towerstars 200Dresden - Die Ravensburg Towerstars haben die verlorenen Punkte des Heimspiels am Freitag auf fremdem Eis nachgebucht. Sie siegten bei den Dresdner Eislöwen mit 6:3, bereits nach zwei Dritteln hatten sie sich einen 5:0 Vorsprung herausgeschossen.

 

 

 

Beim Auswärtsspiel in Dresden stellte Towerstars Coach Tomek Valtonen das Team auf zwei Positionen um. Als überzähliger Kontingentspieler blieb Jeff Hayes draußen, im Tor startete wieder Olafr Schmidt. Die siebenstündige Busreise hatten die Ravensburger Cracks offensichtlich gut aus den Beinen geschüttelt. Von Beginn an agierten sie sehr konzentriert in der eigenen Zone, auch das Vorchecking war gut strukturiert und effektiv. Daraus resultierten spielerische Vorteile und die klareren Chancen. Bereits nach 40 Sekunden wurde Robin Just vor dem Tor freigespielt, Marco Eisenhut im Eislöwen Tor konnte jedoch parieren.

In der 3. Minute winkte die Chance auf die Führung während einer numerischen Überzahl. Die Gastgeber stellten die Passwege vor dem Tor jedoch erfolgreich zu, so blieben nur Distanzschüsse als Alternative. Direkt im Anschluss kam es dann zu einem Powerplay auf der anderen Seite und hier kamen die Gastgeber zu ihren ersten guten Chancen. Doch auch die Ravensburger Unterzahlformationen überstanden die zwei Minuten schadlos. In der zweiten Hälfte des Startdrittels erhöhten die Oberschwaben mit lautstarker Unterstützung der rund 20 mitgereisten Fans den Druck und das führte prompt zum Erfolg. Zweimal kurz hintereinander wurde der Puck im gegnerischen Drittel zurückerobert, nach erfolgtem Rückpass an die blaue Linie hielt Patrick Seifert drauf und traf zur nicht unverdienten Führung. Der Spielstand von 0:1 hatte auch bis zur ersten Pause Bestand.

Knapp drei Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, da musste Andreas Driendl wegen Beinstellens auf die Strafbank. Das Powerplay der Eislöwen war allerdings von Nervosität geprägt und war durchsichtig. Die Towerstars nutzten dies aus und kurz nachdem Vincenz Mayer nach einem 2:1 Break noch am gegnerischen Torhüter gescheitert war, vollendete David Zucker. Er schnappte sich einen missglückten Rückpass der Dresdner und ließ beim nachfolgenden Alleingang Marco Eisenhut im Eislöwen Tor keine Chance.

Jetzt waren die Towerstars so richtig in Schwung, spielten schnörkellos durch die neutrale Zone und stellten die gegnerische Abwehr vor derbe Probleme. Tero Koskiranta drosch die Scheibe in der 30. Minute zum 0:3 in die Maschen, zu diesem Zeitpunkt war eine Strafzeit gegen Dresden angezeigt. Ganze 57 Sekunden später schlug das Spielgerät dann zum vierten Mal im Tor der Hausherren ein. Zuvor leistete sich Steven Rupprich einen rustikalen Bandencheck und kassierte dafür 2 plus 10 Minuten. Als Vincenz Mayer viereinhalb Minuten vor der zweiten Pause den Spielstand per Abstauber auf 0:5 nach oben schraubte, schien die Partie durch.

Allerdings noch nicht ganz, denn nur 19 Sekunden nach dem Anspiel zum Schlussabschnitt verkürzte Dresden durch Nick Huard auf 1:5. Die Towerstars mussten jetzt höllisch aufpassen, dem Gegner durch den ersten Treffer nicht zu viel Schwung zu verleihen. Gefährlich war auch eine Strafzeit gegen Matias Haaranen in der 43. Minute. Diese war überstanden und gerade als die Towerstars in eine vermeintlich kontrollierte Phase zurückkehrten, wurde es erneut knifflig. Die Unparteiischen sahen in einem Zweikampf ein Haken von Anderas Driendl, wegen eines Kommentars über die Entscheidung gab es eine Bankstrafe obendrauf. In doppelter Unterzahl mussten die Towerstars das 2:5 schlucken, das sorgte bei den Gastgebern für Aufwind. Die Towerstars hatten es jetzt mit einem selbstbewussteren Gegner zu tun und als Thomas Pielmeier im Nachschuss am linken Pfosten auf 3:5 verkürzte, lag noch einmal Spannung in der Luft.

Doch bevor die Towerstars in richtige Bedrängnis gerieten, sorgte das 3:6 für die endgültige Entscheidung. Thomas Supis hatte die Scheibe aus dem Drittel gespielt, Thomas Merl schaltete blitzschnell und traf nach entschlossenem Solo exakt in den rechten Winkel. „Nach den schnellen Gegentoren im Schlussdrittel drohte ein völlig neues Spiel, aber wir haben die Kontrolle nicht vollends aus der Hand gegeben und freuen uns über drei Punkte“, resümierte Towerstars Coach Tomek Valtonen nach dem Spiel.

0:1 0:1 15:41 Patrick Seifert ( Jakub Svoboda , Robin Just ) 0:2 24:27 David Zucker (4:5) 0:3 29:04 Tero Koskiranta (6:5) 0:4 31:01 Andreas Driendl ( Jakub Svoboda, 5:4 ) 0:5 35:37 Vincenz Mayer ( Thomas Merl , Matias Haaranen ) 1:5 40:19 Nick Huard ( Alexander Dotzler ) 2:5 49:44 Nick Huard ( Dale Mitchell , Jordan Knackstedt, 5:3 ) 3:5 54:32 Thomas Pielmeier ( Dale Mitchell , Nick Huard, 5:4 ) 3:6 55:32 Thomas Merl ( Thomas Supis ) Strafminuten: Dresden 10 plus 10 Disz. Rupprick, Ravensburg 14. Zuschauer: 1847

 

Bericht: Frank Enderle

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