Sportlerball

Bad Wurzach - Ein Programm wie von einem anderen Stern brachten TSG-Turner, DLRG, Tennis- und Skiclub gemeinsam mit den Freunden des Ungeziefers, der Bad Wurzacher Anarcho-Zunft beim diesjährigen Sportlerball, der unter dem Motto „Bad Wurzach im Weltall- die Rückkehr der Sportler" stand, auf die Bühne des Kurhauses. (Bild: Bürgermeister Bürkle „überzeugt" seine Gemeinderäte zur Zustimmung ein neues Hallenbad zu bauen)

 

Von Darth Father über die BaWuPo (Bad Wurzacher Weltraumpolizei) bis zum grünen Marsmännchen bzw -Frauchen war im proppenvollen Kursaal alles vertreten, was Milchstraße und fremde Galaxien so zu bieten haben. Damit honorierten die Ball-Besucher den großen Aufwand, den die Macher der beteiligten Vereine, mit Peter Schmode (TSG), Birgit Lohmann (Skiclub), Reinhard Vincon , Anja Vincon, Thomas Grandl, Florian Tobisch (alle TSG bzw.Ungeziefer), Klaus Schütt (DLRG), Margret Fähndrich, Carolin Glinka und Otto Linge (Tennisclub) vorab investiert hatten. Das Dekoteam mit Margret Fähndrich, Judith Eckstein, Carolin Glinka, Jessica Schäfer, Verena Andelfinger und Fabian Schäfer hatte viele Stunden in die Weltraumdekoration praktisch des gesamten Kurhauses investiert.

Allen Widrigkeiten zum Trotz, die Generalprobe fand in diesem Jahr nicht wie üblich am Mittwoch sondern bereits am Montag statt, lief das Programm der Sportler „wie am Schnürchen", nicht zuletzt dank des tollen Technikteams mit Dirk Hafner, Thomas Grandl, Walter Strobel und Norbert Lehr, sowie Markus Vincon als Bühnentechniker.

 

Programm der Extraklasse

Markus Voincon hatte bei der Gemeinderatssitzung am Montag noch Werbung für den Ball gemacht, weil Räten und Verwaltung einige Programmpunkte gewidmet waren.

Die beiden Stormtrooper Reinhard „Hardy" Vincon und Florian „Flo" Tobisch, die die Wartehalle des Weltraumbahnhofs im KaK beaufsichtigten (vulgo: durchs Programm führten), arbeiteten nach dem filmischen Vorspann mit witzigen Dialogen die Sponsorenliste ab: Ob Kistenfabrik, Bank, Sanitär, Lagerhaus, Reiseunternehmen, Modehaus oder Baufirma, alle kamen „Dr Stefan transportiert an Haufa Baumaterial, alles a Altlaschda vom Rosagata, fiar´s Bauinfozentrum nauf. Do soll a riesa Häfale entstanda!" Das Modehaus würde inzwischen in Eigenproduktion „weltraumtaugliche Socka und Unterwesch au fier Extrastarke" herstellen, frei nach dem Motto: „In der Breite geht´s weiter!" Allerdings müsste er sein Sortiment umstellen, denn „Im Weltall do isch wunderschee, do brauchst als Frau koin BH meh!"

Den anwesenden Räten dürfte das Herz, gehüpft haben angesichts des fulminanten Sternentanzes der TSG Turner. Erweiterten die Astronauten dank der mitgeführten Wurzacher Stadtfahne das Stadtgebiet bis in die Milchstrasse.

In einem Anflug von Nostalgie erinnerten die Stormtrooper Flo und Hardy an den Film „Die Reise zum Mond" , der beim Stadtfest in seiner vollen Länge (45 Min) „hinterm Dudelsack" gezeigt werden wird. Diesen hatte der Fotograf Ernst Fesseler mit viel Liebe zum Detail vor 30 Jahren mit vielen Darstellern in und um Wurzach gedreht.

Fast den Weltuntergang vor Augen hatten DLRG, Ski- und Tennisclub, bei ihren Nachrichten aus dem Orbit, „denn die Milchstrasse ist sauer" . Diese und andere schockierende Nachrichten boten die Nachrichtensprecher und Vorortreporter der Zukunft.

Nachdem sich der Abflug ins All wegen eines Sonnensturms verzögerte, kamen die Mädels von der Garde aus USA, die Hardy zufällig im Duty Free bei „Binders Unterwäsche-Lada aufgegabelt hatte, gerade recht. Sie wurden genauso gefeiert wie die Lumpenkapelle, die Flo natürlich beim Schnapsladen getroffen hatte und gleich zum Weltall Ball mitgebracht hatte.

 

Der Wurzacher Gemeinderat
Dann wurde es politisch: „Messerscharf sezierte Markus „Finne" Vincon in seiner Büttenrede die Ereignisse des letzten Jahres um die „Senatoren des obersten Wurzacher Rates". Dabei kam die unechte Teilortswahl ebenso wie die Freien Wähler, die ja eigentlich keine echte Partei sei, sondern „eher die Wiedergeburt der FDP" unters verbale Messer. Die Sitzverteilung nach der Wahl im Mai, mit CDU, SPD und Mir Wurzacher Vertretern wurde ebenso thematisiert wie natürlich die beiden Großprojekte Rosengarten („Finanzierung: 1 Euro von der Stadt, 1 Euro vom Land") oder das neue Hallenbad, bei dem bei der Erstellung der Gästezahlstatistik wohl die ADAC Motorwelt als Vorbild gedient habe.

 

Praxis Dr. Mützle
Wie eine „vollautomatisch prgrammierte Zahnarztpraxis der Zukunft" zum Bumerang werden kann, zeigten Flo Tobisch, Hubert Schwarz und Hubert Forderer bei ihrer äusserst amüsanten Mr Bean Comedy über das Wartezimmer bei Zahnarzt Dr. Mützle „Ähnlichkeiten mit lebenden Personen... sind nicht rein zufällig, sondern gewollt" könnte es heissen. Denn die Inspiration für die Comedy schöpften die drei Erzkomödianten aus einer wahren Begebenheit im vergangenen Jahr.

Schrotty und Co.
Und dann schlug sie, die grosse Stunde von Schrotty und Co. vom Wurzacher Ungeziefer. Wegen eines Defektes am aus Startrek wohlbekannten Beamers von Schrotti (herrlich verzweifelt auf Ursachenforschung, Felicitas Vincon) werden Captain Anja (Vincon) und Commander Claudi (Forderer) auf eine Zeitreise durchs Stadtgeschehen geschickt. Sie werden Zeuge, wie Bürgermeister Bürkle (sehr authentisch Walter Strobel) seinen Gemeinderat 2007 „überzeugt", für „hust...kommafünf Millionen" den Rosengarten zu sanieren ebenso wie den neugewählten Rat 2014 von der Notwendigkeit eines Hallenbad-Neubaus.

„Da lief ja wia am Schnürchen" bemerkte er nach der Abstimmung zufrieden, bei der ein fast unsichtbarer Strippenapperat zum Einsatz kam. Hilflos zwischen W-Lan suchenden Schüler und wasserpfeiffenrauchenden Althippies beim Postplatz und der Einweihung des Rosengartens im Jahre 2016 hin- und hergebeamt kommentierten Captain Anja und Commander Claudi mit spitzer Zunge das Geschehen. Schöne Aussichten: Für das Projekt Hallenbad prognostiziert die Truppe als Fertigstellungstermin das Jahr 2046, Bürgermeister Bürkle erscheint zur Einweihung mit Rollator, um mit zittriger Hand das Einweihungsband zu zerschneiden. Ach ja und nebenbei hat er bis dahin auch das skandalumwitterte Werk von Scharpf für schlappe 15 Millionen ersteigert...

 

Nicht Versuchen – Machen stand auf den T-Shirts der Ungeziefergarde. Was den vier Sport-Akrobaten auch perfekt gelang. Natürlich mussten sie in der Wartehalle des Weltraumflughafens Bad Wurzach noch eine Zugabe geben, ehe die sich inzwischen in waschechte Haselnussbohrer verwandelte Aufseher Flo und Hardy zum großen Finale inclusive Flashmob alle Mitwirkenden noch einmal auf die Bühnen baten.

Über die Zukunft des Sportlerballes, der mit Tanzmusik bis in den Morgen mit NJoy oder mit einigen Absackern in den diversen Bars endete, müssen sich die Organisatoren wohl keine Sorgen machen. Denn das tolle Programm und die Tatsache, daß so viele Junge sich bei der Vorbereitung engagiert haben, stimmen froh, zeigt sich Peter Schmode vom Orga-Team begeistert.

 Text und Fotos Uli Gresser

 

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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