass zu jubeln. Vielleicht gibt es wieder ein kleines Sommermärchen.



Pressemitteilung und Bild Stiftung Liebenau

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