20acapellaZiegelbach - Bei der 17. Ausgabe des A-Capella Abends, den der Kirchenchor Ziegelbach im Dorfstadel veranstaltete, waren fünf der teilnehmenden Gastgruppen erstmals mit dabei. Dennoch wurde dieser Abend zu einem der besten in der Geschichte der Veranstaltung, denn er bot ein abwechslungsreiches Programm mit konstant hoher musikalischer Qualität.

 

Ladies first hieß es in diesem Jahr: Erstmals durften die Frauen des Kirchenchor Ziegelbach den Konzertabend eröffnen, zu dem Vorständin Klara Lott wie üblich viele SängerInnen anderer Chöre aus der Umgebung begrüßen konnte.

Mit dem 60er Jahre Hit der Everly Brothers „All you have to do is dream“ sorgten sie unter der souveränen Leitung von Günter Musch sofort für beste Stimmung im Dorfstadel.

Mit einer kleinen Showeinlage eröffneten die Subdominanten, deren Sängerinnen und Sänger aus Michelwinnaden, Urlau und teilweise, (der Liebe wegen) aus dem bayerischen Exil stammen, ihren ersten Auftritt auf der Bühne des Dorfstadels.

Sofort sprang der Funke über, und die anderen Gesangsgruppen sorgten dafür, dass die Subdominanten mit ihren Hits aus den 60er und 80er Jahren sich gleich in die Herzen des Publikums sangen.

Drei Damen im Dirndl, so traten Dreigesang aus Brechtis, zwischen Kißlegg und Isny gelegen, zu ihrem ersten Auftritt mit eher klassischem Liedgut in Ziegelbach an. Mit ihrem sehr harmonischen „Dreigesang“ begeisterten auch sie bei ihrer Premiere im Dorfstadel das fachkundige Publikum sofort.

Zwei Herren der Schöpfung standen beim „Chörle“ aus Röthenbach gleich 15 ebenfalls in Dirndl gewandete Damen gegenüber. Mit ihren mit eigens neu getexteten Stücken sorgten sie schnell für die erste Schunkelrunde des Abends.

Die vier Schmalegger Höfsänger, seit 20 Jahren in der fünften Jahreszeit auschließlich in heimischen Gefilden zugange, hatten sich sehr über die Einladung gefreut. Und revanchierten sich mit einem gelungenen ersten Auftritt für das ihnen entgegengebrachte Vertrauen.

Musikalisch-Kulinarisches bot die bunte Truppe von Vokal Total aus Bergatreute. Deren Dirigent war sehr kurzfristig ausgefallen, dennoch legte auch die letzte Debüttruppe einen begeisternden Auftritt hin.

Schon alte Bekannte waren die jungen SängerInnen von Tabula Rasa aus Ingerkingen, die sich mit Hello Marylou und dem anspruchsvollen Ezra-Hit Budapest den Respekt des Publikums ersangen.

Die zweite Konstante beim A-Capella Abend, neben dem gastgebenden Kirchenchor Ziegelbach, ist das Ziegelbacher Männerquartett. Bereits zum 17 Mal zelebrierten die vier Sänger und Kabarettisten ihre Auftritte vor heimischem Publikum: Mit einem Selfie eröffneten sie ihren Auftritt im ersten Teil des Abends. Und weil sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden waren, musste ein ganz spezieller, oberschwäbischer Handystick her, eine Mistgabel. Mit „Bada im Bad“ und „Hau doch ab, Sepp“ sorgten sie mit ihre eigenen, teils bissigen, schwäbischen Texten zu bekannten Hits für mächtig Stimmung im Saal.

Endlich mal nicht mehr nur „die alten Schinken“ singen wollten seine Sängerinnen und Sänger , erzählte Dirigent Günter Musch vor dem Auftritt des Kirchenchores mit dem dieser den zweiten Teil eröffnete. Auf Money Money von Abba und Für Frauen ist das kein Problem von Max Raabe fiel dann die Wahl.

Mit Girls, Girls, Girls und Macho, Macho bedienten die Subdominanten bei ihrem zweiten Auftritt musikalisch beide Geschlechter, wie schon der Kirchenchor durften auch sie nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen. Absolute Begeisterung lösten die drei Damen von Dreigesang mit ihrem zweiten Konzertteil aus: Mit dem Elvis Hit „Can´t help falling in Love“ und „Have nice day“ von Bon Jovi sorgten sie für die bis dato lautesten Zugaberufe des Abends.

Das „Chörle“ aus Röthenbach stand dem nicht nach und zeigten nebenbei auch noch, wie man mit zwei Bechern und zwei kleinen Tischchen eine eigene Rhythmusbegleitung zaubern kann. Die größte Überraschung lieferten die vier Schmalegger Hofsänger, von denen einer sogar Ziegelbacher Wurzeln hat, mit ihrem zweiten Auftritt: Mit viel Selbstironie und Augenzwinkern erzählten sie in ihrer Eigenkomposition, ihrer Ode an die Oberschwabenschau, viele genau beobachtete Anekdoten. Keine extra Aufforderung brauchte das Publikum bei der Zugabe „Rock mi“ um den Dorfstadel zu Rocken.

Ihre soziale Einstellung zeigten Vocal Total: Nach einem afrikanischen Traditional und dem Gospel „Let my light shine bright“ dachten sie in Ihrer Zugabe „Freedom is coming“ an die vielen Flüchtlinge.

Nicht „Alles nur geklaut“ hatten die Jungs und Mädels von Tabula Rasa bei ihrem zweiten Auftritt an diesem Abend, auch sie mussten natürlich in die Verlängerung.

„Weg beta“ heißt die sehr freie Übersetzung von El Condor pasa beim Ziegelbacher Männerquartett, das sich bei seinem zweiten Teil das Thema Gesundheit vorgenommen hatte. Gar nicht „Weit, weit weg“ waren sie bei ihrer Zugabe: Da bekam die Moderatorin, die wie jedes Jahr glänzend durchs Programm geführt hatte, eine eigene Strophe: „Wer moderiert den Abend mit Glanz: Jutta Branz!“ Viele Prominente kamen nicht so gut weg. Sie bekamen dabei kräftig einen eingeschenkt.

Das gemeinsam gesungene Schlusslied „So ein Tag“ konnte jeder im Publikum mit Inbrunst mitsingen. Und sich bereits auf den nächsten A-Capella Abend freuen, der 2016 am 15. September stattfinden wird.

 

Text und Bilder von Uli Gresser

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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