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Ziegelbach - Das war das Thema des „etwas anderen Raus aus dem Alltag“ Abend. Dieser wurde bereits zum 8. Mal von den Landwirtschaftlichen Meisterverbänden aus Leutkirch und Ravensburg, sowie den Vereinen der landwirtschaftlichen Fachschulabsolventen aus Bad Waldsee, Leutkirch, Ravensburg und Wangen organsiert. Mit der Auswahl des Programms haben die Organisatoren wieder einmal ein geschicktes Händchen bewiesen.

 

Christine Dorn-Bohner begrüßte die Gäste aufs herzlichste und freute sich über den bis auf den letzten Platz gefüllten Dorfstadel in Ziegelbach. Mit guten Wünschen für das Neue Jahr und einem Dank an alle Vereine, Helfer und ganz besonders an das Orgateam um Thomas Eib, Hans Frick, Hilde Heine, Conny Branz und Freddy Holzmüller (Ton & Technik) übergab sie die Bühne an Heike Sauer – besser bekannt als Marlies Blume.

 

Mit ihrer spritzigen positiven Art zog sie sofort das Publikum in ihren Bann. Absolut am Puls der Zeit trafen die Kommentare direkt ins Herz. So wie auch das Programm lautet Mit Kopf – Herz, das ganz besonders, denn nur wer sein Herz ganz weit macht, wird das Herz des gegenüber erreichen. Die Hand und bis zum Fuß ist jeder von uns einzigartig. Mit ihrem authentischen rosaroten Outfit, welches sich immer wechselnd, durch das gesamte Programm zieht, tritt sie mit Rosa Federboa und glitzernden Plateauschuhen auf die Bühne. „Mein erster Eindruck von Ihnen war schon mal super“ – begrüßt sie das Publikum. „Haben sie meine traumhaften Schuhe gesehen? – Ja? – dann kann ich sie ja ausziehen“, denn ohne steht es sich deutlich besser auf der Bühne.

 

Nachdenklich sinniert sie über die guten Zeiten von Heute, nach denen man sich in 10 Jahren wieder zurücksehnt. Auch wenn ihr Alter schon über 40 liegt, lässt sie dazu keinen Witz aus. Sei es ob sie sich von der Traube langsam zur Rosine wandelt oder dem Wissen, dass der Schwabe mit 40 gescheit wird. Ab 50 tauscht die Bodylotion in Kyttasalbe. Besonders spannend wird es dann ab 60, denn ab da beginnt dann bis 90 die Weisheit. Darauf freut sie sich schon am meisten.

 

Mit wandelnden Gedanken über das Fähnlein in den Wind zu hängen wie man es braucht, passiert es schnell, dass man sich daraufhin im Kreis dreht und im schlimmsten Fall irgendwann im Viereck springt. So geht das dann täglich und man läuft sich nur noch hinterher. Gedanken, die alle im Saal nachvollziehen konnten und zum Nachdenken anregten.

 

Sind die Schwaben davon vielleicht leichter betroffen, weil anderen schon immer einen Schritt voraus sind? Während der eine noch steht, geht der Schwabe schon, der andere geht – der Schwabe springt – und so geht es bis man irgendwann in Irrläufe kommt und diese hämmern dann im Kopf. Und wenn man sich dann nimmer kennt fragt man sich warum? Dann komm doch erst einmal zu dir, empfiehlt Marlies. Auch gegen die eigene Unzufriedenheit hat sie ein Rezept parat. Die meiste Zeit verbringt man doch mit sich selbst, also sollte man doch mal mehr mit sich selbst zufrieden sein. Lächle in die Welt und sie lächelt dir zurück.

 

Passend zum Jahresbeginn sicher auch für viele, sich mit den sozialen Medien auseinanderzusetzen - lassen wir uns nicht zu viel von der ganzen Technik unter Druck setzen? Einfach öfter mal abschalten und zu sich finden, hat schon oft geholfen. Die Risiken zu Facebook und Co blieben auch nicht unerwähnt. Alles Medien in denen wir mehr oder weniger gefangen sind.

 

Im Vergleich mit einer Single beschrieb sie treffend unseren Schutzengel. Jede Single hat auch eine B-Seite, die nicht unbeachtet bleiben darf. So wirkt der Schutzengel für uns auf unserer anderen Seite – und wenn wir in den Saal blicken, sitzen heute ganz viele Schutzengel unter uns. Auffallend war nicht nur die unglaubliche Bildung und Verknüpfung zu unserem Leben, sondern auch die Einbindung in das aktuelle Tagesgeschehen was uns nicht loslässt. Das Publikum wurde während des ganzen Abends immer wieder aktiv in das Programm eingebunden. Sei es tanzend, persönlich begrüßend oder auch im Training zum European Songcontest. Auf jeden Fall haben die Besucher nicht nur strapazierte Bauchmuskeln, sondern auch sicher den ein oder anderen Gedankengang mit nach Hause genommen.

 

Abschließende Worte fand Heinrich Vincon (ehemaliger Vorsitzender des Meisterverbandes Leutkirch) nachdem Marlies Blume natürlich noch eine Gesangszugabe mit dem Lied Kopf-Herz-Hand und Fuß zum Besten gab. Er war sich sicher, dass der ein oder andere der Einladung der Kabarettistin folgen wird und sie bei dem ein oder anderen Auftritt begleiten wird.

 

Ein absolut gelungener Abend mit bester Bewirtung, harmonischer Atmosphäre und bleibendem Eindruck ging für viele erst nach Mitternacht zu Ende.

 

 

Bericht und Bilder: Steffi Rist

 

 

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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