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02konzerthausravRavensburg - Präsentiert von der Musikschule Ravensburg fand am Donnerstag ein Nachwuchsbandfestival im Ravensburger Konzerthaus statt. 6 Bands verschiedener Altersklassen zwischen 10 und 18 Jahren, die alle von Ravensburger Instrumental- und Gesangslehrern ausgebildet werden – oder wie die 4 Musiker der Headlinerband „Neon Diamond“ bereits in der lokalen Musikszene etabliert sind.



Den Anfang machte die altersmäßig jüngste Formation „Rock Potatoes“, die mit zwei E-Gitarren, Saxophon, Bass und Schlagzeug gleich für ordentlich Rock-Stimmung sorgte. Getreu ihrem Motto, einer Coverversion von Joan Jess: „I love Rock’n’Roll“ lieferten sie eine routinierte, wenn auch noch etwas
statische Show.


Etwas schwerer tat sich die zweite Band „Power Monkeys“, die trotz rhythmischer Unterstützung ihres Musiklehrers an der 2. Snare-Drum und 2 zusätzlicher Cajon-Trommler einige Male aus dem Takt kam. Vor allem der Toto-Klassiker „Hold the Line“ stellte sich als etwas zu anspruchsvoll heraus. Die Rock-Attitüde stimmte aber schonmal, vor allem der erst 11jährige Leonard Prall stach nicht nur durch sein Optik (Mütze, lange Haare und Glitter-Gitarre) hervor – auch mit seinem Gesang und einem Gitarrensolo
gelang es ihm, das Publikum anzuheizen.


Als dritte Band enterte „Instant Replay“ die Bühne. Das deutlich ältere Trio überzeugte mit akustischen Arrangements und lieferte einen bereits sehr professionellen Auftritt.


Besonders die gefühlvolle Version von „I need a Hero“ kam gut beim Publikum an. Zum Abschluß wurde es noch einmal rockiger: Unterstützt von einem zusätzlichen Bassisten verabschiedeten sie sich mit „Walking on Sunshine“.


Nun wurde es Zeit für die „Mavericks“, die als erste Band ein etwas längeres Programm spielte: Zwar wieder nur Coverversionen, aber die Instumentierung, Bühnenpräsenz und Songauswahl waren überaus gelungen: Besonders die soulig-melancholischen Stücke „Back to Black“, „Skyfall“ und „Zombie“ wurden
von Sängerin Karina Schell absolut überzeugend interpretiert.


Mit „Tuesday Night Project“ kam dann eine Band auf die Bühne, die bereits einige Auftritte in der Region spielen konnte. Das Trio lieferte eine sehr routinierte Live-Show – trotz fremder Gitarre, da dem Sänger und Gitarristen Milo Hoelz das eigene Instrument vor dem Konzert kaputt ging und er auf die Gitarre von Neon Diamond ausweichen musste. Diese und andere Anekdoten erfährt man vom sympatischen Frontmann der Band, der auch über eine gut ausgebildete Stimme verfügt: Sein gut akzentuiertes Vibrato und viele mit Kopfstimme gesungene Passagen passen perfekt zu den bluesig-funkigen Eigenkompositionen der Band.


Ebenfalls live-erfahren sind „Neon Diamond“, die Headlines des Festivals, die sich auch viele Gedanken über die Bandoutfits und Bühnendeko gemacht haben: 8 Neonröhren formten einen Licht-Diamant, der an zentralen Liedstellen aufleuchtete. Auch der Bandname strahlte von einer weiteren Lichtsäule. Optisch war die Bühne also perfekt dem futuristischen Sound der Band angepasst. Mit vielen synthetischen Sounds von Keyboard, Drum-Pad, aber auch aus dem Gitarren-Effektgerät erinnerte die Band an 80er-Jahre Synthi-Pop, spielt aber ausschließlich eigenen Songs, überwiegend deutschsprachig - wobei viele Songs ein Sprachen-Mix enthielte – so wie ihre neueste Komposition „Du bist Everything“.


Für das Konzert wurde ein erheblicher technischer Aufwand betrieben: Den jungen Musikschülern wurde nicht nur eine professionelle Bühne mit großer Lichtanlage und Beschallung zur Verfügung gestellt, sondern gleich mehrere Kameraleute filmten den ganzen Abend für eine DVD-Produktion mit.



Bericht und Bilder Fabian Mróz



  • IMG_4758RockPotatoes
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  • IMG_4857InstantReplay

  • IMG_4961Mavericks
  • IMG_5021TuesdayNightProject
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  • IMG_5416NeonDiamond


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